Sofaerinnerungen

Vor Weihnachten war es schon. Auf einem kleinen, sehr feinen Weihnachtsmarkt in der Adventszeit verliebte ich mich in eine Tasche. Doch ich traute mich nicht, dieser Verliebtheit spontan nachzugeben. So kam es, dass sich meine Gedanken in den Tagen darauf immer wieder um diese Tasche drehten, die ich zurück gelassen hatte. Aber ich hatte zum Glück den Namen der Herstellerin und ihre Kontaktdaten. Also schrieb ich ihr und musste dann aber leider erfahren, dass sich die Tasche bereits in dem Besitz einer mutigeren Kundin befindet. Doch ich hatte wiederum Glück, denn solch eine ähnliche Tasche könne ohne Probleme von der Produzentin – für mich – genäht werden. Und dann war es soweit, ich trat meiner neuen Tasche gegenüber, war sofort begeistert und laufe nun mit ihr beschwingt durch den Alltag.

Sofaerinnerungen

Nun aber mal ein bisschen genauer: Auf besagtem Weihnachtsmarkt entdeckte ich das wunderbare Taschenangebot von Rut Meyburg. Unter dem Label Meyburg stellt sie selbst die Taschen her. Das besondere daran: Sie verwendet hierfür das Leder von alten Sofas und für den Tragegurt abgelegte Gürtel. Dieser Hintergrund faszinierte mich gleich. Nun habe ich eine Tasche voller Erinnerungen. Dies sind Erinnerungen, die ich nicht kenne und was vollkommen in Ordnung ist, denn so habe ich die Möglichkeit, meine eigenen Erinnerungen mit dieser, meiner, neuen, alten Tasche zu sammeln. Ich freue mich darauf.

Sofaerinnerungen

Wer möchte, kann sich hier selbst ein Bild machen und vielleicht sogar fündig werden. Hier die Website von Meyburg mit Links zu den Shops und weiteren Informationen. (Ein kleiner Tipp: Auf der Fanseite gibt es ein Video, wo man sehen kann, wie einem Sofa das Fell über die Ohren gezogen wird. Sieht man ja auch nicht alle Tage.)

Sofaerinnerungen

Im Übrigen: Dieser Blogbeitrag ist nicht gesponsert. Er enthält meine persönliche Erfahrung und Meinung.

Die Kunst & ich – Ich & die Kunst

Seit einigen Wochen beschäftige ich mich mal wieder mit Fragen rund um das Thema Kunst: Was ist Kunst? Was kann Kunst? Warum mache ich Kunst? Was möchte ich mit meiner Kunst erreichen? …

Über die aktuelle Einladung der Künstlerin Susanne Haun zu ihrem 5. Salonabend bin ich auf die Künstlerin Ulli Gau und ihren Blog aufmerksam geworden. In einem Beitrag widmet sie sich ihrem Weg zur Künstlerin. Und sie wurde wiederum von Hagen Graf dazu inspiriert, der auf seinem Blog Fragen zur Kunst stellte, die auch andere aufgegriffen und dazu ihre Antworten formuliert haben (s. Kommentare dort). Herrlich, wie die Inspirationsfunken hüpfen.

Je mehr ich mich mit dem Thema, den hier gestellten Fragen zur Kunst beschäftige, dazu lese, darüber nachdenke und verschiedene Gedanken in mir wirken lasse, um so mehr komme ich zu dem Schluss, dass sich diese Fragen – zumindest für mich – wohl nie abschließend beantworten lassen. Dennoch möchte ich heute ein paar meiner Ansichten hier formulieren. Ein Versuch.

 

Was verstehst du unter Kunst?

Für Kunst gibt es wohl keine eindeutige Definition und ich denke, das ist auch das Wesen der Kunst. Kunst kann man nicht definieren.

Kunst bedeutet für mich: Kunst spiegelt und stellt Fragen.

Kunst ist immer auch subjektiv. Was ruft sie in mir als Betrachterin wach? Was klingt in mir an? Was entsteht daraus wiederum bei mir? Neue Gedanken, neue Sichtweisen?

Nicht zu vergessen: Kunst muss nicht immer nur tiefgründig und erst sein. Kunst muss auch leicht und witzig sein können.

Ansonsten ergeben sich meine Gedanken zu dem, was ich unter Kunst versehe, auch aus meinen folgenden Worten…

Worum geht es bei deiner Kunst? (oder: Wozu mache ich Kunst?)

Mit heutigem Blick auf Vergangenes schauen, um daraus etwas für das Morgen zu gestalten. Gestern. Heute. Morgen. Mich mit Erinnerungen beschäftigen, sie in einen neuen Kontext stellen und daraus etwas Verändertes entwickeln, ist ein Prozess, der mich immer wieder sehr berührt. Wichtig ist mir dabei, offen mit Erinnerungen umzugehen, sie zu reflektieren, sie neu zu betrachten, um ihnen einen gebührenden Platz im Leben geben zu können. Ich betrachte Dinge und spiegle sie. Ich hinterfrage und stelle Fragen. Ich möchte berühren und einladen.

… * spiegeln * thematisieren * fragen * neu betrachten * an Grenzen gehen * verdauen * transformieren * berühren * innehalten * aufwühlen * nachdenken * einladen * …

Wie bist du eigentlich Künstlerin geworden? (oder: Warum machst du Kunst?)

Kunst ist der Zweck der Kunst, wie Liebe der Zweck der Liebe ist, und gar das Leben selbst der Zweck des Lebens ist. (Heinrich Heine)

Sammeln, fotografieren, schreiben, nähen, handarbeiten und gestalten spielen seit meiner Kindheit und Jugend eine wichtige Rolle in meinem Leben. Irgendwie war ich schon immer Künstlerin. Oder viel mehr: Irgendwie habe ich schon immer den Drang, mich kreativ zu betätigen und auszudrücken. Manch eine/r nennt es KünstlerInnenseele andere bezeichnen es als Berufung. Und wiederum andere nennen es Lebenselixier. Und ich sage: Ich kann nicht ohne. Da ist etwas in mir, was sich den Weg nach draußen sucht. Und wenn die Ergebnisse daraus in der Betrachtung durch andere ihren eigenen, weiteren Weg finden… Ich bin immer wieder gespannt darauf und freue mich, was sich daraus dann wieder entwickelt bzw. entwickeln wird. Ein immerwährender Prozess.

Ich habe den Beruf des Künstlers nicht gelernt. Ich bin Autodidaktin und habe im Laufe der Jahre verschiedene Workshops, Kurse, Schreib- und Projektgruppen besucht. Doch bis ich mich selbst als Künstlerin sah und mich auch so nenne, war es ein weiter Weg, der viele Phasen und Schlüsselmomente in sich hatte.

In einer Phase präsentierte ich Gedichte und Fotografien sowie Geschichten auf Lesungen, in Gemeinschaftsausstellungen und in Anthologien. Dann recycelte ich zum Beispiel alte Laken und Tischdecken, nähte daraus neue Gebrauchsgegenstände. Irgendwann entdeckte ich im Rahmen eines Workshops und einer daraus entstandenen Projektgruppe meine Begeisterung für die Autobiografische Fotografie. Hieraus entwickelte ich dann meine eigene Ausstellung, die ich mir zu meinem vierzigsten Geburtstag schenkte. Auch ein tiefgehender Workshop zum Thema Berufung bestätigte meinen Weg und machte mir meine Faszination für autobiografische und biografische Geschichten bewusst. Und alles, was aus dem Meer der Erinnerungen zu etwas Verändertem oder gar Neuem entsteht, berührt mich.

Daraus wurde dann der Titel Atelier für Erinnerungen geboren. Gestern, heute, morgen. Dies war dann auch die Geburtsstunde des Names hehocra, unter dem ich in den Sozialen Netzwerken unterwegs bin. Hehocra ist die Zusammenfassung aus diesen drei Worten: heri * hodie * cras. Dies ist lateinisch für: gestern * heute * morgen. Hehocra – Atelier für Erinnerungen.

Anfang 2014 veröffentlichte ich dann meine Website und präsentiere damit ein Teil meines Portfolios. Ich nenne mich Künstlerin. Dass es mir nun auch leichter über die Lippen kommt, daran arbeite ich noch.

„Sie ist Künstlerin!“ „Oooh wow, wie cool und ich dachte schon, sie wäre einfach nur seltsam!“ (@KarlaKnows via Twitter)

Hast du ein Atelier?

Ein reales Atelier habe ich nicht. Ich arbeite zu Hause am Schreibtisch, am Kreativtisch oder an der Nähmaschine, auch unterwegs mit der Kamera und einem Notizbuch bin ich irgendwie immer kreativ bzw. kommen mir Ideen, die ich gleich festhalten muss. Aber ich habe mit meiner Website und meinem Blog ein virtuelles Atelier.

Wie entstehen deine Kunstwerke?

Wenn ich fotografiere oder schreibe, habe ich oft kein fertiges Konzept im Kopf. Ich tue es einfach, sammle Fotos, sammle Texte, sammle Gedanken und Ideen. Später gestalte ich daraus etwas, etwas aus meinen Erinnerungen mit meiner Sicht von heute und einer Botschaft für morgen.

Es gibt aber auch die Momente, wo ich Ideen habe, sie viele Tage hin und her wälze, durchdenke, durchfühle, Skizzen und Notizen mache und dann versuche, sie umzusetzen. Dabei kann dann mitunter aber auch etwas gänzlich anderes entstehen, als ich ursprünglich angedacht hatte.

Inspiriert werde ich auch durch persönliche Lebensgeschichten anderer Menschen, insbesondere von Frauen. Hierbei interessieren mich ebenso die verschiedenen Möglichkeiten der Erzählformen (Autobiografie, Tagebuch, Fotografien, Bilder, Filme, Installationen), die literarischen und künstlerischen Auseinandersetzungen mit individuellen Lebensthemen.

Ich wechsle zwischen Kamera und Rechner, Stift, Schere und Papier, Nadel, Faden und Stoff. Oft arbeite ich an mehreren Projekten gleichzeitig. Manche Werke entstehen quasi über Nacht und manche brauchen zwischendurch eine oder mehrere längere Pausen bis sie fertig sind.

Wie verbringst du einen „normalen“ Tag?

Ein „normaler“ Tag… Schwierig. Vorrangig sind meine Tage durch mein Familienleben und durch meine Bürotätigkeit bestimmt. Für meine künstlerische Arbeit bleiben mir dazwischen ein paar Freiräume. Aber wie gesagt, oft kommen Ideen unter der Dusche oder im Schlaf, wenn ich in der S-Bahn sitze oder mich auf Spielplätzen rumtreibe. Mein „Künstlerleben“ organisiere ich nebenbei. Vorher war es ein Ausgleich. Aber seitdem ich meine Richtung, meine Berufung als solche erkannt habe, und ich mich auch traue, mich Künstlerin zu nennen, bekommt meine Arbeit in der Nebentätigkeit mehr Energie und Struktur.

Wie finanzierst du dein „Künstlerleben“?

Hauptberuflich arbeite ich als Sachbearbeiterin; ein klassischer Bürojob.

Wo kann ich deine Kunst sehen und vielleicht sogar kaufen?

Meine Kunst kannst du auf meiner Website sehen.

Einen Blick hinter die Kulissen und anderes mehr zu meinem kreativen Tun, meinen Beobachtungen und Entdeckungen – hauptsächlich zum Thema Erinnerungen – präsentiere ich hier auf meinem Blog, meiner Fanseite, auf Twitter und Instagram.

Ich habe (noch?) kein Konzept zum Ausstellen und/oder zum Verkauf meiner Kunst. Wenn Euch etwas gefällt, Ihr Ideen habt, dann sprecht mich einfach an. Ansonsten könnt Ihr gespannt sein, was sich so entwickeln wird. Ich bin es auch.

 

Abbild (Gedicht)

Foto

Abbild der Vergangenheit

Papier gewordene Erinnerung

wieder belebt

*

Foto

Ausdruck der Poesie

Papier gewordene Gefühle

neu erlebt

Gedicht, Elfchen (c) hehocra

Lebe ich in der Vergangenheit?

Oft fragen sich Leute, wenn ich von meinem Anliegen, von meinem Atelier für Erinnerungen erzähle: Warum beschäftigst du dich mit Erinnerungen?

Diese Frage taucht auch bei mir immer mal wieder auf und Antworten formulieren sich…

Doch dann kam ich zu der Erkenntnis, dass nicht die Frage, Warum ich das mache? die Antwort liefert, sondern die Frage: Wozu beschäftige ich mich mit Erinnerungen?

Es gab Zeiten, da habe ich es als schwere Last empfunden, mich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Auch in mir waren die negativen Gedanken. Und dann begegneten mir ringsum Ratgeberbücher und Artikel zum Thema loslassen und aufräumen und ausmisten und Leichtigkeit 😉
Doch seit meiner Idee für das Atelier fühlt es sich für mich leicht an. Denn für mich ist deutlich geworden, dass die Vergangenheit für mich nicht ohne die Gegenwart und ohne die Zukunft geht. Erst dieser Zusammenhang macht für mich den Weg, meine Sicht, ja mein Leben aus. Als wenn ich ein Puzzleteil nach langem Suchen gefunden habe, so fühlt es sich an. Es passt jetzt zusammen. Und darin ist ganz viel Loslassen und Leichtigkeit. Und wo ich so in den letzten Tagen, angeregt durch Deine Zeilen, darüber nachgedacht habe, wurde mir auch klar, dass ich nicht in der Vergangenheit lebe, sondern: Ich lebe mit meiner Vergangenheit. Für mich selbst ist die künstlerische Auseinandersetzung auch ein Verarbeiten und Loslassen.

Eine Künstlerin aus Bremen, mit der ich vor einigen Monaten ins Gespräch gekommen bin, ist fasziniert von meinem kreativen Tun, aber auch gleichzeitig sehr erstaunt, wie ich als junger Mensch (Sie ist über siebzig.) mich überhaupt mit der Vergangenheit so interessiert und begeistert auseinandersetze. Sie kenne dies garnicht. In ihrem Leben ging es immer mit aller Energie um das Jetzt. Das kann ich dagegen nicht so richtig nachempfinden, weil ich es so nicht kenne.

Ich denke auch, dass ich meinen Hang zur Vergangenheit zum Teil von meinem Vater ‚geerbt‘ habe. Wir teilen unser Interesse für unsere Familiengeschichte, wir sammeln und bewahren beide gern. …

Dann gibt es Erinnerungen bzw. Themen, die sich immer wieder in mein Jetzt drängen. Und um Weiterzukommen, ist es für mich wichtig, mich mit Vergangenem auseinanderzusetzen, so dass es seinen Platz im Morgen finden kann. Und immer wieder tauchen da meine Erinnerungen aus meiner Kindheit in der DDR auf. Auch die Umbruchszeit, die Wende ist noch ein Thema, was immer wieder da ist. Vor vielen Jahren habe ich mal in einem interessanten Spiegelartikel die Bezeichnung „Deutsche/r mit sozialistischem Migrationshintergrund“ gelesen. Ich finde dies so treffend, so dass ich mich selbst seitdem auch so sehe. Ich bin in einer anderen Gesellschaft, als die, die wir heute erleben, bzw. als die, von der ein Großteil der Deutschen erzählt, groß geworden bzw. aufgewachsen. Jeder hat seine ganz persönlichen Erfahrungen gemacht. Und ich interessiere mich sehr dafür. Mir ist es gleichzeitig sehr wichtig, auch von meinen Erfahrungen zu erzählen. Für andere, um sich vielleicht darin wieder zufinden, oder um sich selbst zu erinnern oder um seinen eigenen Blick weiten zu können…

Gestern * Heute * Morgen

Wir sind die Summe unserer Erfahrungen. (Preutice Mulford)

Erst die Summe unserer Erinnerungen, die schönen und die traurigen machen uns zu dem, was wir sind. (unbekannt)

Ich denke, alles hat seinen berechtigten Platz in uns: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

 

 

Vermisse ich etwas? Suche ich etwas in der Vergangenheit, was ich heute vermisse, was ich mir zurück wünsche?

Mir geht es nicht darum, dass ich etwas vermisse, dass ich an bestimmte Punkte zurück möchte oder dass ich vor lauter Erinnerungsgekrame nicht im Heute leben kann. Es geht mir darum, zu reflektieren, zu bewahren, loszulassen.

 

Netzfundstücke |0115

Immer wieder stoße ich im Netz auf interessante Anregungen, Ideen, Artikel und Gedanken, die ich bisher via Twitter oder auch Facebook geteilt habe. Doch nun ist es an der Zeit, dass ich die Highlights auch hier im Blog präsentiere. Dies sind meistens Links, die sich mit Erinnerungen, dem kreativen Umgang mit Erinnerungen bzw. Erinnerungsstücken beschäftigen – auch biografisches, autobiografisches, Tagebücher, Fotoalben und ähnlich spannendes mehr. Dafür rufe ich hiermit die Reihe Netzfundstücke ins Leben und werde, je nachdem, wann mir etwas über den Weg läuft, berichten. Wenn Ihr etwas tolles findet oder von etwas wisst, dann immer her damit. Schreibt mir. Vielen Dank.

 

 

Heute gibt es folgende Link-Tipps von mir für Euch:

Habt Ihr auch Bücher, die Ihr nicht mehr lest, die eigentlich weg könnten, es aber dann doch zu schade ist, um sie wegzugeben? Dann ist ja diese Idee vielleicht etwas für Euch. Kathrin Möller, die Inhaberin von möllerskript – Gedanken werden Texte, beschrieb in ihrem Blog eine kreative und inspirierende Idee. Seminarmethoden vorgestellt: Das Begleitbuch. Nicht nur in Seminaren, sondern auch für sich selbst kann ein altes Buch gestalterisch neu genutzt werden: kritzeln, malen, kleben, kringeln… Einfach drauf los.

Habt Ihr noch alte schwarzweiß Fotos in Euren Schubladen herumliegen? Vielleicht gefällt Euch ja dann der Beitrag Embroidered photos | DIY von Kathie in ihrem Blog. Sie hat farbiges Garn genommen und ein altes Erinnerungsfoto bestickt.

ArteCreative hat den Gewinnerbeitrag aus den Einreichungen zur Aktion 100 Ways to use a Bra ausgewählt, eine elegante, rote Kopfbedeckung. Die Auswahl war bei den vielfältigen und großartigen, kreativen Ideen sicher nicht einfach. (Ich bin immer noch ganz beseelt von den positiven Rückmeldungen zu meinem BH-Organizer. Diesen nutze ich jetzt auch tatsächlich im Alltag als solchen – momentan für Tücher und Schals.)

Dem Aufruf Zeig dein wichtigstes Foto 2014 sind viele gefolgt. Kwerfeldein hat nun eine tolle Auswahl an spannenden Fotos zusammengestellt. Wenn Euch alle Einreichungen interessieren, dann klickt Euch durch die Kommentare zum Aufruf. Es lohnt sich. (Mein wichtigstes Foto 2014: hier.) 

Mein wichtigstes Foto 2014

Wir sind schon im Neuen Jahr, doch angeregt durch kwerfeldein schaue heute nochmal auf das vergangene Jahr zurück: Zeig Dein wichtigstes Foto 2014. Meine Wahl fiel auf dieses Selbstporträt.

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In meiner Arbeit beschäftige ich mich hauptsächlich mit autobiografischen Themen. Das Porträt ist ein Teil einer Serie, die in 2014 begann und die ich in 2015 fertig stellen möchte. Es geht darum, mich mutig Themen meiner Vergangenheit zu stellen, den Nebel zu lüften und ehrlich zu mir selbst zu sein. Das ist nicht einfach, aber es lässt mich wachsen, ungeahnte Energien entdecken und zu mir selbst finden. Das Selbstporträt entstand während eines Workshops, der sich der Unschärfe widmete. Dies war in vielerlei Hinsicht ein für mich prägender und inspirierender Kurs, der mir für meine oft spielerische und intuitive Herangehensweise mein Selbstbewusstsein gestärkt hat. Gleichzeitig steht dieses Foto für mich für die neuen fotografischen und künstlerischen Herausforderungen, die mich in ihren Bann ziehen. Insofern: Vieles hat sich in 2014 bewegt. Vieles habe ich mir angeschaut. Vieles habe ich ausprobiert. Dabei vertraue ich meinem Tempo und meinen Stärken. Eine Zuversicht schenkende Grundlage für das Neue Jahr, und das fühlt sich unglaublich gut an. Yeah.