Der Osten, die bessere Welt – Im Gespräch mit Sabine Küster

Der Osten, die bessere Welt – Im Gespräch mit Sabine Küster

 

 

Der Osten, die bessere Welt – Erfahrungen aus einer friedensbewegten Arbeit.

Im Gespräch mit Sabine Küster – MUSENLAND, Akademie für Biografisches und Kunst.

 

 

Lust am Spiel und an Ernsthaftigkeit

Sabine Küster ist die Muse vom MUSENLAND, der Akademie für Biografisches und Kunst. Zu Beginn unseres Gespräches habe ich sie nach ihrem Umgang mit Erinnerungen und nach ihrer Sicht auf Biografie befragt. Ich mag ihre Arbeiten sehr und empfinde sie als große Bereicherung, weil sie so ganz anders sind als mein Ansatz in der Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte.

Eine Welt bricht zusammen

Sabine Küster kommt aus dem Vogelsbergkreis, lebte zur Wendezeit in Fulda. Sie war politisch, Mitglied der Deutschen Kommunistischen Partei,  in der Frauen- und Friedensbewegung aktiv. Sie strebte nach einem Ideal, in dem Menschen friedlich, gleichberechtigt und frei miteinander leben. Ihr Blick auf die DDR teilte sich, ebenso wie in der DDR selbst auch, in die offizielle und die persönliche Sichtweise. Es war vieles nicht in Ordnung, aber doch war Sabine damals überzeugt davon, dass die DDR auf dem richtigen Weg ist, dass der Osten die bessere Welt ist. Mit dem Fall der Mauer brach für sie diese Welt zusammen.

Eine Macherin

Aber was ist aus der Utopie von damals geworden? Wie empfindet  Sabine ihre Arbeit von damals? Wonach sucht und sehnt sie sich heute? Das beantwortet Sabine Küster in unserem Gespräch. Sie erzählt von der Zeit damals, aber auch von ihrer Sicht und ihren Wünschen heute. Wir denken über Idealismus, Utopie und die Herausforderungen der Realität nach.

 

Freiheit, Zitat von Sabine Küster, 2019, by Doreen Trittel

Freiheit, Zitat von Sabine Küster, 2019, by Doreen Trittel

 

 

Herzlichen Dank!

Mehr von Sabine findest Du im MUSENLAND, der Akademie für Biografisches und Kunst.

Vielen Dank an das Café Mal so Mal so in Berlin Neukölln, dass wir hier drehen durften.

 

Sabine Küster (re) und Doreen Trittel (li)

Danke, Sabine Küster (re), 2019, (c) Doreen Trittel (li)

 

Gesprächsreihe

Dieses Video erscheint im Rahmen meiner Gesprächsreihe anlässlich 30 Jahre Mauerfall. Weitere Aufzeichnungen und Beiträge zu diesem Anlass findest Du in der entsprechenden Kategorie: 30 Jahre Mauerfall. 

Los geht’s: 30 Jahre Mauerfall – Interviews

Los geht’s: 30 Jahre Mauerfall – Interviews

In diesem Jahr, 2019 jährt sich der Mauerfall zum 30. Mal. Ja, Du hast richtig gelesen: dreißig, vor 30 Jahren.

Mauerfall: Die Berliner Mauer wurde in der Nacht von Donnerstag, dem 9. November, auf Freitag, den 10. November 1989, nach über 28 Jahren ihrer Existenz geöffnet. (Wikipedia)

 

Vielfältige Geschichten & inspirierende Erkenntnisse für uns

Für 2019 habe ich mir überlegt, hier, in meinem Blog, nicht nur meine Geschichte zu erzählen, sondern auch den persönlichen Erfahrungen anderer Raum zu geben. Gleichzeitig werde ich sie danach befragen, was sie uns aus ihren Erfahrungen heraus, mit auf den Weg geben können. Ich freue mich, dass verschiedene Menschen meiner Einladung gefolgt sind und noch folgen. Das sind nicht nur Menschen mit ostdeutschem Hintergrund sondern auch Menschen aus  West-Berlin und West-Deutschland.

Vor der Kamera

Die Gespräche mit meinen Interviewpartner.innen zeichne ich per Video auf. Dies ist eine neue Herausforderung für mich und hier eine Primäre. Ich bin gespannt und freue mich sehr darauf, wie sich das Projekt im Laufe des Jahres entwickeln wird. Danke, dass Du mit dabei bist.

Los geht’s

Heute beginne ich meine Interview-Reihe damit, mich und mein diesjähriges Projekt vorzustellen. Demnächst startet dann auch schon das erste Gespräch.

 

 

Doreen Trittel: Künstlerin * Impulsgeberin * Bloggerin

Meine ostdeutsche Herkunft und meine Erfahrungen als Stasi-Kind sind ein Schwerpunkt in meiner künstlerischen Arbeit. 1989, damals war ich 16 Jahre alt. Ich bin Jahrgang 1973. Etwa 25 Jahre nach dem Fall der Mauer ist mir die Tätigkeit meines Vaters als hauptamtlicher Mitarbeiter beim Ministerium für Staatssicherheit – Stasi – bewusst geworden. Das hat vieles in mir auf den Kopf gestellt. Die Kunst war für mich dabei ein wichtiges Mittel, um einen Ausdruck zu finden, für Gefühle, Themen und Sichtweisen, für die ich noch keine Worte hatte und teilweise auch noch nicht habe.

Fasziniert vom Wandel aus der Vergangenheit heraus, über die Gegenwart hin zur Zukunft setze ich mich mit Erinnerungen und Veränderung auseinander. Aus dem Meer der Erinnerungen betrachte ich einzelne Elemente und stelle sie in einen neuen Kontext, um die Veränderung und Heilung nicht nur zu erfahren, sondern auch sichtbar zu machen. Gleichzeitig nehme ich in der Auseinandersetzung Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen wahr. Im Umgang mit unserer Geschichte, ob persönlich oder historisch gesehen, mit den Prägungen daraus, können wir unglaublich viel lernen.

Meine Arbeiten: Collagen, Installationen, Fotografien, Texte/ Gedichte und Performances

Meine Themen: Erinnerungen, Veränderung, ostdeutsche Kindheit, Stasi-Kind, Kriegsenkel, Wende-Erfahrung, Zeitzeugin, Persönlichkeitsentwicklung, innerer Wachstum, Mut machen & Tipps geben

 

Veränderungen, Doreen Trittel

Veränderungen, Doreen Trittel

 

Sei mit mir gespannt auf die folgende Geschichte und Impulse. Ich freue mich auf das erste Interview mit der Künstlerin und Autorin Sabine Küster im nächsten Beitrag.

Danke, dass Du mit dabei bist.

 

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