Kunst kann Mauern verändern

Kunst kann Mauern verändern

Machtvoll stehen sie
Auf Grenzen, starr
Unbezwingbar, scheinbar
Erfühlen, erleben
Raus aus dem Gefängnis
Natürlich leben, lachen und lieben

(c) Doreen Trittel

 

Lieber glücklich ohne Mauern…

Über Mauern, DIE Mauer und insbesondere über unsere eigenen, unsere inneren Mauern habe ich im Rahmen der Blogreihe Lieber glücklich von A bis Z einen Gastbeitrag geschrieben:

Mauern sind massiv. Mauern trennen. Mauern begrenzen. …Im Zuge der friedlichen Revolution ist die Mauer am 9. November 1989 gefallen. Und wie ist es mit den Mauern im inneren der Menschen? …Unsere eigenen Mauern, die unser Selbst im Innern abgrenzen, haben viel mit Schweigen und Verdrängen, mit Rückzug und Sicherheit zu tun. Wir hatten einen Grund, sie zu errichten. …Eleni Iatridi, Spirit-Botschafterin, sagte in einem Interview einmal sehr heilend: „Umarme deine Mauern.“ Das ist der erste Schritt. Die Mauern wahrnehmen… Hier geht es zu meinem Gastbeitrag: Lieber glücklich ohne Mauern

 

Efeu und Fenster alt in sw im Hintergrund, bunte Mauer rechts und links, Hand im Seil hängend, Hundekissen darüber, Beine in gestreifter Strumpfhose

Hand schwer, Collage, Papier, 28 x 20 cm, 2015, (c) Doreen Trittel – Ein Tipp hierzu am Ende des Blogbeitrages im ps.

 

Ein berührender Gruß aus einer längst vergangenen Zeit

Es gibt viele interessante und spannende Bücher zur Mauer, insbesondere zur Berliner Mauer – mit alten Fotografien, teilweise in Gegenüberstellung zu heutigen Aufnahmen… Aber ich möchte Dir heute dieses einmalige Buch gern ans Herz legen. Denn es macht deutlich, wie Künstler*innen es schaffen, mit ihrer Kunst DIE Mauer zu umarmen. Das Buch zeigt Fotografien der Kunst auf der Berliner Mauer. Künstlerinnen und Künstler waren auf West-Berliner Seite kreativ und haben das Grau der Mauer mit Farben und Bildern verändert.

Berliner Mauer.
Botschaften gegen das Grau

von Volker Noth, Grafiker und Fotograf
mit Fotografien aus den Jahren 1982 – 1990 und 2011
Hardcover
Seitenformat 21 x 14,8 cm, 88 Seiten
Selbstverlag, 2011

 

Berliner Mauer. Botschaften gegen das Grau. von Volker Noth, mit Fotografien aus den Jahren 1982 – 1990 und 2011, Selbstverlag 2011, fotografiert von Doreen Trittel, 2019

 

„Der weiße Strich“

Aber da war auch jemand und malte eine weiße Linie, die sich durch viele Kunstwerke zog, und die die Betrachtung der zunächst Bilder störte… Doch dann stellte sich heraus, dass diese Linie einen tieferen Sinn hatte… So bildenden die Fotografien in diesem Buch nicht nur die Kunstwerke sondern auch eine Protestaktion ab. Diese kannst Du hier, bei Wikipedia nachlesen.

 

Berliner Mauer, Gedenkstätte Bernauer Straße, 2019, by Doreen Trittel

 

Durchblick

…Doch wenn wir erst einmal auch nur einen kleinen Blick durch die Mauern bekommen haben, dann erreicht uns die Ahnung, welch freies und leichtes Leben sich dahinter verbergen kann,… Zitat aus meinem Gastbeitrag. hier kannst Du weiterlesen: Lieber glücklich ohne Mauern

Durchblick… Eine Ahnung bekommen, für das, was hinter der Mauer verbirgt und sein kann… Dies wird durch das letzte Bild im Buch im Gegensatz zu den anderen Aufnahmen, die die Kunst im Mittelpunkt haben, mehr als deutlich. Denn hier tritt die Mauer und damit auch das Kunstwerk, das auf ihr entstand, in den Hintergrund, der Blick geht in die Freiheit…

 

Berliner Mauer, Gedenkstätte Bernauer Straße, 2019, by Doreen Trittel

 

Kunst transformiert

Und weil ich dieses Buch so besonders finde und Volker Noth nicht nur in seiner Arbeit und seinem kreativen Tun persönlich sehr schätze, war ich mit seinem Buch im Juni an der Berliner Mauer Gedenkstätte Bernauer Straße. Dieses Buch direkt an der Berliner Mauer zu fotografieren, war für mich ein faszinierendes Erlebnis. Es zeigt die Veränderung, die Transformation… Die Kunst von damals war ein Stück davon… Von West-Berliner Seite konnte man direkt an die Mauer herantreten. Künstlerinnen und Künstler haben diese genutzt, um das Grau der Mauer mit ihren Farbein, mit ihrer Kreativität zu verändern. Im Buch „Berliner Mauer. Botschaften gegen das Grau“ zeigt sich die Kraft der Kunst zu verändern… Dies berührt mich im Nachhinein und mit meinem Blick heute sehr.

 

Berliner Mauer. Botschaften gegen das Grau von Volker Noth, Grafiker und Fotograf mit Fotografien aus den Jahren 1982 – 1990 und 2011 Hardcover Seitenformat 21 x 14,8 cm, 88 Seiten Selbstverlag, 2011

Berliner Mauer. Botschaften gegen das Grau von Volker Noth, vor der Berliner Mauer, Gedenkstätte Bernauer Straße, fotografiert von Doreen Trittel

 

Vorbei

Die Berliner Mauer ist Geschichte und damit auch ihre Kunst. Insofern ist dieses Buch nicht nur ein wichtiges Zeugnis unserer Stadt und deren Teilung, die man sich heute kaum noch vorstellen kann, sondern es zeigt auch was Kunst bewirken und wie Kunst verändern kann.  Danke, dass die Kunst mit den von Volker Noth in diesem Buch versammelten Fotografien weiterlebt und die Zeit überdauert.

 

Berliner Mauer, Gedenkstätte Bernauer Straße, 2019, by Doreen Trittel

Berliner Mauer, Gedenkstätte Bernauer Straße, 2019, by Doreen Trittel

 

***
ps: Die Collage „Hand schwer“ kannst Du Dir als Abzug nach Deinen Wünschen in meinem Shop bei Artflakes bestellen. Bitte hier entlang – von Postkarte über Poster bis hin zum Kunstdruck. In meinem Shop dort findest Du weitere Collagen und Fotografien. Viel Vergnügen beim Stöbern! Ansonsten kannst Du das Original selbstverständlich bei mir direkt erwerben. Schreibe mir hierzu eine kurze Mail: kontakt@hehocra.de

Das hier vorgestellte Buch ist in einer kleinen Auflage erschienen. Du kannst es direkt bei Herrn Volker Noth erwerben: Kontakt.

Ansonsten schau Dich gern auch in der Blogreihe – Lieber glücklich von A bis Z um. Die Beiträge erscheinen nach und nach. Bisher ist von mir auch ein Gastbeitrag mit dem Titel Lieber glücklich mit Deiner Collagen erschienen.

Zufall ist Schicksal – oder – Schicksal ist Zufall

Zufall ist Schicksal – oder – Schicksal ist Zufall

      „Wer dreht eigentlich all diese Schicksalsräder? Bestimmt eine Leihfirma.“

Dieser Satz wurde mir im Januar diesen Jahres beim KunstSalon am Dienstag von Susanne Haun in die Hände gespielt. Er entstammt der Performance MUSE//MOIRA vom Performanceduo ‚Krysti Himmelfahrt & 1 Muse‘, mit der Sabine Küster das zweite Jahr der MUSENLAND Akademie für Biografisches & Kunst startete. Weitere Sätze findest Du hier, im Gastbeitrag von Sabine Küster: Kairos, Karma, Kismet – oder doch nur Zufall? Jedes Mal, wenn ich diesen Satz lese, er mir in den Sinn kommt, muss ich schmunzeln…

 

Zufall

Zeitlos fallen,

Unten oder oben?

Fliegen, kannst du das?

Alles da. Alles loslassen.

Licht aus. Licht an.

Leben, doch!

(c) Doreen Trittel

 

Schicksal und Zufall abwechselnd auf Pappe geschrieben, diese hängt am roten Faden

Zufall Schicksal…, Installation mit Tampons, Detail, 2019, (c) Doreen Trittel

 

„…das Glück sollte sich sanft verhalten, es soll mein Schicksal mit Liebe verwalten…“

Kürzlich tanzte ich durch die Wohnung, als das Lied von Hildegard Kneef „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ erklang… Da gesellte sich zufällig das Schicksal mit hinzu…

 

Schicksal

Schreiben, schreiben

Chancen im Chaos erkennen

Halten, haltlos

Im Blick, was?

Chill doch mal!

Krieg dich ein!

Sagt, wer?

Allein oder gemeinsam?

Leben, miteinander

(c) Doreen Trittel

 

Zufall, Schicksal abwechselnd auf Pappe geschrieben, davor Tampons hängend

Zufall Schicksal…, Installation mit Tampons, Detail, 2019, (c) Doreen Trittel

 

Ist das Schicksal immer schwer? Ist die Fügung das leichte Gegenteil?

Fühlte es sich wie Schicksal an? Aber heute, mit einer neuen Perspektive: Es könnte auch eine Fügung gewesen sein… Aber kein Zufall…

 

Schicksal

So und so

Chancen bekommen

Halte ich (dich) mich

Im Innern leben das

Chaos & die Ordnung

Kinderlachen

Selbst bei uns

Alles ist miteinander verbunden

Liebe

(c) Doreen Trittel

 

Schicksal Zufall abwechselnd auf Pappe, Rückseite, mit rotem und blauen Faden

Zufall Schicksal…, Installation mit Tampons, Detail, 2019, (c) Doreen Trittel

 

Beeinflussen unsere Entscheidungen unser Schicksal oder den Zufall?

Wie oft fällt der Nebensatz: „…aber es gibt ja eigentlich keine Zufälle.“ Wenn es keine Zufälle mehr gibt, was dann? Ist der Zufall eine Erfindung des Menschen, um etwas unerklärlichem ein Wort zu geben, es damit zu etwas Erklärtem zu machen?

Zufall

Zauberworte sprechen wir

Unter uns in die Welt hinaus

Funken sprühen weit

Allumfassend umarmen wir

Laut & leise die

Liebe

(c) Doreen Trittel

 

mehrere Tampons vor einer Pappe hängend, auf der Pappe die Worte Schicksal Zufall

Zufall Schicksal…, Installation mit Tampons, 2019, (c) Doreen Trittel

 

#SchicksalIstZufall

Die MUSENLAND Akademie für Biografisches & Kunst hat zu einer Blogparade aufgerufen – Ausschreibung: #SchicksalIstZufall.

Mir ging dieser Inspirationsfunken einige Zeit durch den Kopf. Ich habe ihn mit in meinen Alltag und auch mit auf Reisen genommen. Und wie die Inspirationsfunken so sind, sie sprühen Funken ohne Kontrolle, ohne Plan, ohne Richtung… So widme ich mich hier auf diese Art den Worten Schicksal und Zufall, Zufall und Schicksal…

Bis zum 31. Juli 2019 kannst Du auch noch mitmachen: mit einem eigenen Blogbeitrag oder einer Einsendung an die MUSENLAND Akademie… (siehe Link)

 

an einem roten Faden hängt eine Pappe mit den abwechselnden Worten Schicksal Zufall

Zufall Schicksal…, Installation mit Tampons, 2019, (c) Doreen Trittel

 

Tampons?

Ja, das sind Tampons. Was es damit auf sich hat, das erzähle ich Dir lieber in meiner nächsten Atelier-Post 😉 Du kannst Dich auf der rechten Seite (mobil: weiter unten) dafür eintragen – oder direkt hinter diesem Link: Atelier-Post. Ich freue mich auf Dich.

Bist Du mutig, die Verantwortung zu übernehmen? – Über Demokratie, Kunst und meine ostdeutsche Herkunft

Bist Du mutig, die Verantwortung zu übernehmen? – Über Demokratie, Kunst und meine ostdeutsche Herkunft

Ich bin in der DDR, der Deutschen Demokratischen Republik aufgewachsen und war 16 Jahre alt, als die Mauer fiel, und 17 Jahre alt als die Wiedervereinigung vollzogen wurde. Im Artikel 5 der Verfassung der DDR hieß es: „…Die Bürger der Deutschen Demokratischen Republik üben ihre politische Macht durch demokratisch gewählte Volksvertretungen aus…“… Der Name DDR beinhaltet das Wort Demokratie… Wahlen in der DDR… Ich sehe frühere Bilder aus Zeitungen vor mir… Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie Demokratie in der Schule vermittelt wurde…, oder ob sie gar verschwiegen wurde… Es wurde ja eine Menge in diesem Land verschwiegen…

Demokratie war immer ein Bestandteil meines Lebens. Für mich war sie immer da. Aber wie wenig das stimmt, habe ich erst verstanden, als es die DDR nicht mehr gab, als ich aufgehört habe, die DDR mit meinen naiven Kinderaugen zu betrachten.

Das Deutsche Historische Museum hat in Kooperation mit Tanja Praske die Blogparade Was bedeutet mir die Demokratie? #dhmDemokratie ins Leben gerufen. Zahlreiche, sehr spannende Beiträge sind bereits erschienen.

Demokratie – was ist das?

Demokratie (von altgriechisch δημοκρατία ‚Herrschaft des Staatsvolkes‘; von δῆμος dēmos „Staatsvolk“ und altgriechisch κρατός kratós „Gewalt“, „Macht“, „Herrschaft“) bezeichnet heute Herrschaftsformen, politische Ordnungen oder politische Systeme, in denen Macht und Regierung vom Volk ausgehen (Volksherrschaften). Dieses wird entweder unmittelbar (direkte Demokratie) oder durch Auswahl entscheidungstragender Repräsentanten an allen Entscheidungen, die die Allgemeinheit verbindlich betreffen, (repräsentative Demokratie) beteiligt.[1] In demokratischen Staaten und politischen Systemen geht die Regierung durch politische Wahlen aus dem Volk hervor. (Wikipedia, Mai 2019)

Wodurch kennzeichnet sich Demokratie eigentlich aus?

Typische Merkmale einer modernen Demokratie sind freie Wahlen, das Mehrheits- oder Konsensprinzip, Minderheitenschutz, die Akzeptanz einer politischen Opposition, Gewaltenteilung, Verfassungsmäßigkeit, Schutz der Grundrechte, Schutz der Bürgerrechte und Achtung der Menschenrechte. Da die Herrschaft durch die Allgemeinheit ausgeübt wird, sind Meinungs- und Pressefreiheit zur politischen Willensbildung unerlässlich. Viele der existierenden Demokratien sind außerdem Republiken. (Wikipedia, Mai 2019)

Ja, Demokratie, das haben wir in der DDR nicht gelernt. Aber war uns das bewusst? War es allen bewusst? Mir nicht; und in dieser Deutlichkeit wird es mir heute erst klar: Ich bin nicht mit einer gelebten Demokratie und mit dem gelebten Recht einer freien Meinungsäußerung aufgewachsen. Ich habe die Möglichkeit, seit meiner Volljährigkeit wählen zu gehen, immer genutzt. Ich lebe schon einen Großteil meines Lebens in und mit der Demokratie und damit, meine Meinung frei äußern zu dürfen. Doch ich gebe zu, das wurde für mich schnell selbstverständlich.

Dies veränderte sich, je mehr ich begann, tiefere und vor allem persönlichere Fragen zu stellen, als ich begann, mich mit meiner ostdeutschen Herkunft und auch mit meiner eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Die Linie zieht sich über die Zeit des Nationalsozialismus und den 2. Weltkrieg, über die vierzig Jahre DDR, über den Mauerfall und über die Wiedervereinigung bis heute, dreißig Jahre nach dem Ende der DDR… Auf vielen Ebenen gibt es Themen, die bis heute nicht einmal ansatzweise betrachtet wurden, geschweige denn aufgearbeitet.

 

Was steckt in uns? Was hat uns geprägt,
das uns heute noch so große Angst macht?

Angst vor dem Unbekannten
Angst vor Veränderung
Angst vor Verunsicherung
Angst vor Vielfalt
Angst vor Konflikten
Angst vor Problemen
Angst vor Irritation
Angst vor Gefühlen
Angst vor Freiheit
Angst vor Demokratie
Angst Angst Angst Angst

Mit der Angst lässt sich Geschäfte machen.
Mit der Angst lässt sich Politik machen.
Die Angst zieht mediale Aufmerksamkeit auf sich.

 

 

Wovor haben wir Angst? Wovor will uns unsere Angst eigentlich schützen?
Wo kommt unsere Angst her? Wo liegen ihre Wurzeln?…

 

Es war bei Weitem nicht einfach für mich, meinen Blick dafür zu öffnen, dass meine Ängste auch mit Politik zu tun haben, dass sie eng mit dem Nationalsozialismus, dem 2. Weltkrieg, der DDR, dem Fall der Mauer, der Wiedervereinigung und meinen Auseinandersetzungen damit verbunden sind… Diesen Ängsten konnte ich mich irgendwann nicht mehr verschließen… So erkenne ich mehr und mehr die Bezüge und Verbindungen vom Persönlichen, zum Gesellschaftlichen und Politischen. Als Demokratie für mich selbstverständlich war, habe ich mich aus vielen versteckten Gründen, von der Politik und auch von der Gesellschaft abgegrenzt. Doch mehr und mehr lösten sich meine inneren Grenzen auf…

Ich habe erfahren, wie es ist, Angst als Wegweiser zu betrachten. Angst kann eine Tür sein, durch die wir gehen können… Es ist eine große Herausforderung und fühlt sich nicht unbedingt gut an. Aber durch dieses Nadelöhr zu gehen, eröffnet Entwicklungsmöglichkeiten. Wir können innerlich wachsen…

 

Verdammt nochmal, wir haben ‚ne ganze Menge aus unserer Vergangenheit zu lernen!

 

 

Bevor ich die ersten Fotografien aus der Serie „rechts“ veröffentlichte, hier im gleichnamigen Blogbeitrag, spürte ich die Angst in mir aufsteigen, die Angst vor der Sichtbarkeit, die Angst davor, öffentlich Stellung zu beziehen, die Angst, mich politisch zu äußern, die Angst, dass meine Provokation nach hinten los geht, die Angst, dass ich zu sehr schocken würde, die Angst, Angst, Angst…

 

Doch es ist verdammt nochmal, meine Aufgabe,
was ich sehe, was ich fühle öffentlich zu zeigen,
damit zu berühren und ja, auch aufzuwühlen!
Ich bin Künstlerin.

 

 

Wir erleben weltweit einen stärker werdenden und gesellschaftsfähigeren Druck von rechts. Die aktuellen Ergebnisse zur Europa-Wahl zeigen es… Das wissen wir. Doch wie sehr der Druck von rechts außen wächst, das bekommen wir mehr und mehr auch zu spüren. Ja, wir müssen uns Sorgen machen!

 

Ja, wir müssen aufstehen! Ja, wir müssen aktiv werden!

 

Schaut Euch nur mal allein die aktuellen Einschränkungen der freien Meinungsäußerung und der Freiheit der Kunst an:

…Die Kunstfreiheit sei immer die erste, die von autoritären Strömungen angegriffen werde, sagt Sara Baban. Aber nicht die letzte: „Es geht nicht nur um Kunst und Künstler, es geht darum, als Mensch frei in einer freien Gesellschaft zu sein.“… (Deutschlandfunk Kultur, Mai 2019)

 

Behalten wir die Kunst im Auge!
Davon hängt unsere Demokratie ab! Davon hängt unsere Freiheit ab!

 

Die Kunst ist eng mit der Demokratie verbunden. Kunst und Demokratie gehen nur miteinander. Die Kunst ist der Gradmesser, der Sensor der Demokratie.

Die Aufgabe von Kunst ist es, Stimmungen wahrzunehmen, Empfindungen auszudrücken, zu irritieren und ja, auch zu provozieren, um Diskussionen anzuregen. Kunst darf und muss die Gesellschaft, die Politik im Blick behalten, sie hinterfragen und auch kritisieren.… Kunst setzt sich mit Themen auseinander. Gleichzeitig hat Kunst die Macht zu verbinden, zu vermitteln, vorzuleben…

 

 

Wir sind an einem Punkt, an dem wir uns deutlich fragen müssen: Wie wollen wir leben? Was müssen wir dafür tun? Meine Antwort ist die Freiheit! Meine Antwort ist die Kunst! Meine Antwort ist die Demokratie! Und ja, all das erfordert Mut und Verantwortung.

 

Lasst uns mutig sein! Lasst uns die Verantwortung übernehmen!

 

***

Wie viel Kreativität steckt in Dir?

Wie viel Kreativität steckt in Dir?

Wie viel Kreativität steckt in Dir? Wie viel Kreativität steckt in mir? Gedanken und Impulse…

Spontan erinnere ich mich an einen Wochenendworkshop vor mehreren Jahr, in dem es um Unschärfe als Stilmittel in der Fotografie ging. Ich weiß noch, wie beeindruckt ich von der Kreativität war, die aus den Menschen hervor kam, vor allem, weil sie selbst nicht damit gerechnet hatten. Da habe ich sehr gestaunt und mich auch gefragt, wie viel unentdeckte Kreativität in den Menschen wohl schlummert und wie viel Kreativität in jedem von uns stecken mag…

 

Neuland**, Collage, (c) Doreen Trittel

Neuland***, Collage, (c) Doreen Trittel

 

Als Künstler und Künstlerin werden heute die in der Bildenden Kunst, der Angewandten Kunst, der Darstellenden Kunst sowie der Literatur und der Musik kreativ tätigen Menschen bezeichnet, die als Arbeiten bezeichnete Erzeugnisse künstlerischen Schaffens hervorbringen. Diese werden umgangssprachlich als Kunstwerke bezeichnet. Die Summe aller Arbeiten eines Künstlers wird als sein Werk bezeichnet… (Wikipedia, Mai 2019)

Ich lebe von und mit der Kreativität

…in meiner Arbeit als Künstlerin, Bloggerin und Impulsgeberin. Und als Impulsgeberin habe ich mir überlegt, dass ich diesen Blogbeitrag fragmentarisch mit ein paar Impulsen zum Thema Kreativität gestalte. Schau Dich gern bei den anderen Blogbeiträgen zur Blogparade Kreativität im Business von Eva Peters Onlinekurse Kompass um. Dort findest Du konkrete Erfahrungen und Anregungen im Umgang mit Kreativität in Deinem Business. 

Mir begegnen

…immer wieder Vorurteile gegenüber Kreativität. Viele Menschen denken von sich selbst, dass sie nicht kreativ sind. Kein Wunder, wenn sich Kreativität oft auf den Kunstunterricht und konkreten Vorgaben konzentriert… Dabei ist Kreativität nicht  Künstler*innen, Schriftsteller*innen und Genies vorbehalten. Ich bin überzeugt davon, dass jede, jeder kreativ ist. 

Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, was neu oder originell und dabei nützlich oder brauchbar ist. Darüber hinaus gibt es verschiedene Ansätze, was Kreativität im Einzelnen auszeichnet und wie sie entsteht. (Wikipedia, 18.5.2019)

 

Im Blick**, Collage, (c) Doreen Trittel

Im Blick***, Collage, (c) Doreen Trittel

 

Ich kann für mich behaupten, dass Kreativität vieles für mich ist und vieles in mir bewirkt. Sie gibt mir Halt, sie begleitet mich durch tiefe Veränderungsprozesse, lässt mich wachsen und weiterentwickeln. Sie ist für mich eine wesentliche Möglichkeit, zu leben und mich auszudrücken. Darüber entstehen interessante Gespräche und ich merke, dass ich mitunter Themen anstoße, über die sonst wenig geredet wird. Ich wünsche mir, dass sich mehr Menschen öffnen und trauen, kreativ zu sein.

Kreativität braucht Mut.
Henri Matisse

 

Sich trauen**, Collage, (c) Doreen Trittel

Sich trauen***, Collage, (c) Doreen Trittel

 

Kürzlich habe ich in einem Video-Interview mit Ludowika Boemanns (Link zu meinem YouTube-Kanal) unter anderem über Kreativität gesprochen. Sie ist Business- und Mentalcoach und bezeichnet sich als Expertin für Klarheit und Struktur. Hier sind ein paar interessante Gedanken und Ansichten daraus:

 

Kreativität ist die höchste Form meines Seins.

Aus allem Wissen, was man hat, eine eigene Lösung zu erschaffen. Das ist eine hohe Form der Kreativität.

Kreativität ist auch mit verschiedenen Lebenssituationen umzugehen.

Wir sind kreativer als wir denken.

Ludowika Boemanns

 

Anmutig**, Collage, (c) Doreen Trittel

Anmutig***, Collage, (c) Doreen Trittel

 

Auch

…Managementsysteme beschäftigen sich mit der Kreativität von Führungskräften und der Kreativität von Mitarbeiter*innen in Unternehmen. Und im Zuge der Digitalisierung und in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz denke ich, dass die Kreativität von uns Menschen mehr und mehr in den Mittelpunkt rückt. Denn aus der Kreativität heraus, aus dem kreativen Denken und Tun entstehen Ideen und Innovationen.

Wir sind kreative Wesen. Der Mensch kommt als kreatives Wesen auf die Welt. Kreativität ist überlebensnotwendig. Daher sind wir durch und durch kreativ. Es steckt unglaublich viel Kreativität in uns, um meine Ausgangsfrage zu beantworten. Es liegt an uns, was wir davon leben können und tatsächlich leben.

 

In diesem Sinne wünsche ich Dir wunderbar beflügelnde Inspirationsfunken für Deine ganz persönliche Kreativität.

 

Zwischen drinnen**, Collage, (c) Doreen Trittel

Zwischen drinnen***, Collage, (c) Doreen Trittel

 

*** NEU: Wenn Du den Links hinter den Collagen folgst, kommst Du zu meinem neuen Shop bei Artflakes. Dort kannst Du Dir von den Collagen Abzüge fertigen lassen. Artflakes ist eine Plattform, mit Sitz in Leipzig, für „Hochwertige Kunstdrucke in vielen Ausführungen, individuell für Dich gefertigt und weltweit versandt.“ Noch bis Ende Juni 2019 kannst Du dort den Gutschein SPRING-2019 für einen Rabatt in Höhe von 15% einsetzen. Das Beitragsbild Keiner weiß findest Du unter diesem Link. Hier geht es direkt zu meinem Shop bei Artflakes**

Kunst machen und Bloggen – Geht das zusammen?

Kunst machen und Bloggen – Geht das zusammen?

Bevor ich dieser Frage auf den Grund gehe, möchte ich mich bei Katrin Hilger vom Blog Hilgericious – Luxus ist unsere Natur bedanken. Sie hat zu der Blogparade #blogswirken – die Blogparade für mehr Wertschätzung von Blogs aufgerufen. Selbstverständlich möchte ich mit meinen Erfahrungen und meinen Gedanken dazu beitragen.

Der Anfang und dann…

Meinen ersten Blogbeitrag schrieb ich im März 2007. Jetzt, in diesem Monat feiere ich meinen 12. Geburtstag als Bloggerin. Ich startete unter dem Pseudonym wortmeer, veröffentlichte Gedichte, kurze Texte und Fotografien. Ich erzählte von Ausstellungen, Ausflügen und anderem mehr. 2014 gründete ich mein Atelier für Erinnerung & Veränderung. Damit beendete ich meinen privaten Blog und auch meinen privaten Twitter-Account. Ich startete neu unter meinem realen Namen und mit @hehocra. hehocra setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Worte heri, hodie und cras, lateinisch für gestern, heute und morgen, zusammen.

 

Regenbogen, lila, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

Regenbogen, lila, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

 

Kunst und Blog – geht das?

Aber klar. Das siehst Du nicht nur hier bei mir. Ich bin Künstlerin, aber auch Bloggerin. Ich möchte Impulse geben, zum Nachdenken anregen, berühren. Dies versuche ich nicht nur mit Collagen, Fotografien, Installationen und Objekten, sondern auch mit Hilfe von Texten. Die Kunst steht in meinem Blog im Mittelpunkt. Da ist aber nicht nur meine Kunst, sondern da ist auch die Kunst von Künstlerkolleginnen, Ausstellungen, die ich besucht habe, Entdeckungen offline und online. Auch eigene Gedanken, Erinnerungen und Sichtweisen spielen in meinem Blog eine Rolle. Es sind vielfältige Beiträge aus meinem Atelier, mein Kunstblog. 

 

Regenbogen, blau, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

Regenbogen, blau, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

 

Blogger Mastermind

Vor zwei Jahren habe ich in der Blogger Mastermind 2017 von Daniela Heggmeier mitgemacht. Hier habe ich andere Bloggerinnen kennengelernt und mit ihnen ein Jahr lang intensiv zusammen gearbeitet. Wir haben uns ausgetauscht, Ideen entwickelt und uns gegenseitig unterstützt. Diese Zeit klingt bis heute wunderbar nach. Auch schätze ich den Austausch mit den Bloggerinnen, der bis heute andauert, sehr. Auch wenn wir unterschiedliche Themen haben, so beschäftigen uns doch ähnliche Herausforderungen.

Inspirierende Blogparaden

Ich nehme gern an Blogparaden teil und lasse mich von den jeweiligen Themen inspirieren. Besonders einprägsam und nachhaltig sind für mich diejenigen, die mit einem Austausch verbunden sind, die eine Vielfalt an Beiträgen hervorbringen und ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Hier einige Beiträge, die ich erstellt habe: Neugierig? – 13 Dinge über mich, von denen Du noch nichts weißt. | 7 Bücher, 3 Blogparaden und mehr persönliche Blogeinblicke | Die Grenze am Meer. Erinnerungen #dhmmeer | Wie betrachte ich Kunst #kultblick Über die beiden letzten Blogparaden bin ich Tanja Praske von Kultur, Museum, Talk begegnet. Sie organisiert gemeinsam mit Museen großartige Blogparaden.

28 Tage Content

Im Februar diesen Jahres habe ich das erste Mal jeden Tag einen Blogbeitrag veröffentlicht. Dies war eine bunte Mischung aus Erinnerungen und Kunst zum 30. Jahr des Mauerfalls. Gleichzeitig kamen mir meine Gedichte wieder in den Sinn und ich holte einige aus meiner Schublade hervor. 28 Tage Content war eine Aktion von Anna Koschinski, in der jede/r ihrer eigenen Herausforderung nachgehen konnte.

 

Regenbogen, grün, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

Regenbogen, grün, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

 

Kooperationen

Susanne Haun ist eine ganz besondere Künstlerkollegin von mir. Wir haben uns noch über meinen Blog wortmeer und dann bei ihrem ersten KunstSalon am Dienstag kennengelernt. Im vergangenen Jahr war ich im 16. KunstSalon zu Gast. Susanne und ich gestalteten nicht nur diesen Abend sondern auch eine gemeinsame Installation. Auch heute arbeiten wir an einem gemeinsamen Projekt, das aber noch im Hintergrund läuft. 

Sabine Küster vom MUSENLAND, Akademie für Biografisches und Kunst, habe ich über ihre Mail-Art-Aktion „…mir ist so daDa. im Kopf!“ kennengelernt. Seitdem genieße ich unsere gemeinsamen Projekte und gegenseitigen Inspirationen, den querdenkenden Austausch sehr. Daraus sind weitere, zahlreiche Kooperationen entstanden, beispielsweise: Ein neues Land erblickt die Welt.Kairos, Karma, Kismet – oder doch nur Zufall? | Der Osten, die bessere Welt. Ich im Musenland: Fluidum IV | Wer nicht fragt, bleibt dumm. 

Weitere gemeinsame Aktionen sind mit anderen Bloggerinnen und Unternehmerinnen entstanden. Zum Beispiel war ich bei Eleni Iatridi zu Gast: Kunst * Transfer *Weiterentwicklung. Maria Klitz habe ich für ihre Rubrik „Tabuthemen, Alltag und Kindheit früher“ ein Interview gegeben: Aufgewachsen… In meinem Blog durfte ich Dir unter anderem die Künstlerin Carla Pohl „Eine Brücke zwischen analog und digital„, den Eichhörnchenverlag „Wir müssen das jetzt sofort lesen„, die Künstlerin Eva Gjaltema „Vom Persönlichen zum Universellen“ vorstellen. In diesem Jahr spreche ich via Video mit verschiedenen Menschen: 30 Jahre Mauerfall: Video-Interviews.

Ich freue mich sehr über die verschiedenen Geschichten, in denen ich auch immer wieder Verbindendes und Gemeinsames entdecke. Das macht auch das Bloggen und der Austausch mit Dir und den anderen aus. Das bereichert mein Leben. Deshalb kann ich nicht mehr auf das Bloggen verzichten und möchte es auch gar nicht.

Demnächst möchte ich den Bereich Gastbeiträge ausweiten und auch die gute alte „Blogroll“ wieder aufleben lassen, wo ich andere Blogs gern empfehlen möchte.

 

Regenbogen, rot, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

Regenbogen, rot, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

 

Weshalb ist mir mein Blog wichtig und was hast Du davon?

Mein Leben ohne Bloggen? Das kann ich mir nicht mehr vorstellen. Wie andere Blogger*innen auch möchte ich gern meinen Beitrag für diese Welt leisten. Ich möchte Themen ansprechen, sie in die Öffentlichkeit bringen, die sonst kaum Beachtung finden. Ich möchte meine Kunst zeigen und die Geschichten dahinter erzählen. Ich sehe mich als Teil einer Gesellschaft, in die ich mich einbringen möchte. Ich habe etwas zu sagen und damit möchte ich Menschen berühren, ihnen Anregungen zu schenken und Impulse für Veränderungen gegen. 

Wenn Du neugierig und interessiert bist, wenn Du Inspiration und Mut gebrauchen kannst, dann bist Du bei mir genau richtig. In meinem Blog erzähle ich nicht nur die Geschichten hinter meiner Kunst, sondern auch aus meinen Erfahrungen und meinen Erkenntnissen. Ich gebe Dir Empfehlungen und lasse Dich an meinem Projekten, Ausstellungen und Gedanken teilhaben. In diesem Jahr, im 30. Jahr des Mauerfalls spielen dabei meine ostdeutsche Kindheit und meine Erfahrungen als Stasi-Kind eine zentrale Rolle. 

Ich schätze den Austausch mit Dir, als Leser*in, Künstler*in und Blogger*in sehr. Deine Kommentare, Gedanken und Fragen bereichern mich sehr. In den kommenden Monaten möchte ich alle Fragen von Euch zu meiner Geschichte und Auseinandersetzung damit beantworten. Das mache ich dann aber per Video. Mit meiner Interview-Reihe in diesem Jahr, habe ich dieses Medium für mich entdeckt. 

Aber keine Sorge. Mein Blog war, ist und bleibt meine Basis, mein Zuhause. Meine Social Media Kanäle auf Instagram, Twitter, Facebook und YouTube bleiben meine Bühnen, mit denen ich über meine Themen informiere und kurze Einblicke gebe. Schau gern dort vorbei und lass uns vernetzen.

 

Regenbogen, orange, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

Regenbogen, orange, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

 

Herzlich Willkommen! 

In meinem Blog heiße ich Dich herzlich Willkommen. Komm herein, schau Dich um, fühl Dich wohl und lass Dich inspirieren. 

Herzliche Grüße, Doreen

 

Regenbogen, gelb, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

Regenbogen, gelb, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

 

ps: Du möchtest einen eigenen Blog starten?

Dann sage ich: Unbedingt! Lass Dich nicht davon beirren, dass es schon viele andere Blogs gibt. Lass Dich nicht von den Zweifeln verunsichern, dass Dich niemand lesen wird. Das Gegenteil ist der Fall. Du bist einzigartig. Egal, über welches Thema Du schreiben möchtest, Du wirst es anders als alle anderen vermitteln. Nur zu! Fang an! Meine Learnings habe ich Dir in einem Beitrag zu meinem 10. Geburtstag als Bloggerin zusammengefasst: 

  1. Klarheit: Frage Dich, wer Du bist und was Du willst.
  2. Erfolg: Werde Dir klar darüber, was Du unter Erfolg verstehst.
  3. Treue: Sei und bleibe Dir selbst treu.
  4. Innehalten: Nimm Dir immer mal wieder Zeit, um Dir diese oder andere Fragen zu stellen.
  5. Loslassen: Trenne Dich von dem, was Dich aufhält.
  6. Hilfe: Hole Dir professionelle Unterstützung an Board.
  7. Vernetzen: Treffe Dich mit anderen Bloggerinnen und Bloggern.
  8. Kooperationen: Entwickle mit anderen Blogger*innen gemeinsame Ideen.
  9. Ausdauer: Lass Dich nicht entmutigen.
  10. Freude: Mach das, was Du tust, mit Freude.

Ich unterschreibe jeden Einzelnen auch heute. Mehr dazu hier: 10 Jahre Bloggerin – 10 Tipps für Dich.

Schreiben. Ja? Nein? – Mein Fazit nach 28 Tagen

Schreiben. Ja? Nein? – Mein Fazit nach 28 Tagen

Vielleicht

Müde.
Worte schreiben.
Ja? Nein?

Morgen.
Nicht mehr jetzt.
Ja? Nein?

Den Bogen spannen:
Vielleicht?

Schließ die Augen.
Heute: Gute Nacht.

2009, (c) Doreen Trittel

 

 

28 Tage Inhalte posten. 28 Blogbeiträge. 28 Tage schreiben, Bilder heraussuchen, Gedanken machen, suchen, auswählen, schreiben, schreiben… 28 Tage. Heute ist der 28. Tag, der letzte Tag.

Vielen Dank an Anna Koschinski. Sie ist die Initiatorin der Aktion 28 Tage Content. Hierfür hat sie im Februar täglich inspirierende Impulse, Anregungen und Tipps rund ums Schreiben bereitgestellt. Es lohnt sich, Annas Blog zu durchstöbern.

 

Tastatur, Bloggen, Schreiben

(c) Doreen Trittel

 

Geschichte & Gedichte

In diesem Jahr, dem 30. Jahr des Mauerfalls, wollte ich nicht nur einzelne sondern mehrere Blogbeiträge zu diesem Anlass posten. Hierfür hatte ich bereits vor, auch in mein persönliches Archiv zu gehen und Texte hervorzuholen, die ich noch nie veröffentlicht hatte. Dabei half mir mein Ziel, im Rahmen von #28tagecontent jeden Tag einen Blogbeitrag zu posten. Aber auch aktuelle Texte und Empfehlungen sind mit eingeflossen. Unerwartet waren für mich die Gedichte, die mir bei meiner Suche über den Weg liefen. Hier zeigte sich für mich der rote Faden: Gedichte aus und für Umbruchsphasen. Vielleicht steckst Du gerade in einer Veränderung und ich kann Dir damit ein wenig Mut machen und Kraft schenken.

Gestresst?

Weshalb habe ich bei dieser Aktion überhaupt mitgemacht? Das hat sich so manche, so mancher schon gefragt. Ich möchte es Dir gern beantworten. Bloggen bedeutet für mich nicht Stress. Das Bloggen gehört seit 2007 zu meinem Leben und ich kann es mir nicht mehr ohne vorstellen. Das Vergnügen, Dir zu schreiben, erfüllt mich mit großer Freude.

Aber ja, ich gebe zu, mitunter habe auch ich die ein oder andere Durststrecke. Aber selten mache ich eine Pause, denn irgendwo kommt dann doch unverhofft ein Inspirationsfunken daher geflogen. Und dann bin ich selbst erstaunt, was sich da mitunter so zeigt. Ähnlich wie beim Gestalten von Bildern, Installationen oder Serien. Ich habe eine Idee im Kopf, bin auf der Suche… bis sich dann etwas zeigt, das ich nicht unbedingt gesucht habe.

 

Tastatur, Bloggen, Schreiben

(c) Doreen Trittel

 

Gemeinsam

In Gemeinschaft zu Bloggen, im Austausch zu sein, das brauche ich zwischendurch. Dann genieße ich die Motivation, den Austausch und die Anregungen sehr. Wir haben unterschiedliche Themen und Inhalte, doch wir sind mit den ähnlichen Herausforderungen konfrontiert. Eine wichtige Begleiterin ist für mich nicht nur die Initiatorin Anna Koschinski, sondern auch meine Bloggerfreundin und Kollegin Astrid Grövert. Sie schrieb und veröffentlichte im Februar auf ihrem Blog die Serie „Singe deine Lebensmelodie“. Diese besteht aus Fragen und Übungen rund um Deine Stimme – Trust your inner sound.

 

Tastatur, Bloggen, Schreiben

(c) Doreen Trittel

 

Geschafft

Das Ziel, dass ich mir gesetzt und nach außen kommuniziert hatte, beflügelte mich, ins Tun zu kommen. Ja, zur Kreativität gehört auch Disziplin. So freue ich mich, dass ich 28 Beiträge fertigstellen konnte, die Dir Impulse, neue Sichtweisen oder Anregungen geben können.

Gespannt

Auf mich warten nach dem täglichen Bloggen Freiräume für andere Dinge. Ich freue mich aus offline Kreativsein. Das kam jetzt eindeutig zu kurz. Die Beiträge sind online, so dass Du sie Dir in Ruhe durchschauen und lesen kannst. Viel Freude beim Entdecken und Inspirieren lassen.

Ich freue mich, dass Du mit dabei warst. Herzliche Grüße, Doreen

 

Nelken, (c) Doreen Trittel

Dankeschön #dankbar #28tagecontent #28tc – (c) Doreen Trittel

 

 

28 Tage Content – Alle meine Beiträge:

28 – Schreiben. Ja? Nein? – Mein Fazit nach 28 Tagen

27 – Erleuchtung in der S-Bahn – Im Gespräch mit Harald Polzin #videointerview

26 – Zeitzeugin – ich

25 – Kairos, Karma, Kismet – oder doch nur Zufall? – Ein Gastbeitrag aus dem Musenland

24 – Halt finden im Fluss #gedicht

23 – Aus der Vergangenheit auftauchen #10minblog #collagen

22 – Alte Zeichen #gedicht

21 – „War schon froh, dass du mit dabei warst.“ #podcast

20 – ohne punkt und komma #kreativesschreiben

19 – Fragen an die Großeltern: Sei dennoch unverzagt #buch

18 – Der Weg des Schmetterlings #selbstporträts

17 – Das Leben, ein Experiment #gedicht #collage

16 – Sommer 1990 – die D-Mark und der Sternenhimmel

15 – Schreiben, schreiben und nochmals schreiben #kreativesschreiben #collagen

14 – Der 14. Februar – Bergfest

13 – Zukunft #gedicht

12 – Sommer 1989 – Menschen flüchten

11 – annehmen #gedicht

10 – Lang war die Nacht #gedicht #collagen

9 – Sommer 1985 – Immer bereit! #installation

8 – Verändertes Leben #gedicht

7 – Mich sehen #gedicht

6 – 3 Trompeterbücher mit 2 Widmungen – (keine) Erinnerungen

5 – Vor einem Jahr: 10.316 Tage

4 – Loslassen #gedicht

3 – Im Meer der Schichten #gedicht

2 – Schulfete war langweilig #installation

1 – Eine Reise: 28 Tage neue Inhalte.

Was für eine Reise. Ich freue mich auf den Nachklang…