Kunst machen und Bloggen – Geht das zusammen?

Kunst machen und Bloggen – Geht das zusammen?

Bevor ich dieser Frage auf den Grund gehe, möchte ich mich bei Katrin Hilger vom Blog Hilgericious – Luxus ist unsere Natur bedanken. Sie hat zu der Blogparade #blogswirken – die Blogparade für mehr Wertschätzung von Blogs aufgerufen. Selbstverständlich möchte ich mit meinen Erfahrungen und meinen Gedanken dazu beitragen.

Der Anfang und dann…

Meinen ersten Blogbeitrag schrieb ich im März 2007. Jetzt, in diesem Monat feiere ich meinen 12. Geburtstag als Bloggerin. Ich startete unter dem Pseudonym wortmeer, veröffentlichte Gedichte, kurze Texte und Fotografien. Ich erzählte von Ausstellungen, Ausflügen und anderem mehr. 2014 gründete ich mein Atelier für Erinnerung & Veränderung. Damit beendete ich meinen privaten Blog und auch meinen privaten Twitter-Account. Ich startete neu unter meinem realen Namen und mit @hehocra. hehocra setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Worte heri, hodie und cras, lateinisch für gestern, heute und morgen, zusammen.

 

Regenbogen, lila, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

Regenbogen, lila, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

 

Kunst und Blog – geht das?

Aber klar. Das siehst Du nicht nur hier bei mir. Ich bin Künstlerin, aber auch Bloggerin. Ich möchte Impulse geben, zum Nachdenken anregen, berühren. Dies versuche ich nicht nur mit Collagen, Fotografien, Installationen und Objekten, sondern auch mit Hilfe von Texten. Die Kunst steht in meinem Blog im Mittelpunkt. Da ist aber nicht nur meine Kunst, sondern da ist auch die Kunst von Künstlerkolleginnen, Ausstellungen, die ich besucht habe, Entdeckungen offline und online. Auch eigene Gedanken, Erinnerungen und Sichtweisen spielen in meinem Blog eine Rolle. Es sind vielfältige Beiträge aus meinem Atelier, mein Kunstblog. 

 

Regenbogen, blau, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

Regenbogen, blau, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

 

Blogger Mastermind

Vor zwei Jahren habe ich in der Blogger Mastermind 2017 von Daniela Heggmeier mitgemacht. Hier habe ich andere Bloggerinnen kennengelernt und mit ihnen ein Jahr lang intensiv zusammen gearbeitet. Wir haben uns ausgetauscht, Ideen entwickelt und uns gegenseitig unterstützt. Diese Zeit klingt bis heute wunderbar nach. Auch schätze ich den Austausch mit den Bloggerinnen, der bis heute andauert, sehr. Auch wenn wir unterschiedliche Themen haben, so beschäftigen uns doch ähnliche Herausforderungen.

Inspirierende Blogparaden

Ich nehme gern an Blogparaden teil und lasse mich von den jeweiligen Themen inspirieren. Besonders einprägsam und nachhaltig sind für mich diejenigen, die mit einem Austausch verbunden sind, die eine Vielfalt an Beiträgen hervorbringen und ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Hier einige Beiträge, die ich erstellt habe: Neugierig? – 13 Dinge über mich, von denen Du noch nichts weißt. | 7 Bücher, 3 Blogparaden und mehr persönliche Blogeinblicke | Die Grenze am Meer. Erinnerungen #dhmmeer | Wie betrachte ich Kunst #kultblick Über die beiden letzten Blogparaden bin ich Tanja Praske von Kultur, Museum, Talk begegnet. Sie organisiert gemeinsam mit Museen großartige Blogparaden.

28 Tage Content

Im Februar diesen Jahres habe ich das erste Mal jeden Tag einen Blogbeitrag veröffentlicht. Dies war eine bunte Mischung aus Erinnerungen und Kunst zum 30. Jahr des Mauerfalls. Gleichzeitig kamen mir meine Gedichte wieder in den Sinn und ich holte einige aus meiner Schublade hervor. 28 Tage Content war eine Aktion von Anna Koschinski, in der jede/r ihrer eigenen Herausforderung nachgehen konnte.

 

Regenbogen, grün, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

Regenbogen, grün, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

 

Kooperationen

Susanne Haun ist eine ganz besondere Künstlerkollegin von mir. Wir haben uns noch über meinen Blog wortmeer und dann bei ihrem ersten KunstSalon am Dienstag kennengelernt. Im vergangenen Jahr war ich im 16. KunstSalon zu Gast. Susanne und ich gestalteten nicht nur diesen Abend sondern auch eine gemeinsame Installation. Auch heute arbeiten wir an einem gemeinsamen Projekt, das aber noch im Hintergrund läuft. 

Sabine Küster vom MUSENLAND, Akademie für Biografisches und Kunst, habe ich über ihre Mail-Art-Aktion „…mir ist so daDa. im Kopf!“ kennengelernt. Seitdem genieße ich unsere gemeinsamen Projekte und gegenseitigen Inspirationen, den querdenkenden Austausch sehr. Daraus sind weitere, zahlreiche Kooperationen entstanden, beispielsweise: Ein neues Land erblickt die Welt.Kairos, Karma, Kismet – oder doch nur Zufall? | Der Osten, die bessere Welt. Ich im Musenland: Fluidum IV | Wer nicht fragt, bleibt dumm. 

Weitere gemeinsame Aktionen sind mit anderen Bloggerinnen und Unternehmerinnen entstanden. Zum Beispiel war ich bei Eleni Iatridi zu Gast: Kunst * Transfer *Weiterentwicklung. Maria Klitz habe ich für ihre Rubrik „Tabuthemen, Alltag und Kindheit früher“ ein Interview gegeben: Aufgewachsen… In meinem Blog durfte ich Dir unter anderem die Künstlerin Carla Pohl „Eine Brücke zwischen analog und digital„, den Eichhörnchenverlag „Wir müssen das jetzt sofort lesen„, die Künstlerin Eva Gjaltema „Vom Persönlichen zum Universellen“ vorstellen. In diesem Jahr spreche ich via Video mit verschiedenen Menschen: 30 Jahre Mauerfall: Video-Interviews.

Ich freue mich sehr über die verschiedenen Geschichten, in denen ich auch immer wieder Verbindendes und Gemeinsames entdecke. Das macht auch das Bloggen und der Austausch mit Dir und den anderen aus. Das bereichert mein Leben. Deshalb kann ich nicht mehr auf das Bloggen verzichten und möchte es auch gar nicht.

Demnächst möchte ich den Bereich Gastbeiträge ausweiten und auch die gute alte „Blogroll“ wieder aufleben lassen, wo ich andere Blogs gern empfehlen möchte.

 

Regenbogen, rot, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

Regenbogen, rot, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

 

Weshalb ist mir mein Blog wichtig und was hast Du davon?

Mein Leben ohne Bloggen? Das kann ich mir nicht mehr vorstellen. Wie andere Blogger*innen auch möchte ich gern meinen Beitrag für diese Welt leisten. Ich möchte Themen ansprechen, sie in die Öffentlichkeit bringen, die sonst kaum Beachtung finden. Ich möchte meine Kunst zeigen und die Geschichten dahinter erzählen. Ich sehe mich als Teil einer Gesellschaft, in die ich mich einbringen möchte. Ich habe etwas zu sagen und damit möchte ich Menschen berühren, ihnen Anregungen zu schenken und Impulse für Veränderungen gegen. 

Wenn Du neugierig und interessiert bist, wenn Du Inspiration und Mut gebrauchen kannst, dann bist Du bei mir genau richtig. In meinem Blog erzähle ich nicht nur die Geschichten hinter meiner Kunst, sondern auch aus meinen Erfahrungen und meinen Erkenntnissen. Ich gebe Dir Empfehlungen und lasse Dich an meinem Projekten, Ausstellungen und Gedanken teilhaben. In diesem Jahr, im 30. Jahr des Mauerfalls spielen dabei meine ostdeutsche Kindheit und meine Erfahrungen als Stasi-Kind eine zentrale Rolle. 

Ich schätze den Austausch mit Dir, als Leser*in, Künstler*in und Blogger*in sehr. Deine Kommentare, Gedanken und Fragen bereichern mich sehr. In den kommenden Monaten möchte ich alle Fragen von Euch zu meiner Geschichte und Auseinandersetzung damit beantworten. Das mache ich dann aber per Video. Mit meiner Interview-Reihe in diesem Jahr, habe ich dieses Medium für mich entdeckt. 

Aber keine Sorge. Mein Blog war, ist und bleibt meine Basis, mein Zuhause. Meine Social Media Kanäle auf Instagram, Twitter, Facebook und YouTube bleiben meine Bühnen, mit denen ich über meine Themen informiere und kurze Einblicke gebe. Schau gern dort vorbei und lass uns vernetzen.

 

Regenbogen, orange, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

Regenbogen, orange, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

 

Herzlich Willkommen! 

In meinem Blog heiße ich Dich herzlich Willkommen. Komm herein, schau Dich um, fühl Dich wohl und lass Dich inspirieren. 

Herzliche Grüße, Doreen

 

Regenbogen, gelb, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

Regenbogen, gelb, Assemblage, 20x20cm, 2010, (c) Doreen Trittel

 

ps: Du möchtest einen eigenen Blog starten?

Dann sage ich: Unbedingt! Lass Dich nicht davon beirren, dass es schon viele andere Blogs gibt. Lass Dich nicht von den Zweifeln verunsichern, dass Dich niemand lesen wird. Das Gegenteil ist der Fall. Du bist einzigartig. Egal, über welches Thema Du schreiben möchtest, Du wirst es anders als alle anderen vermitteln. Nur zu! Fang an! Meine Learnings habe ich Dir in einem Beitrag zu meinem 10. Geburtstag als Bloggerin zusammengefasst: 

  1. Klarheit: Frage Dich, wer Du bist und was Du willst.
  2. Erfolg: Werde Dir klar darüber, was Du unter Erfolg verstehst.
  3. Treue: Sei und bleibe Dir selbst treu.
  4. Innehalten: Nimm Dir immer mal wieder Zeit, um Dir diese oder andere Fragen zu stellen.
  5. Loslassen: Trenne Dich von dem, was Dich aufhält.
  6. Hilfe: Hole Dir professionelle Unterstützung an Board.
  7. Vernetzen: Treffe Dich mit anderen Bloggerinnen und Bloggern.
  8. Kooperationen: Entwickle mit anderen Blogger*innen gemeinsame Ideen.
  9. Ausdauer: Lass Dich nicht entmutigen.
  10. Freude: Mach das, was Du tust, mit Freude.

Ich unterschreibe jeden Einzelnen auch heute. Mehr dazu hier: 10 Jahre Bloggerin – 10 Tipps für Dich.

Schreiben. Ja? Nein? – Mein Fazit nach 28 Tagen

Schreiben. Ja? Nein? – Mein Fazit nach 28 Tagen

Vielleicht

Müde.
Worte schreiben.
Ja? Nein?

Morgen.
Nicht mehr jetzt.
Ja? Nein?

Den Bogen spannen:
Vielleicht?

Schließ die Augen.
Heute: Gute Nacht.

2009, (c) Doreen Trittel

 

 

28 Tage Inhalte posten. 28 Blogbeiträge. 28 Tage schreiben, Bilder heraussuchen, Gedanken machen, suchen, auswählen, schreiben, schreiben… 28 Tage. Heute ist der 28. Tag, der letzte Tag.

Vielen Dank an Anna Koschinski. Sie ist die Initiatorin der Aktion 28 Tage Content. Hierfür hat sie im Februar täglich inspirierende Impulse, Anregungen und Tipps rund ums Schreiben bereitgestellt. Es lohnt sich, Annas Blog zu durchstöbern.

 

Tastatur, Bloggen, Schreiben

(c) Doreen Trittel

 

Geschichte & Gedichte

In diesem Jahr, dem 30. Jahr des Mauerfalls, wollte ich nicht nur einzelne sondern mehrere Blogbeiträge zu diesem Anlass posten. Hierfür hatte ich bereits vor, auch in mein persönliches Archiv zu gehen und Texte hervorzuholen, die ich noch nie veröffentlicht hatte. Dabei half mir mein Ziel, im Rahmen von #28tagecontent jeden Tag einen Blogbeitrag zu posten. Aber auch aktuelle Texte und Empfehlungen sind mit eingeflossen. Unerwartet waren für mich die Gedichte, die mir bei meiner Suche über den Weg liefen. Hier zeigte sich für mich der rote Faden: Gedichte aus und für Umbruchsphasen. Vielleicht steckst Du gerade in einer Veränderung und ich kann Dir damit ein wenig Mut machen und Kraft schenken.

Gestresst?

Weshalb habe ich bei dieser Aktion überhaupt mitgemacht? Das hat sich so manche, so mancher schon gefragt. Ich möchte es Dir gern beantworten. Bloggen bedeutet für mich nicht Stress. Das Bloggen gehört seit 2007 zu meinem Leben und ich kann es mir nicht mehr ohne vorstellen. Das Vergnügen, Dir zu schreiben, erfüllt mich mit großer Freude.

Aber ja, ich gebe zu, mitunter habe auch ich die ein oder andere Durststrecke. Aber selten mache ich eine Pause, denn irgendwo kommt dann doch unverhofft ein Inspirationsfunken daher geflogen. Und dann bin ich selbst erstaunt, was sich da mitunter so zeigt. Ähnlich wie beim Gestalten von Bildern, Installationen oder Serien. Ich habe eine Idee im Kopf, bin auf der Suche… bis sich dann etwas zeigt, das ich nicht unbedingt gesucht habe.

 

Tastatur, Bloggen, Schreiben

(c) Doreen Trittel

 

Gemeinsam

In Gemeinschaft zu Bloggen, im Austausch zu sein, das brauche ich zwischendurch. Dann genieße ich die Motivation, den Austausch und die Anregungen sehr. Wir haben unterschiedliche Themen und Inhalte, doch wir sind mit den ähnlichen Herausforderungen konfrontiert. Eine wichtige Begleiterin ist für mich nicht nur die Initiatorin Anna Koschinski, sondern auch meine Bloggerfreundin und Kollegin Astrid Grövert. Sie schrieb und veröffentlichte im Februar auf ihrem Blog die Serie „Singe deine Lebensmelodie“. Diese besteht aus Fragen und Übungen rund um Deine Stimme – Trust your inner sound.

 

Tastatur, Bloggen, Schreiben

(c) Doreen Trittel

 

Geschafft

Das Ziel, dass ich mir gesetzt und nach außen kommuniziert hatte, beflügelte mich, ins Tun zu kommen. Ja, zur Kreativität gehört auch Disziplin. So freue ich mich, dass ich 28 Beiträge fertigstellen konnte, die Dir Impulse, neue Sichtweisen oder Anregungen geben können.

Gespannt

Auf mich warten nach dem täglichen Bloggen Freiräume für andere Dinge. Ich freue mich aus offline Kreativsein. Das kam jetzt eindeutig zu kurz. Die Beiträge sind online, so dass Du sie Dir in Ruhe durchschauen und lesen kannst. Viel Freude beim Entdecken und Inspirieren lassen.

Ich freue mich, dass Du mit dabei warst. Herzliche Grüße, Doreen

 

Nelken, (c) Doreen Trittel

Dankeschön #dankbar #28tagecontent #28tc – (c) Doreen Trittel

 

 

28 Tage Content – Alle meine Beiträge:

28 – Schreiben. Ja? Nein? – Mein Fazit nach 28 Tagen

27 – Erleuchtung in der S-Bahn – Im Gespräch mit Harald Polzin #videointerview

26 – Zeitzeugin – ich

25 – Kairos, Karma, Kismet – oder doch nur Zufall? – Ein Gastbeitrag aus dem Musenland

24 – Halt finden im Fluss #gedicht

23 – Aus der Vergangenheit auftauchen #10minblog #collagen

22 – Alte Zeichen #gedicht

21 – „War schon froh, dass du mit dabei warst.“ #podcast

20 – ohne punkt und komma #kreativesschreiben

19 – Fragen an die Großeltern: Sei dennoch unverzagt #buch

18 – Der Weg des Schmetterlings #selbstporträts

17 – Das Leben, ein Experiment #gedicht #collage

16 – Sommer 1990 – die D-Mark und der Sternenhimmel

15 – Schreiben, schreiben und nochmals schreiben #kreativesschreiben #collagen

14 – Der 14. Februar – Bergfest

13 – Zukunft #gedicht

12 – Sommer 1989 – Menschen flüchten

11 – annehmen #gedicht

10 – Lang war die Nacht #gedicht #collagen

9 – Sommer 1985 – Immer bereit! #installation

8 – Verändertes Leben #gedicht

7 – Mich sehen #gedicht

6 – 3 Trompeterbücher mit 2 Widmungen – (keine) Erinnerungen

5 – Vor einem Jahr: 10.316 Tage

4 – Loslassen #gedicht

3 – Im Meer der Schichten #gedicht

2 – Schulfete war langweilig #installation

1 – Eine Reise: 28 Tage neue Inhalte.

Was für eine Reise. Ich freue mich auf den Nachklang…

Schreiben, schreiben und nochmals schreiben

Schreiben, schreiben und nochmals schreiben

 

Schreib-Beginn

innehalten
zur Ruhe kommen
sich besinnen
dem Innersten zuwenden
die Welt vergessen
wie bei einem guten Roman
ganz bei sich sein
Schreibfreude
Mut & Neugier
sich selbst vertrauen
mit Selbstvertrauen

 

Schreib-Fluss

scheinbar wirr
dennoch schreiben, schreiben
die Worte lesen, ihnen nachfühlen
welche Zeilen ziehen den Blick auf sich?
ihnen nachforschen, schreiben
schreiben, was auch immer daraus entsteht
ein Gedicht, eine kurze Geschichte
oft liegen Tage, Wochen, sogar Jahre dazwischen
den Text aus der Schublade holen, spielen
suchen nach Fragen, sie stellen, Antworten finden
den eigenen Weg gehen

 

Collagen auf Seiten eines BGB-Kommentars, je 16x57 cm, 2016 (c) Doreen Trittel

Collagen auf Seiten eines BGB-Kommentars, je 16×24 cm, 2016 (c) Doreen Trittel

 

Schreib-Angst

von nagenden Gedanken geplant
sie verstoßen, nicht hören
nicht auf den Grund gehen
erst recht nicht schreiben, keine Ziele
dann stehen sie da, schwarz auf weiß
sind die Gefühle fixiert, verortet, ans Tageslicht gebracht
was holt der Stift hervor? Angst
Wunschtraum: weiß das Blatt, unschuldig, schneeweiß
doch die Worte fließen
der Stift gleitet
er schreibt und schreibt

 

Schreib-Ziel

schreiben allein
oder mit anderen
den roten Faden finden
der Poesie des Lebens folgen
bis auf den Grund des Meeres
Erinnerungen, Erfahrungen
ihnen die Hand reichen
begleitet vom Licht
aufsteigen federleicht
gewachsen
befreit

2007, (c) Doreen Trittel

 

Schreiben für…, Collage auf einer Seite eines BGB-Kommentars, 16x24cm, 2016, (c) Doreen Trittel

 

***

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Blogaktion 28 Tage Content von Anna Koschinski.

Der 14. Februar – Bergfest

Der 14. Februar ist für mich nicht der Valentinstag. Davon halte ich nichts. In diesem Jahr bedeutet der 14. Februar für mich, dass die Hälfte der Aktion 28 Tage Content geschafft ist. Ich hatte mir hierfür vorgenommen, jeden Tag einen Blogbeitrag zu veröffentlichen. Den heutigen Tag möchte ich dafür nutzen, um kurz innezuhalten, diese Tage Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf die zweite Hälfte zu wagen.

 

Tulpen weiß, 2016, (c) Doreen Trittel

Tulpen weiß, 2016, (c) Doreen Trittel

 

Abgetaucht

Für die Beiträge in den letzten Tagen bin ich tief in mein Archiv abgetaucht, wörtlich – naja mitunter auch bildlich – gesprochen. Dort schlummern Textfragmente, Erinnerungsschnipsel, Ideen und Gedichte. Ich habe den Staub der Jahre von den Zeilen gewischt, hier und da etwas umformuliert bzw. einen neuen Kontext hergestellt.

Ausgelöst

Mit dabei waren Erinnerungen aus längst vergangenen Zeiten, die aber mit dem 30. Jahrestag des Mauerfalls wieder präsenter werden. Meine Erinnerungen waren Auslöser für die Auseinandersetzung in verschiedenen Installationen, Collagen, Texten und Fotografien.

Abgestaubt

Parallel dazu habe ich Gedichte aus einer anderen Zeit meines Lebens hervorgeholt. Diese Zeilen stammen aus einer Phase persönlicher Umbrüche. Sie haben mir damals große Zuversicht geschenkt. Dies möchte ich gern an Dich weitergeben.

Aufgetaucht

Ein paar Inhalte aus meinem Archiv habe ich noch. Diese folgen in den nächsten 14 Tagen. Ich werde die Mischung der Inhalte und der Beitragslängen beibehalten. Das ein oder andere Kunstwerk möchte noch vorgestellt bzw. seine Geschichte erzählen dürfen. Ebenso Bücher, die ich Dir empfehlen kann. Die Sammlung der Gedichte aus und für Umbruchsphasen möchte ich gern um weitere Zeilen erweitern. Da ich nach dieser Halbzeit etwas die Kraft verliere bzw. einen Durchhänger habe, widme ich mich auch dem Thema Schreiben. Aber keine Sorge. Solche Durststrecken gehören dazu. Ich kenne sie schon.

 

Tulpen weiß, 2016, (c) Doreen Trittel

Tulpen weiß, 2016, (c) Doreen Trittel

 

Dankesehr

Ich freue mich, dass Du mit dabei bist. Wenn Du wünsche für Blogbeiträge oder Fragen an mich hast, die Du mir gern stellen möchtest, dann schreibe mir doch einfach im Kommentar oder eine direkte Nachricht.

Ich freue mich, mit der Teilnahme an der Aktion von Anna Koschinski,Teil einer inhaltsreichen Gemeinschaft bin. Viele machen mit und entwickeln ihre eigenen Inhalte in unterschiedlichen Formaten.

 

Frühlingsgruß, 2016, (c) Doreen Trittel

Frühlingsgruß, 2016, (c) Doreen Trittel

 

Folgende Beiträge mit Texten, Installationen, Collagen und Fotografien sind bisher erschienen:

Schulfete war langweilig / Vor einem Jahr: 10.316 Tage / 3 Trompeterbücher mit 2 Widmungen / Sommer 1985 – Immer bereit! / Sommer 1989 – Menschen flüchten #30jahremauerfall

Im Meer der Schichten / Loslassen / Mich sehen / Verändertes Leben / Lang war die Nacht / annehmen / Zukunft #gedichte

Eine Reise: 28 Tage neue Inhalte – der Start

Verändertes Leben – Gedicht

verändertes Leben

Abschied in der
Hoffnung auf ein
Wiedersehen in
der Veränderung
im Fluss des Lebens
gemeinsam den
Weg oder allein
das Leben leben

verdrängen den
Schmerz akzeptieren
aushalten mit dem
Blick zum Licht
daran wachsen

durch sich selbst
vertrauen formen
anpacken handeln
sehnsüchtig
mit viel Energie

pause ausruhen
in sich kehren
bereit für den
Lauf des Lebens
Träume Ziele
mit der Vergangenheit
vereint neugierig
heute Zukunft

2007, © Doreen Trittel

 

Blüte mit Blütenblatt, (c) Doreen Trittel

Blüte mit Blütenblatt, (c) Doreen Trittel

 

Vor einem Jahr: 10.316 Tage

Im vergangenen Jahr, am 5. Februar 2018, war der Tag, an dem die Mauer auf den Tag genau 10.316 Tage stand und genauso viele Tage nicht mehr.

Wenn Du mehr dazu lesen und schauen möchtest, dann klick Dich gern in meinen Beitrag: Welch ein Wendepunkt: #10316 Tage.

 

Berliner Mauer 03, (c) Doreen Trittel

 

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Dieser Artikel erscheint im Rahmen der Blogaktion 28 Tage Content von Anna Koschinski. Gleichzeitig ist er ein Teil meiner Aktionen rund um das Jubiläum 30 Jahre Mauerfall.

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