Vitrine der Fundstücke | 0318

Vitrine der Fundstücke | 0318

Heute habe ich wieder ein paar Fundstücke rund um Kunst, Inspiration und Nachdenkliches zusammengetragen. Viel Spaß beim Stöbern. Los geht’s:

Das sommerliche Wetter lädt zu Ausflügen ins Berliner Umland ein. Da lohnt sich ein Abstecher nach Brandenburg in die Kunsthalle Brennabor. Dort findest Du eine Vielzahl besonderer Kunstwerke unter dem Titel MARK. Mit dabei sind Sabine Küster, Christiane Bergelt und Carla Pohl. Beide erstgenannten bieten auch inspirierende Workshops im Rahmen des Begleitprogramms. Carla und Sabine habe ich Dir in meinem Blog bereits vorgestellt – Carla Pohl Eine Brücke zwischen analog und digital, Sabine Küster – Ein neues Land erblickt die Welt.

Daran möchte ich noch auf einen neuen Blogbeitrag von Sabine Küster im Musenland – Akademie für Biografisches & Kunst aufmerksam machen. Mit ihrem Interviewprojekt sammelt sie biografische Begegnungen. Hier mit der Künstlerin Susanne Haun: FLUIDUM II.

 

Neuland. Collage, 10x15 cm, 2018, (c) Doreen Trittel

Neuland. Collage, 10×15 cm, 2018, (c) Doreen Trittel

 

Ein Schwerpunkt meiner künstlerischen Arbeiten bezieht sich ja auf meine ostdeutsche Herkunft. Gern stelle ich mich als Deutsche mit ostdeutschem Migrationshintergrund vor. Dies führte schon zu interessanten Diskussionen. Nun wurde ein interessanter Artikel veröffentlicht, der genau dies thematisiert. Prof. Naika Foroutan sagt: Ostdeutsche sind auch Migranten.  Hieraus möchte ich dieses Zitat hervorheben:

…Ostdeutsche sind irgendwie auch Migranten: Migranten haben ihr Land verlassen, Ostdeutsche wurden von ihrem Land verlassen. Das setzt ähnliche Prozesse in Gang,… Wir brauchen zukünftig mehr strategische Allianzen. Diese Kämpfe gegen die Ungleichheit kann man nicht alleine gewinnen.

Der folgende Artikel bezieht sich auf diese Aussage und fragt: Sind Ossis auch nur Migranten? Interessant und nachvollziehbar. Nur dem Aufruf am Ende möchte ich nicht folgen, weil er sich der gleichen Mittel bedient, die vorher kritisiert wurden. Aber diesen Gedanken nehme ich mit:

…wie wäre es denn mal mit gegenseitigem Verständnis?

Eine andere Sicht auf diese Diskussion bringt dieser Artikel: Der Tag, an dem ich Ostdeutscher wurde. Der Schriftsteller Klaus-Rüdiger Mai hatte sich selbst bisher nicht als Ostdeutscher gesehen.

Ost – West mal anders: Da empfehle ich Dir gern Kathrin Scheurich von Stadtnatur Berlin. Im Rahmen des Events “Langer Tag der Stadt Natur” erhältst Du am 17. Juni 2018 faszinierende Einblicke: Ost-West-Romanze – Kräuterführung und anschließende Weinprobe. Ich selbst habe Kathrin schon mehrmals im Tiergarten folgen dürfen und bin immer wieder fasziniert, was es schönes in der Stadt zu entdecken gibt.

 

Sommer. Collage, 10x15 cm, 2018, (c) Doreen Trittel

Sommer. Collage, 10×15 cm, 2018, (c) Doreen Trittel

 

Vor einigen Wochen wurde wieder der Muttertag gefeiert, den ich und andere in meinem Umfeld nicht feiern. Hier gibt es einen kurzen, interessanten Blick in die Geschichte, zum Ursprung dieses Feiertages: Muttertag – ein kritischer Rückblick in das Jahr 1923. Gastbeitrag von Katharina Schulze. Danke für diesen guten Beitrag inzwischen der Flut aus Kommerz.

“…An diesem Tag sollte die Familie der Mutter danken, die still und unermüdlich ihre Arbeiten verrichtet und immer bereit ist, die Bedürfnisse der Familienmitglieder zu befriedigen…”

 

In ihrer Herangehensweise und Inspiration an schwierige (Familien)Themen hat mich diese künstlerische Arbeit sehr beeindruckt und berührt: Psychische Krisen: „Heilung beginnt mit einer radikalen Akzeptanz der eigentlichen Wunde“ von Silvia Follmann. Sie stellt die Fotografin Kirsten Becken und ihre Serie vor: „’Seeing Her Ghosts’ war ein therapeutischer Prozess für meine Mutter, meinen Vater und mich.”

Wir sollten wissen, dass wir Angst haben sollten – Diesen Artikel möchte ich Dir gern ans Herz legen. Er beschäftigt sich mit dem Interesse an unserer Angst.

 

Keiner weiß. Collage, 10x15 cm, 2018, (c) Doreen Trittel

Keiner weiß. Collage, 10×15 cm, 2018, (c) Doreen Trittel

 

Ein passender Übergang zur  D S G V O  fällt mir heute nicht ein. Aber im Vergleich zu den menschlich Herausfordernden und tief berührenden Themen kommt die  D S G V O  für die meisten nervig, für viele auch angstmachend, daher. Ich finde die Umsetzung auch schwierig und war in den letzten Wochen und Monaten umfassend damit beschäftigt. Aber ich finde auch gut daran, dass der Schutz unserer Daten zum Thema gemacht wurde und uns alle dafür sensibilisiert. Ich möchte an dieser Stelle nicht ausführlich darauf eingehen. Du kannst alles in meiner  D a t e n s c h u t z e r k l ä r u n g  hier nachlesen. Nach außen habe ich auch einiges umgestellt, z.B. das Abo für die Kommentare zu einem Blogbeitrag entfernt. Vielleicht fällt es Dir auf, vielleicht aber auch nicht. Jetzt nutze ich die freie Zeit, um mich wieder meinen eigentlichen Arbeiten zu widmen.

Die letzten Vorbereitungen laufen. Am kommenden Samstag gebe ich meinen – ersten – COLLAGEN-WORKSHOP:

„DIE SCHÖNHEIT DER KUNST UND IHRE FÄHIGKEITEN“ AM 2.JUNI, 14-18 UHR 

Lasst uns das Leben feiern im gemeinsamen Kreativsein feiern und dies in in einer selbst gefertigten Collage ausdrücken. Erfahre in netter und lockerer Runde, wie aus der Zerstörung durch Reißen und Schneiden etwas wundervoll Neues durch Gestalten und Kleben entstehen kann – ganz Intuitiv und nach Herzenslust, allein durch Dein Tun. Wenn Du magst, kannst Du gern persönliche Materialien, wie zum Beispiel Fotos, Papier oder Stoffreste, mitbringen. Zeitschriften, Schere und Kleber sind herzlich willkommen. Es sind keine künstlerischen oder handwerklichen Vorkenntnisse erforderlich.

In diesem Sinne herzliche Frühlingsgrüße voller Vorfreude, Doreen

Pfingstrose, (c) Doreen Trittel

 

Vitrine der Fundstücke 02|18

Vitrine der Fundstücke 02|18

Kurz vor Ostern, dachte ich mir, wird es mal wieder Zeit für ein paar Fundstücke, die ich Dir gern über die Feiertage mit auf den Weg geben möchte. Vielleicht hast Du ja Zeit und Muße für einen Ausstellungsbesuch? Oder Du möchtest gern einen Film sehen? Dich einfach inspirieren lassen? …Am Ende habe ich noch ein Geschenktip – nicht nur für Ostern. Na dann, auf geht’s!

Bei meiner letzten Reise nach München, als ich bei den Mutgestaltern 1.0 zu Gast war, hatte ich die Gelegenheit, das Haus der Kunst zu besuchen. Dort ist noch bis zum 3. Juni 2018 die Ausstellung Procession der großartigen Künstlerin Kiki Smith zu sehen. Ich kann sie sehr empfehlen. Mich haben nicht nur die Figuren sondern insbesondere auch die Wandteppiche fasziniert.

 

Einblick in die Ausstellung "Procession" von Kiki Smith im Haus der Kunst, München, 2018, (c) hehocra

Einblick in die Ausstellung “Procession” von Kiki Smith im Haus der Kunst, München, 2018, (c) hehocra

 

Für Kurzentschlossene habe ich noch folgende zwei Ausstellungstipps, denn sie laufen jeweils nur noch bis zum 8. April 2018. Die FEMINISTISCHE AVANTGARDE der 1970ER-Jahre kann nach verschiedenen Stationen jetzt noch im ZKM, dem Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe besucht werden. Ich hatte die Gelegenheit die Ausstellung in London zu sehen und hier darüber geschrieben. Aber wie mir die Künstlerin Annegret Soltau auf Facebook verraten hat, ist die Ausstellung in Karlsruhe weitaus umfassender. In London waren die Räumlichkeiten für die kraftvollen Werke wahrlich etwas schmal. In der Kestnergesellschaft in Hannover sind zwei spannende Ausstellung auch nur noch bis zum 8. April 2018 zu sehen, die mich kürzlich beeindruckt haben. Da sind zum einen Plakate und Dokumentationen der guerrilla girls | the art of behaving badly. “Die Guerrilla Girls ist eine seit 1985 ursprünglich anonym operierende feministische Künstlerinnengruppe aus New York, deren Ziel es ist Sexismus und Rassismus in der Kunstwelt zu bekämpfen. Die Guerrilla Girls tragen Gorillamasken, um den Fokus auf ihr Handeln und Schaffen zu richten, nicht auf ihre Person als Individuen…” (Zitat aus Wikipedia). Zum anderen sind dort die beeindruckenden Malereien der Künstlerin christa dichgans | kein stillleben, Ihre Spielzeugbilder sind unglaublich faszinierend.

 

Einblick in die Ausstellung "christa dichgans | kein stillleben" in der Kestnergesellschaft, 2018, (c) hehocra

Einblick in die Ausstellung “christa dichgans | kein stillleben” in der Kestnergesellschaft, 2018, (c) hehocra

 

Am 20. April 2018 startet die Ausstellung The Cleaner mit der großen Performance-Künstlerin Marina Abramovic in der Bundeskunsthalle Bonn. Ich habe noch keine Reise planen können, aber ich hoffe, dass sich für mich die Gelegenheit ergeben wird, die Retrospektive besuchen zu können. Die Ausstellung Ulay Life-Sized in der Frankfurter Schirn hatte mich sehr beeindruckt. (Er und Marina Abramovic waren lange Zeit ein Paar und haben viele Aktionen zusammen umgesetzt.)

Falls es über die Ostertage schlechtes Wetter gibt, dann habe ich noch zwei Filmtipps für Dich: Die göttliche Ordnung und Suffragette – Taten statt Worte. Das Frauenwahlrecht wurde in Deutschland vor 100 Jahren eingeführt, 1918. Wie viel Mut es kostete, welche Hinternisse und Widerstände überwunden werden mussten, dazu geben die Filme einen kleinen, aber beeindruckenden Einblick. Wie selbstverständlich erscheint uns dieses Recht heute… Sich den Weg dieses hart erwirkten und erkämpften Rechtes vor Augen zu führen, halte ich gerade in heutigen Zeiten sehr wichtig… #wasfrauenfordern – nicht nur am 8. März

Wenn Du Mut für Deinen Weg gebrauchen kannst, Gleichgesinnte treffen möchtest, kann ich Die Mutgestalter 3.0 – Persönliche Geschichten am 19. April 2018 in München ans Herz legen. Ich blicke gern auf den ersten Abend dieser Reihe zurück, als ich dort meine Geschichte erzählen konnte. Die Inititiatorin und Gastgeberin Katharina Marevic Schmieder schafft mit ihren Gästen eine inspirierende Atmosphäre. Nur Mut!

 

Flyer HEALING, Paulina's friends, 2018, (c) hehocra

Flyer HEALING, Paulina’s friends, 2018, (c) hehocra

 

Seit kurzem bin ich mit mit einer kleinen feinen Auswahl einzelner Werke auf der Website der Concept Gallery Paulina’s friends vertreten: bitte hier entlang. PAULINA’S FRIENDS ist ein Erlebnis faszinierender Vielfalt und der Liebe für’s Außergewöhnliche: Concept Store für extravagante Mode, exklusives Design und zeitgenössische Kunst in Berlin Mitte. Ab der Woche nach Ostern bin ich im Rahmen der Ausstellung “HEALING” bis zum 30. Juni 2018 vor Ort in der Gartenstr. 114, 10115 Berlin mit einem Werk vertreten. Hierzu werde ich noch einen eigenen Blogbeitrag schreiben. Die Eröffnung ist zum Gallery Weekend am 26. April 2018. Wenn Du aber vorher schon mal schauen möchtest: Informationen findest Du in meiner Rubrik Aktuelles und direkt bei Paulina’s friends hier. …und schon mal vormerken: am 2. Juni 2018 gebe ich dort einen Collagen-Workshop.

 

Tulpen vor der Installation "Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen", 2018, (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Tulpen vor der Installation “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen”, 2018, (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Die Tulpen habe ich vor unserer gemeinsamen Installation fotografiert. Susanne hat sich davon inspirieren lassen und einzelne Blüten gezeichnet. Wunderschön: Doreens Tulpen in Rot, der Frühling hält Einzug – Zeichnung von Susanne Haun. Alle Informationen zu unserer Ausstellung findest Du in meinem letzten Blogbeitrag oder unter Aktuelles. Wir freuen uns auf Deinen Besuch. Am 5. April ist die nächste Möglichkeit.

Als Susanne mich beim KunstSalon vorstellte und davon sprach, dass wir uns über das Bloggen kennenlernten, viel mir ein, dass ich im März 2007 mit dem Bloggen begonnen habe. 11 Jahre. Welch eine Zahl. Das bringt mich dazu, wieder über die Zeit nachzudenken… Eine Rückschau mache ich dieses Mal nicht. Mein Beitrag 10 Jahre Bloggerin – 10 Tipps für Dich ist noch nicht lange her, denn meinen zehnten Geburtstag als Bloggerin hatte ich nämlich verschlafen 😉

 

Kinderbuch "Landtiere" vom Eichhörchenverlag mit Susanne Haun, (c) hehocra

Kinderbuch “Landtiere” vom Eichhörchenverlag mit Susanne Haun, (c) hehocra

 

Für kleine, aber auch große Kunstfreunde habe ich nun noch ein Tipp für Ostern oder andere besondere Anlässe oder auch einfach so: Der Eichhörnchenverlag publiziert wunderbare Kunstbücher für Babys und Kleinkinder. Bei diesem hier, “Landtiere” hat Susanne Haun die Bilder gezeichnet und gestaltet. Ich habe mich sehr gefreut, die sympathische Verlegerin Nina Schuchardt nun auch persönlich kennenzulernen. Ich finde ihr Konzept sehr spannend und die Bücher wunderschön.

Ich wünsche Dir wunderschöne Ostertage und

sende Dir sonnige Frühlingsgrüße, Doreen

Ein neues Land erblickt die Welt – Interview

Ein neues Land erblickt die Welt – Interview

Jetzt ist es raus: Das Geheimnis der Künstlerin und Autorin Sabine Küster. „Der größte erschlossene Vulkan Europas steht in Hessen: Der Vogelsberg,“ heißt es. Sabine Küster lebt zwar schon viele Jahre in Berlin, aber nun kann sie es nicht mehr verheimlichen, sie ist ein wahres Vulkangestein. Nun wissen wir auch, weshalb so wunderbare Ideen rund um Kunst, Sprache, Performances und Konzeption sprudeln. Jetzt hat Sabine Küster sogar ein neues Land hervorgebracht: das Musenland.

Das Musenland ist eine Akademie für Biografisches und Kunst. Es stehen bereits konkrete, Kunstprojekte, offene Begegnungsformate und Publikationen auf dem Programm. Ganz spontan habe ich der Gründerin des Musenlandes einfach mal ein paar Fragen gestellt, und sie hat mir genauso spontan geantwortet. Darüber freue ich mich sehr. Herzlichen Dank, Sabine. Bevor Du Dich aber wunderst, was die Fotos hier damit zu tun haben, ich verrate es Dir später und bitte Dich noch um ein paar Zeilen Geduld.

 

Ich bin alice* für's Musenland, (c) hehocra

Ich bin alice* 1 für’s Musenland, (c) hehocra

 

Sabine, Du lässt Dich, was ich großartig und immer wieder inspirierend finde, in keine Schublade packen. Wie stellst Du Dich und Deine Vielfalt den Menschen vor? Wie bringst Du Dein Tun auf den Punkt?

Liebe Doreen,

…die ausführliche Antwort:

Als Handlungsreisende in Sachen Sprache & Kunst ist die 1967 geborene Sabine Küster unterwegs. Performative Sichtung ist Ausgangspunkt, Prozess wie Ziel ihrer künstlerischen Arbeit, die aus Raum- und Objektinstallationen, Performances und Publikationen besteht. Ihre Themenschwerpunkte findet sie im Spannungsfeld von Raum, Sprache, Biografie und Körper.

Mit diesem – aus meiner letzten Ausstellung zitierten – Mini Artist Statement lege ich alle Karten auf den Tisch: ich kann und will mich nicht entscheiden zwischen Wort & Bild, Essay & Installation, Poem & Performance. Meine Kunst ist genährt von Sprache – meine Sprache ist verliebt ins künstlerische Spiel, in die Erweiterung der Dimensionen und Ausdrucksformen. Die Auseinandersetzung mit einem Wort – derzeit gerade das Wortpaar Fluide Identität – führt mich in immer absurdere Gedankenschleifen, die dann wiederum münden in die Idee für eine Objektreihe, aus der sich dann eine Intervention ergibt, die dazu einlädt Kunstanteilseigner*in zu werden. Experimentelle Schreiblabore – im Stile der Dadaist*innen – bringen mir das Material für neue Sprachexperimente, die wiederum in den Bau einer Installation oder in den Textfluss für eine Performance führen. Ich lege meine Biografie in Wort-Schubladen ab und baue aus ihnen das Bühnenbild für einen theatralischen Monolog…

Sorry, das passt nicht alles in eine einzelne Schublade und wenn doch, dann wäre diese Schublade sooo groß, dass bestimmt der Eine oder die Andere auf die Idee käme, strukturierende Zwischenwände einzubauen und nun ja, dann wäre es ja auch nicht mehr nur eine Schublade…

oder

…die Schmalspur-Antwort:

Kunst und Reisen (nach innen wie außen) sind meine Leidenschaften, die ich gerne vielfältig teile und die dann wundersamerweise ihr Eigenleben entwickeln. Upps…

oder

…die Nano-Nano-Antwort:

Ins Gelingen verliebt (frei nach Ernst Bloch).

 

Ich bin alice* für's Musenland, (c) hehocra

Ich bin alice* 2 für’s Musenland, (c) hehocra

 

Meine Leser.innen kennen Dich durch meine Teilnahme an Deiner Mail Art Aktion …mir ist so daDa im Kopf! und durch einen Gastbeitrag in Deinem Blog …wer nicht fragt, bleibt dumm. Wie schwer fiel es Dir, Dich von MusenTritt zu verabschieden, mit dem Du über zehn Jahre unterwegs warst, um zu neuen Ufern aufzubrechen?

Das ist ein wenig so wie mit den Schubladen…
MusenTritt war zu Beginn sehr ordentlich (!) konzipiert als Beratungsbüro für Künstler*innen und Kulturschaffende, aber dann, Jahr für Jahr, kam diese Geschichte mit dem Eigenleben zum Tragen: Ausstellungen, Kunst- und Literaturprojekte, Beratungen/Moderationen, wirbelnder Ideenaustausch, leidenschaftlichenWortgefechte, beflügelnde Reisen…

Für diese Fülle, die MusenTritt entwickelt hat, bin ich unendlich dankbar und beglückt und somit bekommt MusenTritt samt Muse und Zebra natürlich jetzt endlich ein eigenes Land und muss nicht länger in einem kleinen Büro Wände sprengen…

Es gab somit keinen Abschied von MusenTritt, nur eine freundliche Inklusion… wer sich regelmäßig im Musenland aufhält, wird auch ab und an das MusenTritt-Zebra vorbeigaloppieren sehen…Auslauf braucht es…das Künstler*innen-Herz.

 

Ich bin alice* für's Musenland, (c) hehocra

Ich bin alice* 3 für’s Musenland, (c) hehocra

 

Das tröstet mich, denn das MusenTritt-Zebra ist mir schon ans Herz gewachsen. Aber ich freue mich sehr auf das Musenland, denn es klingt sehr verheißungsvoll. Auf was dürfen wir uns freuen?

Auf faktische wie fiktive Biografien; eine Reise in Phantasiewelten, ein Erleben sich wandelnder Identitäten; ein Auftauchen unbekannter Lebensarten im heimischen Kosmos, Türen, die sich öffnen in Paralleluniversen; Zeitkapseln, die gesprengt werden…

Im Musenland sind wir viele(s):

~ feiern wir Fülle und Freiheit
~ stiften wir Verwirrung
~ bestaunen wir Wunder
~ legen und lesen wir Spuren
~ erleben wir untergründige Wandlung
~ spinnen wir in der Zukunft unsere Vergangenheit
~ reisen wir durch Raum und Zeit

Herzlich Willkommen!

 

...alice* für's Musenland 1, (c) hehocra

Ich bin alice* 4 für’s Musenland, (c) hehocra

 

Liebe Sabine, herzlichen Dank für dieses kleine Interview. Ich wünsche Dir und mit allen Interessierten eine bereichernde und anregende Erkundung des Musenlandes. Wie ich Dich kenne sind Spaß und Tiefgang garantiert.

Wer das Musenland gleich betreten und sich von ihm inspirieren lassen möchte, den empfehle ich dieses aktuelle Angebot von Sabine Küster, denn noch bis zum 31. Januar 2018 gibt es ein Frühbucher.innen-Rabatt. Sabine schreibt hierzu:

Strömung – Experimentelle Biografie-Arbeit (3-Monats-Fernkurs): Du möchtest Dich mit Dir selbst, Deiner Geschichte, Deinen Visionen/Träumen beschäftigen – spielerisch-neugierig-forschend? Du magst kreativ-künstlerisches Arbeiten, bist bereit zum Experiment? Du liebst kleine Herausforderungen, die den Alltag unterbrechen? Du bist bereit Dir ca. 5-8 Stunden Zeit/Woche zu gönnen für Dich und diesen Kurs? Dann gönne Dir die Strömung, bitte hier entlang.

Die Fotos hier sind Selbstporträts, Versuche, die ich im Rahmen der Ausschreibung von Sabine zu ihrem Vorhaben „…ich bin alice*“ gemacht hatte. Ich bin gespannt, wo und in welchem Kontext und mit welch anderen Beiträgen mein Foto dann zu sehen sein wird. Mach doch mit! Das geht noch bis zum 15. Februar 2018. Die Informationen findest Du hier: Ausschreibung I Fotoarbeiten ich bin alice*.

In diesem Sinne sende ich Dir heute viele Grüße von alice* aus dem Musenland… und von mir, Doreen

Vitrine der Fundstücke |0118

Vitrine der Fundstücke, by hehocra

 

Herzlich Willkommen in 2018. Ich wünsche Dir viel Gesundheit, Glück, Erfolg, Freude,  und Zufriedenheit. Ich hoffe, Du hattest wunderschöne und erholsame Feiertage sowie einen beschwingten Start ins Neue Jahr.

In meinem Blog möchte ich das junge Jahr mit meinen aktuellen Fundstücken beginnen. Ich lade Dich ein, mit mir zu stöbern und zu schauen. Fundstücke, das sind interessante Beiträge, die mir im Netz über den Weg geklickt sind, oder inspirierende Ereignisse, die ich Dir empfehlen möchte. Wenn Du spannende Tipps hast, die meine Leser.innen und mich interessieren können, dann immer her damit. Schreibe mir in den Kommentaren oder via Kontakt. Dankeschön.

 

Kreative Jahresrückblicke

Der Jahreswechsel bietet sich für kreative Rückblicke auf die vergangenen zwölf Monate an. Folgende rund um Kunst und Online finde ich empfehlenswert:

Das Magazin für Kunst und Leben monopol hat mitunter witzige und amüsante Kunst-Fails 2017 zusammengetragen. Darunter ist auch ein Video, wo eine Besucherin versehentlich ein Kunstwerk im Dominoeffekt umwirft. Ein weiterer Rückblick des Magazins fasst augenzwinkernde und anregende Zitate aus der Kunstwelt 2017 zusammen, zum Beispiel: “Kunst ist etwas, was dich für die Welt öffnet und zu dir selbst zurückbringt.“ (Isabelle Huppert)

Was war – was bleibt – was kommt? ist das Motto der Blogparade von Marit Alle. Die Beiträge sind insbesondere für Online-Unternehmer.innen interessant, da verschiedene Online.Unternehmerinnen Einblicke in ihr Jahr 2017 geben.

In diesem Zusammenhang möchte ich für Online-Aktive auch folgenden Podcast empfehlen. In meinem Beitrag zum Jahresübergang von 2017 nach 2018 hatte ich das Buch “Selbst-PR: Der goldene Weg zu mehr Sichtbarkeit und Erfolg” von Daniela Heggmeier genannt. Bei Martina Rehberg ist die wunderbare Unternehmerin und Autorin im Interview zu hören: #005 Endlich sichtbar. Wer selbst einen Blog hat und sich Inspirationen, Unterstützung und Austausch wünscht, dem empfehle ich die Mastermind Bloggers von Daniela Heggmeier. Ich bin noch bis Februar 2018 dabei und werde auch noch ausführlicher zu meinen bereichernden Erfahrungen berichten. Aktuell laufen die Anmeldungen für den Start ab März 2018.

Kurz am Rande: Ich gebe zu, so langsam komme ich auf den Geschmack vom Podcast-Hören. Wenn Du interessante Tipps rund um Kunst und ums Bloggen hast, dann immer gern her damit. Lieben Dank!

 

 

Aktuelle Ausstellungen

Wer in oder bei Bremen wohnt oder demnächst dort vielleicht zu Besuch ist, dem empfehle ich die feine Ausstellung Schlaf – Eine produktive Zeitverschwendung im Paula Modesohn-Becker Museum. Noch bis zum 4. Februar 2018 ist die vielfältige Kunst zu diesem Thema in der Böttcherstraße in Bremen zu sehen. Ich war kürzlich dort und kann sie nur empfehlen.

In dieser Woche, am 11. Januar 2018 eröffnet die Ausstellung Glaubenswelten. Religion aus vier Perspektiven in der Fotogalerie Berlin Friedrichshain. Dieses Event möchte ich Dir besonders ans Herz legen, denn die Ausstellung zeigt großartige Arbeiten meiner bekannten Künstlerkolleginnen Ana Bathe und Carla Pohl zusammen mit Fotografien von Serge J-F. Levy und Jana Ritchie. In der Ankündigung heißt es: „Zum Auftakt eines sehr politischen Ausstellungsjahres 2018 vereint die Fotogalerie Friedrichshain vier aktuelle Serien zum Thema Religion in einer Gruppenausstellung. Tauchen Sie mit den Fotografen*innen ein in unterschiedliche Glaubenswelten. Im Zentrum steht die Frage, wie Menschen unterschiedlichen Glaubens respektvoll miteinander umgehen.“

Foto vom Winterspaziergang, (c) hehocra

 

Interessante Ausstellungsankündigungen

Im noch jungen Barberini Museum in Potsdam war ich bisher leider noch nicht. Aktuell ist dort noch bis zum 4. Februar 2018 die Ausstellung „Hinter der Maske. Künstler in der DDR“ zu sehen. Ab dem 30. Juni kündigt das Museum einen großen Namen an: „Gerhard Richter. Abstraktion“

Die Bundeskunsthalle in Bonn hat bereits mit dem Ticketverkauf für eine international viel diskutierte Künstlerin begonnen: Marina Abramovic. Die Ausstellung mit dem Titel „THE CLEANER“ ist ab dem 20. April 2018 zu sehen.

Das Victoria and Albert Museum in London zeigt ab dem 16. Juni 2018 nicht nur die Kleidung sondern auch andere Zeugnisse aus dem Leben der weltbekannten Künstlerin Frida Kahlo: Making Her Self Up.

Hast Du eine interessante Ausstellung besucht oder von spannenden Ankündigungen gehört? So schreib mir doch. Ich freue mich immer über tolle Tipps! Schreibe mir in den Kommentaren oder via Kontakt. Ich freue mich.

 

Tasche vom Marie von Mallwitz Verlag, Foto by hehocra

Tasche vom Marie von Mallwitz Verlag, Foto by hehocra

 

Vielen Dank, dass Du mir bis hierin gefolgt bist. Da verrate ich Dir gern auch noch mein Motto für dieses Jahr, dass mir mit meiner neuen Tasche vom Marie von Mallwitz Verlag ins Haus geflattert kam: “Ich mute meiner Umwelt meine volle Größe zu.” …und mir selbst auch. In diesem Sinne wünsche ich Dir wunderbare zwölf Monate im Jahr 2018.

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Vitrine der Fundstücke, by hehocra

 

Heute wird es mal wieder Zeit für meine Fundstücke. Fundstücke, das sind interessante Beiträge, die mir im Netz über den Weg geklickt sind, oder inspirierende Ereignisse, die ich Dir empfehlen möchte. Wenn Du spannende Tipps hast, die meine Leser.innen und mich interessieren können, dann immer her damit. Schreibe mir in den Kommentaren oder via Kontakt. Dankeschön.

 

Beginnen möchte ich gleich mit dem Link zu meinem Gastbeitrag bei der Künstlerin Sabine Küster: Stellt Euch doch mal vor – Gastauftritt IX. …wer nicht fragt, bleibt dumm. Ich habe ein paar Fragen beantwortet, zumindest habe ich es versucht.

Faktor X – Gibt es eine Erfolgsformel für Kunst? – ein Artikel, der versucht, eine Antwort zu finden. Ich habe ihn interessiert gelesen. Habe ich mir doch kürzlich auch Gedanken über den Erfolg gemacht: Wir wollen ihn alle, den Erfolg!

“One day young” ist ein sehr berührender Bildband mit Fotografien von Jenny Lewis, die Frauen mit ihren sehr jungen, neugeborenen Kindern zu Hause porträtiert. Das Online-Fotomagazin Kwerfeldein hat die Fotografin interviewt. Das Buch wurde hier – Buchtipp – vorgestellt.

In einem Fernsehbeitrag der Sendung “KUNSCHT!” mit Denis Scheck bin ich auf die schottische Künstlerin Georgia Russell aufmerksam geworden. Sie fertigt faszinierende Arbeiten aus Büchern, und das mit einem Skalpell. Eine irre Technik. Live sind die Werke sicher nochmal beeindruckender.  Hier geht’s zum Porträt in der Mediathek des SWR.

Aufgrund einer unerwarteten und überraschenden Entdeckung können wir heute Bilder betrachten, die vor Jahrzehnten von Ruth Wolf-Rehfeldt getippt wurden, ja, mit der Schreibmaschine: Typewritings. Der Artikel porträtiert die Scheibmaschinen-Künstlerin aus der DDR, deren Arbeiten in diesem Jahr auch auf der Documenta in Kassel zu sehen waren.

Zum Abschluss habe ich noch zwei Tipps für Berlin:

“Das Kunstwerk im Bilderbuch” – Im Eichhörnchenverlag gestalten Künstler.innen Bücher für Babys und Kleinkinder. Susanne Haun hat den Anfang gemacht. Am 14.11.2017 präsentiert sie ihre Originale in einer Ausstellung und begrüßt Nina Alice Schuchardt vom Verlag zu ihrem 15. Salon. Du bist auch herzlich eingeladen. Ich werde den Salon besuchen und freue mich auf einen inspirierenden Abend.

In der Galerie “DasLabor” in Berlin Neukölln sind noch bis zum 17. November 2017 Arbeiten der Künstlerin Aino Onia und π aka Peter Ehrentraut zusammen mit den Bilderni von Nicolas Nicopol zu sehen. Die Ausstellung trägt den Titel: modern talking. Aino Onia wird täglich von Montag bis Freitag von 13 bis 14 Uhr live an ihrem Projekt “My first Million” weiterarbeiten. Unbedingte Empfehlung. Ich mag es sehr und bin immer wieder von der Idee, der täglichen und konsequenten Umsetzung und den Gedanken hinter dieser Arbeit beeindruckt. (Mit Aino Onia und Peter Ehrentraut bin ich in der Künstlergruppe “Kontrapunkt”.)

 

Hast Du anregende Tipps für mich? Schreibe mir in den Kommentaren oder via Kontakt. Ich freue mich.

Ein Gefängnis in der Nachbarschaft

In meinen vergangenen Beiträgen habe ich viel von der Ausstellung “Macht der Erinnerung” geschrieben. Heute möchte ich Dir gern ein wenig mehr von dem spannenden Ort, dem ehemaligen Frauengefängnis Lichterfelde in Berlin Steglitz erzählen. Unsere Ausstellung präsentierte sich zum Tag des offenen Denkmals. Die Besucher.innen hatten auch die Gelegenheit das Gebäude, Zellen ohne Kunst und das Gelände zu besichtigen sowie an angeboten Führungen teilzunehmen.

 

Soeht7, Berlin Lichterfelde, (c) hehocra

Eingebettet in die Nachbarschaft: Soeht7, Berlin Lichterfelde, (c) hehocra

 

Wenn man das Frauengefängnis in Berlin Lichterfelde betritt oder Aufnahmen von diesem Ort sieht, kann man kaum glauben, dass es erst vor sieben Jahren, das heißt 2010, geschlossen wurde. Knapp über einhundert Jahre diente das Gebäude als Gefängnis. 1907 wurde es auch als solches direkt neben das Amtsgericht gebaut. Erst in den siebziger Jahren wurde es als Frauengefängnis in Betrieb genommen. In den letzten Jahren waren hier Gefangene im offenen Vollzug untergebracht. Der Hauptteil des Gebäudes besteht aus einem Lichthof. Über dem Erdgeschoss und unter den zwei Etagen prangt ein großes Metallgitter.

 

Lichthof Soeht7, Berlin Lichterfelde, (c) hehocra

Lichthof Soeht7, Berlin Lichterfelde, (c) hehocra

 

Fast sechs Jahre stand das Gefängnis leer. Ab und zu wurde es als Filmkulisse genutzt. Til Schweiger und Moritz Bleibtreu, sogar George Clooney sollen hier schon gedreht haben. 2016 übernahm Jochen Hahn die Herausforderung an, um aus dem früheren Gefängnis einen kulturellen, kreativen und inspirierenden Ort, heute Soeht7 genannt, zu schaffen. Neben dem Gefängisgebäude gibt es auch eine Kapelle, die 1980 hinzu kam. Hier finden oft Lesungen, Theateraufführungen und andere Veranstaltungen statt. An unserem Wochenende wurde hierfür auch der Innenhof genutzt. Bei herrlichem Wetter wirkt er durch seine verstreuten Sitz- und auch Rückzugsmöglichkeiten fast paradiesisch. Ebenso die Terrasse am Eingang des Geländes. Wer mag, kann hier auch übernachten.

 

Innenhof und Kapelle, Soeht7, (c) hehocra

Innenhof und Kapelle links im Hintergrund, Soeht7, (c) hehocra

 

Das ehemalige Gefängnis ist ein faszinierender Ort für alle, die sich auch für Details begeistern können. Hiervon gibt es sehr viele zu entdecken, witziges, faszinierendes, aber auch beängstigendes und bedrückendes.

 

Feuermelder, Soeht7, (c) hehocra

Feuermelder, Soeht7, (c) hehocra

 

Fenster Zelle 8, Soeht7, (c) hehocra

Fenster Zelle 8, Soeht7, (c) hehocra

 

Steckdose, Soeht7, (c) hehocra

Steckdose, Soeht7, (c) hehocra

 

Die verschiedenen Kulturangebote und Nutzungsmöglichkeiten geben dem Ort Stück für Stück ein neues Kleid. Das ehemalige Gefängnis ist ein berührender, tief gehender und in vielfältiger Hinsicht ein emotional lehrreicher Ort. Ich bin sehr dankbar, dass ich ein kleiner Teil dieser Wandlung sein konnte und selbst viel erspürt und erfahren habe. Es klingt nach…

 

Blumen, Soeht7, (c) hehocra

Blumen in Zelle 8, Soeht7, (c) hehocra

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