Im Juli und August 2026 waren in Berlin mehrere Kunstwerke über den gesamten Stadtraum verteilt. Die Ausstellungsorte waren vorab nicht bekannt. Dadurch entwickelte sich eine Aktion in der Aktion, denn die Plakate mussten gefunden werden. Wurde ein Plakat erblickt, so wurde dieses via Social-Media geteilt und zusätzlich in der öffentlich zugänglichen „Schatzkarte“ der Aktionswebsite eintragen. Alle konnten sich an der Suche beteiligen. Ich hätte nicht gedacht, dass sich so eine wunderbare gemeinschaftliche Energie über die Stadt und auf Instagram unter dem Hashtag #dubistamzug ausbreitet. Die Aktion wurde durch Wall GmbH und printpiloten unterstützt.
Reflexion, Collage, Plakat (c) Doreen Trittel / VG Bild Kunst
Meine Collage im Materialmix ist Teil einer Serie und beschäftigt sich mit der Selbstreflexion. Daher habe ich hier mit Selbstporträts gearbeitet. Die Veränderung beginnt bei uns selbst und dass nur, wenn wir uns schonungslos selbst reflektieren und hinterfragen.
Reflexion, Collage, Plakat (c) Doreen Trittel / VG Bild Kunst
Reflexion
reflektieren ihrer, seiner selbst
das eigene Sein, Denken, Fühlen und Handeln
wahrnehmen, beobachten, hinterfragen
sich als Person und als Teil vom System
mit dem Blick
durch einen individuell und
gesellschaftlich geprägten Film
mit den Fähigkeiten des Hais
hinab in die innere Tiefe
mit dem Gefühl für feinste Schwingungen
das Ziel im Fokus, entschlossen
keine Angst vor dem Leben,
mit seinen Gefahren und Unsicherheiten
mit der Kanalisierung von Wut und Zorn
mit den Fähigkeiten des Schmetterlings
verspielt und leicht
inspirierend und wandlungsfähig
in der Metamorphose
von Werden, Sein und Vergehen
loslassen mit
der Aussicht auf Neues
auf Rosen gebettet
in ihrer Komplexität
von Leben und Tod,
Anmut und Schönheit und Schmerz,
in der Vereinigung der Gegensätze
Liebe
mit der Kraft und dem Allwissen der Liebe
als Glied einer Kette zwischen den Menschen und Generationen
Reflexion ist in Verbindung gehen, sein
in Verbindung mit sich selbst,
in Verbindung mit allen, allem Anderen
Reflexion
(c) Doreen Trittel
Reflexion, Collage, Plakat (c) Doreen Trittel / VG Bild Kunst
Ich freue mich sehr, dass ich Teil dieser Aktion sein konnte und dass mein Plakat ausgerechnet in der Karl-Marx-Allee, am Café Moskau, gegenüber vom Kino International und der Mocca-Milch-Eisbar hing. Denn dieser Ort zeigt viel DDR-Geschichte und hat auch mit meiner eigenen Geschichte viel zu tun. Denn in der Nähe habe ich als Kind mal gewohnt.
Früher musste ich kontrollierbar sein
und durfte nicht auffallen – außer durch
schulische Leistungen & Fleiß.
Heute bin ich mit dem, was mich ausmacht,
was ich sagen möchte,
sichtbar & präsent.
Genau hier!
#stasikind
Herzlichen Dank an die Finder*innen des Plakats & für all den lieben Support & an alle, die sich mit mir gefreut haben!
die Anderen, Kunstbuch, (c) Doreen Trittel / VG Bild Kunst
Mehr über meine künstlerische Arbeit mit „die Anderen“ findest du in diesem Buch:
die Anderen: Eine künstlerische Annäherung.
Kunstbuch, 48 Seiten, 21 x 21 cm
Dieses Buch ist eine Anregung, um über das Wort die Anderen und den damit verbundenen Assoziationen sowie deren Bedeutung nachzudenken. Hiermit kommt die Reise zu den Anderen zu Dir nach Hause. Du kannst in verschiedene Fragen eintauchen, dem Ungesagten nachspüren und Unbewusstes ins Bewusstsein holen.
Die Anderen sind ein unschätzbarer Spiegel, ohne den wir uns nicht weiterentwickeln können. Denn die Reise zu den Anderen ist eine Reise zu Dir selbst.
Wenn Du dieses Buch für 25 EUR plus 3 Euro Verpackung und Versand innerhalb Deutschlands (Ausland nach vorheriger Absprache), dann schreibe mir einfach eine kurze Nachricht: k o n t a k t {a} h e h o c r a . d e
die Anderen, Buch, (c) Doreen Trittel / VG Bild Kunst
Wenn wir die Erwartungen anderer nicht erfüllen, was passiert dann? Tragen wir dann die Schuld? Sind wir dann schuld? Machen wir uns schuldig?
Was geht Dir durch den Kopf, wenn Du das Wort Schuld hörst oder liest? Kannst Du genau beschreiben, was das ist?
Schuld
SCHULD
S C H U L D
S c h u l d
Schuld, (c) Doreen Trittel / VG Bild Kunst
Als ich darüber nachzudenken begann, kam ich ins Straucheln. Ja, plötzlich fiel mir auf: Ich kann Schuld gar nicht richtig definieren. Gleichzeitig kenne ich das Gefühl. Ich weiß, wie es ist, sich schuldig zu fühlen.
Ein Blick ins große Online-Lexikon Wikipedia besagt, dass es verschiedene Schuld-Begriffe gibt. Da sind die Bereiche Ethik, Strafrecht, Privatrecht, Finanzen, Psychologie, Philosophie.
Die Gegenwörter sind Unschuld und Nichtschuld. Man kann auch von Verbindlichkeiten oder Vorwerfbarkeit sprechen. Und dann gibt es ganz viele Unterbegriffe, wie zum Beispiel Bringschuld, Ehrenschuld, Alleinschuld, Selbstschuld, Teilschuld.
Schuld, (c) Doreen Trittel / VG Bild Kunst
Von Schuld sprechen? Schuld zuweisen? Das traue ich mir nicht zu und das ist auch nicht meine Aufgabe. Ich bin weder Richterin noch Amtsträgerin einer Kirche. Doch begegnet mir immer wieder, dass Menschen sich schuldig fühlen oder andere die Schuld bekommen – auch wenn es um die Vergangenheit geht.
Mir geht es jedoch um Verantwortung. Ich weise auf Verantwortlichkeiten hin. Ich mache darauf aufmerksam. Gleichzeitig habe auch ich Verantwortung. Ich habe die Verantwortung, mit dem, was ich erlebt und erfahren habe, umzugehen. Dass mir früher viele innere Anteile fehlten und für das, was mir angetan wurde, dafür tragen andere die Verantwortung. Ich war ein Kind. Meine Verantwortung lag und liegt als Erwachsene darin, damit umzugehen, hinzuschauen, mich zu hinterfragen und mit den auch dadurch erlangten Fähigkeiten umsichtig umzugehen.
Heute, am 3. Oktober 2020 wird die Deutsche Einheit zum 30. Mal gefeiert.
„Der 3. Oktober wurde als Tag der Deutschen Einheit im Einigungsvertrag 1990 zum gesetzlichen Feiertag in Deutschland bestimmt. Als deutscher Nationalfeiertag erinnert er an die deutsche Wiedervereinigung, die „mit dem Wirksamwerden des Beitritts der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland […] am 3. Oktober 1990“ „vollendet“ wurde…“ (Wikipedia, Oktober 2020)
Seitdem wird dieser Jahrestag offiziell immer in einem anderen Bundesland gefeiert. In diesem Jahr ist es Potsdam.
„…Die offizielle Feier zum Tag der Deutschen Einheit findet seit 1990 in der Landeshauptstadt des Landes statt, das zu dem Zeitpunkt den Vorsitz im Bundesrat innehat… Traditionell finden an diesem Tag ein Staatsakt und ein Bürgerfest („Deutschlandfest“) statt, bei dem sich auf der „Ländermeile“ die Länder und die Regierung präsentieren, wobei sich das Bürgerfest meist über mehrere Tage erstreckt…“ (Wikipedia, Oktober 2020)
unvergleichlich GEMEINSAM
Zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit sind meine Künstlerin Kollegin und Freundin Susanne Haun und ich mit unserer Kunst dabei. Im Kunst-Pavillion der Feierlichkeiten rund um den 3. Oktober 2020 in Potsdam hängen zwei gemeinsame Arbeiten von uns. Unter dem Motto „Deutschland ist eins: vieles.“ hat die Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ die „Galerie der Einheit“ als ein wachsendes Kunstprojekt mit begleitender virtueller Ausstellung initiiert: vom 5. September bis zum 4. Oktober 2020 mit einer Kubus-Installation auf einer 30m²-Fläche auf dem Luisenplatz in der Potsdamer Innenstadt.
Wer uns schon länger folgt, erinnert sich bestimmt noch an meinen Besuch bei Susanne im KunstSalon am Dienstag im Atelier der Berliner Künstlerin. Aus ganz persönlichen Gesprächen heraus, hatten wir eine Installation entwickelt, die sich mit unseren Gemeinsamkeiten beschäftigten, obwohl wir in zwei unterschiedlichen Systemen aufgewachsen sind – Susanne Haun ins West-Berlin, Wedding und ich in Ost-Berlin, Friedrichshain. Aus dieser Installation entstanden im vergangenen Jahr gemeinsame Collagen und der Titel „unvergleichlich GEMEINSAM“… Dann kam Corona… Und heute freuen wir uns über den Moment, dass ein Teil davon das öffentliche Licht der Welt erblicken durfte.
unvergleichlich GEMEINSAM, Collage von Susanne Haun und Doreen Trittel (c), 2020
Diese Collage ist als digitale Version in der Ausstellung vertreten. Du kannst das Bild vor Ort über einen Bildschirm aber auch beim virtuellen Rundgang betrachten.
unvergleichlich GEMEINSAM, Collage von Susanne Haun und Doreen Trittel (c), 2020, Screenshot aus der Galerie der Deutschen Einheit
unvergleichlich GEMEINSAM, Susanne Haun mit einer gemeinsamen Collage, (c) M. Fanke
Diese Collage ist als analoges Bild – Alu Dibond – in der Ausstellung vertreten. Dieses Bild kannst Du vor Ort anschauen aber auch beim virtuellen Rundgang betrachten.
unvergleichlich GEMEINSAM, Collage von Susanne Haun und Doreen Trittel – Screenshot aus der Galerie der Einheit (Link)
Online für Dich:
In den kommenden Tagen werden Susanne Haun und ich Dir unsere künstlerische Zusammenarbeit unter dem Titel „unvergleichlich GEMEINSAM“, unser Projekt in Form von einzelnen Blogbeiträgen und Postings auf unseren Social Media Kanälen vorstellen.
Auch auf Twitter und Facebook findest Du mich unter @hehocra
#unvergleichlichGEMEINSAM
Susanne und ich haben darüber hinaus ein Pinterest Gruppenboard, eine eigene Pinnwand eingerichtet, auf der wir alle unsere Aktivitäten rund um „unvergleichlich GEMEINSAM“ zusammentragen werden. Die Beiträge zu unserer vergangenen Ausstellung und dem KunstSalon findest Du dort bereits: Bitte hier entlang…
Auf den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit – Susanne Haun und Doreen Trittel
Wir freuen uns, wenn Du mit uns dabei bist und Anknüpfungspunkte finden kannst… Eine herzliche Einladung von uns an Dich…
Was sich alles verändert hat? Was alles unverändert geblieben ist? Vergangenes… Kann man vergangenes verändern?
Erinnerungen liegen über der Vergangenheit. Neue Erinnerungen kommen hinzu und überlagen die vorherigen. Gestern. Heute. Morgen. Ja, das Leben ist eine ständige und stetige Veränderung.
Aber kann man auch das verändern, was schon hinter uns liegt?
Das, was hinter uns liegt ist vorbei. Es sind die Erinnerungen, die bleiben, eigene Erinnerungen oder die Erinnerungen anderer, die uns vermittelt werden, die uns begegnen. Da sind Materialien und Gegenstände von gestern. Da ist Geschriebenes oder Gemaltes von gestern. Da sind Zeitzeug*innen. Da sind Fotografien. Da sind Bücher. Da ist unser Körper. Da ist so viel mehr, was uns von gestern heute beeinflusst, uns prägt… Um weiterzukommen, ist es für mich wichtig, mich in hier und jetzt mit Vergangenem auseinanderzusetzen, so dass es seinen Platz im Morgen finden kann.
Das Meer unserer Erinnerungen
Alles, was aus dem Meer der Erinnerungen zu etwas Verändertem oder gar Neuem erwächst, berührt mich. Ich betrachte Elemente aus verschiedenen Lebensphasen und spiele mit ihnen. In Form von Werkgruppen, Serien und einzelnen Bildern versuche ich mich den Themen und Fragen, die mir auf unterschiedlichen Wegen begegnen, zu nähern, den Blickwinkel zu verändern und neue Perspektiven zu erkennen, in die Tiefe zu gehen. Dabei fasziniert mich der Veränderungsprozess von der Vergangenheit, über die Gegenwart, hin zur Zukunft.
Miteinander gemeinsam
In der Zusammenarbeit mit meiner Künstlerin Kollegin Susanne Haun entstanden die beiden Collagen, die ich Dir in der heutigen Video-Folge vorstelle. Trotz unserer unterschiedlichen Sozialisation haben wir im Austausch viele Gemeinsamkeiten entdecken können. Dies war eine Reise, die uns heute noch trägt und zu einer Freundschaft gewachsen ist.
Lass uns gemeinsam auf Entdeckungsreise gehen – egal, welche Erfahrungen und Erinnerungen Du hast, welche Themen Dich beschäftigen. Lass uns gemeinsam kreativ aktiv werden,
am 27. November 2019, um 20.30 Uhr
in einem Collagen-Online-Workshop.
Warum Collagen?
Wie können mir Collagen in meiner kreativen Auseinandersetzung helfen? Was haben Collagen für Möglichkeiten? Was ist an Collagen so reizvoll?
Für Collagen musst Du Dich nicht fragen, ob Du zeichnen oder malen kannst. Für Collagen braucht es nicht viel. Du kannst sofort loslegen und Dich von Deiner Intuition leiten lassen. Mehr dazu erzähle ich Dir heute in meiner heutigen Atelier-Post. Komm gern noch hinzu: Zur Atelier-Post eintragen.
Du hast das Gefühl, etwas steht Dir im Weg? Du hast eine Ahnung, dass da was altes sein könnte, das sich da bemerkbar macht. Aber Du weißt nicht, genau, was da ist oder sein könnte?
Alles wird so unübersichtlich? Da sind so viele Geschichten in Deiner Familie. Du weiß gar nicht, wo Du anfangen sollst? Dir ist das alles irgendwie zu viel? Doch Weglaufen geht nicht?
So ging es mir zwischendurch mit all den Geschichten und Fragen rund um meine Prägungen, Erfahrungen und meine Familie. Doch aufgeben war keine Option. Ich wollte ja da durch, meine inneren Mauern abtragen, mehr und mehr zu mir finden.
Deine Kreativität ist Deine Quelle
Das kreative Tun hat mir gezeigt, dass alles miteinander verbunden ist. Egal, wo ich ansetze, egal, welches Thema sich mir zuerst zeigt, egal wo ich beginne oder weitermache, es wird immer eine Wirkung haben, seine Wirkung entfalten. Es wird Dich immer weiterbringen.
Selbst gestaltete Collagen können Dir helfen, Deine Emotionen auszudrücken, Deine Ängste zu überwinden und Deinem Unbewusstem Ausdruck zu verleihen. Das geht mit einfachen und wenigen Hilfsmitteln. Komm ins Tun und nutze Deine kreativen Quellen, denn die Veränderung beginnt bei Dir selbst.
Lass uns gemeinsam in die kreative Auseinandersetzung gehen
Lass Deiner Quelle freien Lauf. Zusammen probieren wir aus. Zusammen spielen wir mit den Schnipseln. Zusammen finden wir eine neue Ordnung.
Collagen-Online-Workshop
am 27. November 2019
um 20.30 Uhr
Am besten, Du meldest Dich direkt bei mir an: k o n t a k t {a} h e h o c r a . d e
Alle Informationen und den Link zum Zoom-Raum versende ich per Mail. Ich arbeite mit dem Video-Call-Anbieter: https://zoom.us Dort treffen wir uns online. Weitere Informationen findest Du in meiner Datenschutzerklärung. Der Workshop wird NICHT aufgezeichnet. Ich freue mich auf Dich. Wenn Du Fragen hast, melde Dich gern vorher bei mir.
…einen Einblick in die Geschichten und Gedanken hinter meinen Werken. Du erfährst davon, was mich inspiriert und gerade beschäftigt. Da sind zum Beispiel Ausstellungen, die ich besucht und Bücher, die ich gelesen habe. Ich nehme dich mit auf Ausstellungen, in denen ich meine Kunst präsentiere und ich stelle dir Menschen vor, die mich beeindrucken.