Von Ingeborg und Postkartengrüßen aus der Hauptstadt

Von Ingeborg und Postkartengrüßen aus der Hauptstadt

Die Geschichte von Ingeborg hat Susanne und mich in den Vorbereitungen zu unserem gemeinsamen KunstSalon-Abend stetig begleitet. Ingeborg? Wer ist Ingeborg?

Vielleicht erinnerst Du Dich an meinen Beitrag mit dem Titel Eine Künstlerin, eine Collage und die Zeit. Hierin habe ich die wunderbare Collage von Susanne Haun ‘Zum Andenken an Eure Ingeborgund deren Hintergrund vorgestellt. Ingeborg ist die junge Dame, die an jedem Handgelenk eine Armbanduhr trägt, worüber wir nur spekulieren können. Ich freue mich, dass Susanne in unserer gemeinsamen Ausstellung weitere Arbeiten aus dieser faszinierenden Serie zeigt. Hierin hat sie schwarz-weiß Fotografien aus alten, fremden Fotoalben verarbeitet. Ich bin mir sicher, Ihr werdet genauso begeistert sein, wie ich, in den Collagen abzutauchen, sich Geschichten zu Ingeborg und den anderen Protagonisten auszumalen.

Diese Reise in eine vergangene Zeit, hat mich an eine eigene Zeitreise denken lassen: „Postkartengrüße aus Berlin, Hauptstadt der DDR“. Und so kommt es, dass ich diese Collagen mit der Ausstellung im Atelier von Susanne erstmals öffentlich im Original zeige. Bisher konntest Du diese Arbeiten nur online sehen.

 

Postkartengrüße aus Berlin, Hauptstadt der DDR, Collagen-Serie, 2013, (c) Doreen Trittel

Postkartengrüße aus Berlin, Hauptstadt der DDR, Collagen-Serie, 2013, (c) Doreen Trittel

 

Wie viel DDR steckt noch in Berlin? Eine Frage, die sich viele Berlin-Besucher oder Zugezogene stellen, wenn sie durch die östlichen Bezirke der Stadt gehen oder fahren, etwa, wenn sie nach Spuren des Mauerstreifens Ausschau halten. Das Eintauchen in den alten Postkarten hat mich selbst staunen lassen.

Die Grundlage der einzelnen Papiercollagen bilden originale Ansichtskarten aus der DDR. Die Postkarten dienten Berlin-Reisenden als Souvenir oder als Gruß an die Daheimgebliebenen. Die Bilder auf den alten Postkarten zeigen auf der einen Seite ein längst vergangenes und auf der anderen Seite ein heute noch vertrautes Berlin. Denn beim genauen Hinsehen, lässt sich vieles auf den Postkartenfotografien von damals heute noch wieder finden, Gebäude, Straßen und Plätze, Parks und Sehenswürdigkeiten. Oft sind die Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt worden. Einiges ist inzwischen heruntergekommen. Doch bei vielem scheint rein äußerlich die Zeit keine Rolle zu spielen.

Diese alten Postkarten habe ich zu Collagen verarbeitet. Teilweise habe ich sie vorher mit einer Nagelschere und Prickelnadel zerkratzt. Hierin spiegelt sich dann wieder der Lauf der Zeit, der Alterungsprozess, aber auch die Wut über schmerzliche Erinnerungen, die mit dem damaligen politischen und gesellschaftlichen System verbunden sind. Die dazu genommenen Elemente, meist aus Papier, zum Teil aber auch Textilien, bilden einen Bezug zum Heute. Mal mit einem Augenzwinkern, mal mit dem Wissen um den Verlauf der Geschichte zeigt sich der heutige Blick auf die Vergangenheit. Die Erinnerungen mischen sich mit den Ereignissen, Erfahrungen und Erlebnissen der Jahrzehnte, die seit dem Fall der Mauer vergangen sind.

 

Postkartengrüße aus Berlin, Hauptstadt der DDR, Collagen-Serie, 2013, (c) Doreen Trittel

Postkartengrüße aus Berlin, Hauptstadt der DDR, Collagen-Serie, 2013, (c) Doreen Trittel

 

Die Serie umfasst insgesamt 16 Collagen. Einen großen Teil findest Du noch bis zum 4. Mai 2018 in der gemeinsamen Ausstellung „Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen“ im Atelier von Susanne.

Ort: Susanne Haun, Groninger Str. 22, 13347 Berlin (4. Etage ohne Fahrstuhl), Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz
Verbleibende Öffnungszeiten: Fr. 20. April 10 – 13 Uhr, Do 26. April 15 – 18 Uhr, Do 3. Mai, 15 – 18 Uhr, Fr. 4. Mai 10 – 13 Uhr.

 

16. KunstSalon, (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

16. KunstSalon “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” (c) Susanne Haun und Doreen Trittel. Collage rechts: Susanne. Collagen links und Mitte: Doreen.

 

Folgende Beiträge sind im Rahmen des KunstSalons und der Ausstellung bereits erschienen (Auflistung in chronologischer Reihenfolge).

Bei Susanne Haun im Blog:
Geborgenheit und Freiheit – Collage…
Forever Young – Collage…
Einladung zum 16. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun – Künstlerischer Umgang mit Erinnerung – Gast Doreen Trittel
Vorstellung der Künstlerin Doreen Trittel – hehocra…
Aufbau der Installation…
…Bericht vom 16. Kunstsalon…
…Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen als Künstlerbuch

Hier bei mir im Blog:
Eine Künstlerin, eine Collage und die Zeit
Zu Gast im Kunstsalon
KunstSalon – Der Prozess des Werdens
Die Geburtsstunde naht
Erinnerungen an der Wand – aber nicht nur
Beim KunstSalon mit der Abendsonne am Weltglückstag

 

16. KunstSalon, (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

16. KunstSalon “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” (c) Susanne Haun und Doreen Trittel. Collagen rechts: Susanne. Collagen links: Doreen.

Beim KunstSalon mit der Abendsonne am Weltglückstag

Beim KunstSalon mit der Abendsonne am Weltglückstag

Was für ein Tag, der 20. März 2018. Frühlingsanfang und Weltglückstag. Begonnen hat der Tag mit heftigem Schneefall. Solch einen Flockentanz hatten wir den ganzen Winter nicht. Aber wenn ich nach den Bildern aus den anderen Gegenden sehe, dann war selbst das im Vergleich lächerlich. Dennoch hatten Susanne und ich zwischendurch Bedenken, wie sich der verschneite Frühlingsanfang auf unseren Abend auswirken würde.

 

16. KunstSalon, (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

16. KunstSalon “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Aber wir hatten Glück, am Weltglückstag. Am frühen Abend konnten wir den Sonnenschein im Atelier begrüßen. Kurz darauf kamen unsere Gäste zahlreich. Für unsere Vorbereitungen und Gespräche trafen Susanne und ich uns immer im Café “Auf der Suche nach dem verlorenen Glück”. Welch ein wunderbares Omen, das Susanne gestern als solches erkannte.

Die interessanten Fragen, differenzierten Diskussionen und inspirierenden Gedanken klingen inspiriert in mir nach… Ich fühle mich sehr bereichert und erfüllt. Es ist immer wieder ein Erlebnis, zu sehen, wie der eigene künstlerische Ausdruck seinen Weg findet und mit den Betrachter.innen kommuniziert.

 

16. KunstSalon, (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

16. KunstSalon “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Susanne und ich haben mit unseren Gästen über Installationen und Collagen gesprochen. Ich bin den Fragen nachgegangen, weshalb sie einen besonderen Reiz für den Umgang mit Erinnerungen ausüben. Sie sind für mich immer eine Herausforderung, Gewohnheiten werden umgekehrt, neue Denkstrukturen provoziert. Mich faszinieren die ungewohnten Wege und Kombinationen verschiedener Materialien. Susanne widmete sich intensiver den Installationen und deren Herausforderungen für den Kunstmarkt. Bei allem ging es um Erinnerungen und Veränderungen. In der Betrachtung der Vergangenheit ist für mich der Wandel allgegenwärtig.

Nachdenken über
das Leben
Veränderung
auf Reisen sein ankommen
Halt finden
auf der Suche sein wonach?
Halt in der Veränderung
das Leben erleben und gestalten
ein neuer Tag
nicht nur die Welt
sondern auch sich selbst entdecken
den Herausforderungen und
der Angst begegnen
in die Tiefe schauen
die Dunkelheit zulassen
es wissen wollen den fluss spüren
mit der Veränderung tanzen
beschwingt zulassen
wachsen

.

(c) Doreen Trittel

 

16. KunstSalon, (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

16. KunstSalon “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Vor vielen Jahren haben Susanne und ich uns über unsere Blogs kennengelernt. Hierin schreiben wir nicht nur von unseren künstlerischen Arbeiten, sondern zeigen auch unsere Werke. Dies war unter anderem ein Punkt als wir über der Faszination von Originalen und den Möglichkeiten von Reproduktionen nachgingen.

“Aufgefordert, in aller Kürze den Begriff Kunst zu definieren, könnte ich ihn nur bezeichnen als die Reproduktion dessen, was unsere Sinne durch den Schleier der Seele von der Natur wahrnehmen.”

.

Edgar Allan Poe

 

16. KunstSalon, (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

16. KunstSalon “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Ich habe mich sehr über die vielen neuen und bekannten Gesichter gefreut und ich bin für jede Begegnung dankbar. Die Wünsche und Grüße von Abwesenden haben uns ebenfalls wunderbar durch den Abend begleitet.

Wie Susanne den gestrigen Abend erlebt hat, kannst Du in ihrem Blog nachlesen: Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen – Bericht vom 16. KunstSalon.

 

16. KunstSalon, (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

16. KunstSalon “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Ich werde über vieles am kommenden Freitag nochmals vor Ort nachdenken, wenn ich vor bzw. in unserer Installation stehe. Vielleicht magst Du Dich ja dazustellen, gern auch setzen. Von 10 bis 13 Uhr ist unsere Ausstellung am kommenden Freitag, am 23. März 2018 geöffnet: Atelier Susanne Haun, Groninger Str. 22, 13347 Berlin (4. Etage, leider ohne Fahrstuhl).

Die Ausstellung kann vom 21.3. – 4.5.2018 zu folgenden Öffnungszeiten besucht werden: Fr. 23. März 10 – 13 Uhr, Do. 5. April 15 – 18 Uhr, Mo. 9. April 15 – 18 Uhr, Fr. 20. April 10 – 13 Uhr, Do 26. April 15 – 18 Uhr, Do 3. Mai, 15 – 18 Uhr, Fr. 4. Mai 10 – 13 Uhr.

 

16. KunstSalon, (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

16. KunstSalon “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

16. KunstSalon, (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

16. KunstSalon “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

16. KunstSalon, (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

16. KunstSalon “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

16. KunstSalon, (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

16. KunstSalon “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

ps: Ja, Du hast richt gesehen. Es gab auch Eierlikör in Schokobechern. Witzig, welche Erinnerungen auch bei unseren Gästen damit so verbunden waren.

Erinnerungen an der Wand – aber nicht nur

Erinnerungen an der Wand – aber nicht nur

Nach fast 9 Stunden steht und hängt unsere gemeinsame Installation. Auch unsere Collagen sind gerahmt und hängen. Alles ist bereit und freut sich auf interessierte und neugierige Blicke. Heute Abend heißt es: Herzlich Willkommen!

 

Aufbau "Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen" , (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Aufbau “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” , (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Susanne Haun und ich waren im Aufbau sozusagen abgetaucht. Zwischendurch waren wir immer wieder erstaunt, wie schnell die Zeit vergeht. Es war ein wunderbares Erlebnis, wie sich die einzelnen Elemente aus unseren Vorbereitungen herauskristallisierten und nach und nach ihren Platz fanden. Es war schön zu erleben, wie sich unsere Arbeitsschritte wortlos aufteilten. Ich kann Dir dazu auch Susannes Blogbeitrag zu unserem Aufbau-Tag empfehlen: Aufbau der Installation Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen.

 

Aufbau “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” , (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Heute Abend werden Susanne und ich zu ihrem 16. KunstSalon am Dienstag in ihrem Atelier nicht nur davon erzählen, wie wir auf die Idee zu diesem Werk gekommen sind und in welchen einzelnen Schritten wir es gemeinsam entwickelt und verwirklicht haben. Wir werden auch über Installationen und Collagen allgemein sprechen und der Frage nachgehen, welchen Reiz diese Ausdrucksformen auf uns ausüben.

Susanne präsentiert außerdem eine Auswahl an gezeichneten Fotocollagen mit Fotografien aus einem alten Fotoalbum. Von mir hängen einige Collagen aus der Serie “Postkartengrüße aus der Hauptstadt der DDR”, die ich das erste Mal im Original zeige. Bisher waren sie nur online in Form von Abbildungen zu sehen.

 

Aufbau "Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen" , (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Aufbau “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” , (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Alles ist bereit. Wir freuen uns auf einen schönen gemeinsamen Abend mit Dich, mit Euch.

Der 16. KunstSalon am Dienstag findet am 20. März 2018 um 18 Uhr statt,
in Atelierräumen der Künstlerin Susanne Haunin der Groninger Str. 22, 13347 Berlin.

Die Einladung einschließlich Programm kann als pdf hier heruntergeladen werden.

 

Aufbau "Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen" , (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Aufbau “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” , (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Aufbau "Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen" , (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Aufbau “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” , (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

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Im Blog von Susanne Haun: Geborgenheit und Freiheit – Collage |  Vorstellung der Künstlerin Doreen Trittel | Forever young – Collage | Aufbau der Installation…

In meinem Blog: Eine Künstlerin, eine Collage und die Zeit | Zu Gast im KunstSalon + Ausstellung | KunstSalon – Der Prozess des Werdens | Die Geburtsstunde naht

 

Aufbau "Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen" , (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Aufbau “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” , (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Aufbau "Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen" , (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Aufbau “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” , (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Die Geburtsstunde naht

Die Geburtsstunde naht

In dieser Woche ist es soweit: Susanne Haun und ich werden unsere Idee einer gemeinsamen Installation auf die Welt bringen, zum Leben erwecken. Wir sind sehr gespannt und ich bin auch etwas nervös, muss ich zugeben.

Im vergangenen Sommer keimte unsere Idee auf. Seit dem wuchs sie fleißig. Wir haben einzelne Elemente entwickelt, in unseren Erinnerungen und privaten Archiven gestöbert und so manches Interessante, Spannende und auch Amüsante zu Tage befördert. Die Grundlage für unsere Idee war unser persönlicher Austausch darüber, wie wir in Berlin verwurzelt sind und beide jeweils auf der anderen Seite der Berliner Mauer aufgewachsen sind – Susanne Haun in West-Berlin und ich in Ost-Berlin. Obwohl wir in zwei unterschiedlichen politischen System groß geworden sind, haben wir schnell viele Gemeinsamkeiten ausmachen können. An dieser Stelle gingen wir dann ins Detail… Und in dieser Woche kommt alles zusammen. Nächste Woche kannst Du es zum KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun im Atelier nicht nur sehen sondern auch erleben: Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen am 20. März 2018.

Veränderung 1, Collage, 30 x 40 cm, 2018, (c) Doreen Trittel

Veränderung 1, Collage, 30 x 40 cm, 2018, (c) Doreen Trittel

 

Eine weitere Grundlage für unseren Austausch bildete unser Interesse und unsere Herangehensweisen an die Arbeit mit Collagen. Diese Art des künstlerischen Ausdrucks übt auf uns beide einen besonderen Reiz aus. Darüber werden wir auch am Salonabend sprechen. Die Ausstellung, die unseren Salon begleitet und auch im Anschluss noch bis zum 4. Mai 2018 zu sehen sein wird, beinhaltet demnach nicht nur die Installation, sondern auch Collagen.

Eigens hierfür haben Susanne Haun und ich jeweils zwei neue Collagen unter dem Stichwort “Veränderung” in der Größe 30 x 40 cm angefertigt. Je eine davon findet sich auch auf unserem Flyer wieder. Zur Ausstellung kannst Du sie erstmalig im Original sehen (…und auch erwerben). Im Rahmen des KunstSalons werden wir auch darüber sprechen, ob nur originale Kunstwerke ihre Wirkung entfalten, oder ob dies auch durch Reproduktionen möglich ist.

Veränderung 2, Collage, 30 x 40 cm, 2018, (c) Doreen Trittel

Veränderung 2, Collage, 30 x 40 cm, 2018, (c) Doreen Trittel

 

Die Hintergründe meiner Collagen bilden Ausschnitte zweier alter Landkarten, die noch von meinen Großeltern stammen. Bei der Betrachtung dieser war ich erstaunt darüber, wie alt und damit auch fern mir diese Erinnerungsstücke sind und gleichzeitig sind sie so vertraut. Die Orte, die Flüsse und Seen… Das alles gibt es heute auch noch. Hier hat sich nichts verändert. Und doch ist in den letzten Jahrzehnten so viel geschehen. Ich selbst habe mich stark verändert. Schon allein durch die Jahre und die Erfahrungen… Dies waren so meine Gedanken, als die Ausschnitte der Landkarten vor mir lagen und ich sie nach und nach mit kleinen Details aus Zeitschriften, eigenen Fotografien, verwitterten Plakaten, Geschenkpapieren, einem Teefilter und Negativfilmstreifen sowie zwei Knöpfen bestückte.

Susanne hat ihre Collagen hier in ihrem Blog vorgestellt und dazu etwas geschrieben: Geborgenheit und Freiheit – Collage von Susanne Haun | Forever Young – Collage von Susanne Haun.

Du bist herzlich eingeladen, zum KunstSalon am Dienstag – 20. März 2018 – Dich auf unsere Ausstellung einzulassen, von unseren Überlegungen inspiriert zu werden und mit uns darüber zu diskutieren. Wir sind auf Deine Sicht gespannt, denn Kunst entfaltet ihre Wirkung erst durch den Betrachter, die Betrachterin, durch Dich.

 

Hier kannst Du die Einladung einschließlich Programm und Sonderöffnungszeiten nachlesen und als pdf herunterladen.

Diese Beiträge könnten Dich auch interessieren: Die Vorstellung der Künstlerin Doreen Trittel von Susanne Haun | Eine Künstlerin, eine Collage und die Zeit | KunstSalon – Der Prozess des Werdens

 

ps: Die Ausstellung kannst Du zum KunstSalon und nach Vereinbarung vom 21. März bis 4. Mai 2018 oder zu folgenden Sonderöffnungszeiten besuchen. Hier habe ich gekennzeichnet, an welchen Tagen ich vor Ort sein werde, ansonsten auch gern nach vorheriger Vereinbarung.

Fr. 23. März 10 – 13 Uhr (Doreen)  |  Do. 5. April 15 – 18 Uhr  |  Mo. 9. April 15 – 18 Uhr (Doreen)  |  Fr. 20. April 10 – 13 Uhr (Doreen)  |  Do 26. April 15 – 18 Uhr  |  Do 3. Mai, 15 – 18 Uhr  |  Fr. 4. Mai 10 – 13 Uhr (Doreen)

Wir freuen uns auf Dich!

Zu Gast im KunstSalon + Ausstellung

Zu Gast im KunstSalon + Ausstellung

Wenn eine Idee aufkeimt, man sie zulässt… Wenn sie von liebevoller Begeisterung und beflügelnden Fleiß gegossen wird… Wenn sie sich entwickelt, Abzweigungen nimmt und wächst… Und wenn man diesen Prozess gemeinsam geht, beitragen und teilen kann, dann ist das etwas ganz besonderes.

Ich freue mich sehr und fühle mich sehr geehrt, dass ich am 20. März 2018 bei der Künstlerin Susanne Haun zu ihrem legendären KunstSalon eingeladen bin und wir darüber hinaus eine gemeinsame Installation und Ausstellung präsentieren werden.

Du erinnerst Dich vielleicht an meinen Beitrag Eine Künstlerin, eine Collage und die Zeit, in dem ich Dir Susanne Haun vorstellen konnte. Zu dieser Zeit waren Susanne und ich schon mitten in den Vorbereitungen. Jetzt, wo ich kurz innehalte und unseren Weg in den letzten Monaten betrachte, bin ich fasziniert davon, was sich daraus bisher entwickelt hat. Gleichzeitig bin ich voller Neugier, Spannung und Vorfreude, was sich am Dienstag, den 20. März 2018 dann tatsächlich zeigen wird, welche Blüte oder gar Blüten unsere Ideen ausbreiten wird. Du bist ganz herzlich eingeladen dabei zu sein.

Susanne Haun schreibt:

***

 

Liebe Freundinnen und Freunde meines KunstSalons!

Der nächste KunstSalon am Dienstag findet am 20. März 2018 um 18 Uhr statt. Insgesamt diskutieren wir nun schon das 16. Mal ausgewählte Themen in meinen Atelierräumen in der Groninger Str. 22, 13347 Berlin. Als Gast freue ich mich, Doreen Trittel, hehocra – Atelier für Erinnerung & Veränderung, in meinem Atelier begrüßen zu dürfen.

Gemeinsam werden wir uns dem Thema Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen zuwenden: In Installationen, Collagen und Fotografien setzt sich die Künstlerin Doreen Trittel immer wieder mit den Themen Erinnerung und Veränderung auseinander. Dabei mixt sie die Materialien und Ausdrucksformen. Oft fügt sie ihren Werken Worte oder textile Elemente hinzu, um neue Perspektiven zu schaffen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeiten begründet sich auf ihre ostdeutsche Herkunft und in ihren Erfahrungen als Stasikind. Kunst ist für Doreen Trittel die Chance zu Veränderung und innerem Wachstum. Damit möchte sie die Menschen erreichen und ihnen Mut machen.

Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen: Manche Kunstwerke erschließen sich heute nicht mehr durch den sinnlichen ersten Eindruck, sondern ergeben sich aus der Geschichte hinter dem Werk. So ist das „WER WIE WAS WARUM“ zu erarbeiten und ermöglicht dem Betrachter eine andere Tiefe der Wahrnehmung, nimmt ihn mit auf die Reise und vervollständigt das Werk mit den Geschichten des Rezipienten.

Doreen Trittel und Susanne Haun legen dar, welche Arbeiten notwendig sind, um die Leichtigkeit der gezeigten Installation zu erzeugen.

Geborgenheit und Freiheit, Collage, 30 x 40 cm, 2018, (c) Susanne Haun

 

Damit ihr wisst, was euch erwartet:

Programm: KunstSalon am Dienstag, 20.3.2018, Thema „Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen“

Susanne: Grußwort, Vorstellung von Doreen Trittel, Vorstellung Susanne Haun

Doreen: Kurze Einführung, wie Doreen zu ihrer Art der künstlerischen Arbeit fand. Was sind Installationen und Collagen und welche Anziehungskraft üben sie auf uns aus?

Susanne: Wie beständig sind Installationen (sind sie noch in 100 Jahren zu betrachten?) und welche Art von Sammlern nehmen sie in ihre Kollektionen auf? Können Teile von Installationen als Tafelbilder verkauft werden? Wie wichtig ist die Dokumentation von Installationen? Ist die Dokumentation der Installation das Werk?

Doreen: Liegt der Reiz von Collagen nur im Original oder können sie auch anders wie z.B. in der Reproduktion ihre Wirkung entfalten?

Susanne: Ist die Idee der Installation und Collage in der von uns gezeigten Arbeit sichtbar? Schlusswort und freie Diskussion

Hier könnt ihr die Einladung inklusive Programm im pdf Format herunterladen.

Wir freuen uns, Euch im Kunstsalon mit der verbundenen Ausstellung der gemeinsamen Arbeit Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen begrüßen zu dürfen.

Die Ausstellung ist nach Vereinbarung vom 21.3. – 4.5.2018 zu besichtigen. Sonderöffnungszeiten: Fr. 23. März 10 – 13 Uhr, Do. 5. April 15 – 18 Uhr, Mo. 9. April 15 – 18 Uhr, Fr. 20. April 10 – 13 Uhr, Do 26. April 15 – 18 Uhr, Do 3. Mai, 15 – 18 Uhr, Fr. 4. Mai 10 – 13 Uhr

 

KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun

20. März 2018 um 18 Uhr

Groninger Str. 22, 13347 Berlin

info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72, M: 0177 232 80 70

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

***

In den kommenden Blogbeiträgen werde ich Dir im Vorfeld einiges dazu zeigen und erzählen, sozusagen einen Blick hinter die Kulissen geben.

Wir freuen uns auf Dich! Herzliche Grüße, Doreen

 

Veränderung 1, Collage, 30 x 40 cm, 2018, (c) Doreen Trittel

Eine Künstlerin, eine Collage und die Zeit

Eine Künstlerin, eine Collage und die Zeit

Zeit. Nachdenken über die Zeit in der Adventszeit, wo wir doch eigentlich kaum Zeit haben… Die Zeit wirft immer wieder Fragen auf. Wir betrachten sie oft linear. Wir unterscheiden zwischen der gemessenen und der gefühlten Zeit… Du ahnst, es ist ein weites und vielschichtiges Thema, die Zeit… Ich möchte mich heute auf einen Impuls zu diesem Thema beschränken und Dir die Künstlerin Susanne Haun sowie eine Collage von ihr vorstellen.

Susanne Haun ist Bildende Künstlerin und Autorin. Ihre Zeichnungen sind unverwechselbar minimalistisch. Hierfür arbeitet Susanne Haun in Serien und Projekten. Sie sagt selbst: „Mich interessiert dabei das Vergehen der Zeit, was ich in meinem Blog, den ich seit März 2009 täglich schreibe, dokumentiere… Die Natur inspiriert mich und ich sehe beim Betrachten sofort die Linien und Flächen.“ (Links zu ihrer Website und ihren Blog) Ich schätze die Zeichnungen und Arbeiten von Susanne Haun sehr. Haben sie mich schon oft berührt und inspiriert. Mich beeindruckt auch ihre Herangehensweise an die vielen Tätigkeiten um die eigentliche kreative Arbeit herum.

Ich weiß gar nicht, wann Susanne Haun und ich uns kennenlernten. Aber ich erinnere mich daran, dass es virtuell begann. Damals betrieb ich noch mein Blogprojekt „wortmeer“, das ich 2014 mit der Gründung meines Ateliers „hehocra“ beendet habe. Persönlich sind wir uns dann bei den ersten KunstSalons begegnet, die sie als Gastgeberin in ihrem Atelier veranstaltet. Ich freue mich und bin sehr stolz, dass ich diese Collage von Susanne Haun nun jeden Tag im Original betrachten und mal mehr oder weniger meinen Gedanken nachhängen kann.

 

Blatt 4 „Die Zeit“ – 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Blatt 4 „Die Zeit“ – 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

 

Diese Collage entstammt einer Serie. Grundlage hierfür bildet eine Fotografie aus einem alten Fotoalbum. Mehr dazu schreibt und zeigt Susanne Haun in ihrem Blog: Zum Andenken an Eure Ingeborg – Collage von Susanne Haun. Mich hat diese Collage besonders angesprochen, weil die abgebildete Frau an jedem Handgelenk eine Armbanduhr trägt. Das hat mich neugierig gemacht. Aber wir können nur fantasieren, was der Grund dafür sein könnte. Susanne Haun und mich hat das Bild im gemeinsamen Gespräch dazu angeregt, über Zeit nachzudenken.

Zeit: Für meinen heutigen Impuls möchte ich Dir gern folgendes Zitat vorstellen, das ich kürzlich entdeckt habe. Es betrachtet den Fluss von der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft, mit dem auch ich mich immer wieder auseinandersetze.

Was ist also die Zeit? Wenn mich niemand darüber fragt, so weiß ich es; wenn ich es aber jemandem auf seine Frage erklären möchte, so weiß ich es nicht. Das jedoch kann ich zuversichtlich sagen: Ich weiß, daß es keine vergangene Zeit gäbe, wenn nichts vorüberginge, keine zukünftige, wenn nichts da wäre. Wie sind nun aber jene beiden Zeiten, die Vergangenheit und die Zukunft, da ja doch die Vergangenheit nicht mehr ist, und die Zukunft noch nicht ist? (Augustinus Aurelius)

 

Ausschnitt Blatt 4 „Die Zeit“ – 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Ausschnitt Blatt 4 „Die Zeit“ – 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

 

Ich wünsche Dir, ich wünsche uns allen,

dass uns die Zeit in der Adventszeit nicht verloren geht,

dass wir Zeit haben, die Adventszeit und die Vorfreude zu genießen.

 

Vielleicht hast Du ja Zeit und Lust, in diesem Jahr selbst Postkarten für die Lieben mit Tusche zu zeichnen und zu aquarellieren. Susanne Haun gibt am 9. Dezember 2017 einen Atelier Workshop 9.12.2017 von 14 bis 17 Uhr – Dozentin Susanne Haun.

Du interessierst Dich für Dämonen oder kennst jemanden, der sich dafür begeistert? Dann schau Dir dieses Angebot in Susannes Blog an: DÄMONEN – Gedichte von Diarmuid Johnson, Zeichnungen von Susanne Haun. Vorweihnachtspost 2017 von Susanne Haun.

An dieser Stelle möchte ich Dir auch verraten, dass die Collage oben – ganz wunderbar – vom Fachmann in der Poster Galerie Charlottenburg | Bilderrahmenmanufaktur gerahmt wurde. Der schlichte, dunkelbraune Holzrahmen greift die Farbtöne des Bildes sehr gut auf. Das Werk liegt frei im Passepartout, so dass nichts aus dem Inhalt verdeckt wird. Ich mag das sehr.

 

Dann habe ich noch einen kleinen Ausblick für Dich: Susanne und ich nehmen eine vergangene Zeit und deren Spuren, die bis heute reichen, ins Blickfeld. Im nächsten Jahr darf ich in einem ihrer inzwischen schon legendären KunstSalons zu Gast sein. Ich freue mich und bin schon sehr gespannt. Die Vorbereitungen haben begonnen… Erste Ideen keimen und wachsen… (ps: Du kannst Dir schon mal den 20. März 2018, abends vormerken.)

 

Rahmung, Rückseite, Postergalerie Charlottenburg | Bilderrahmenmanufaktur

Rahmung, Rückseite, by Postergalerie Charlottenburg | Bilderrahmenmanufaktur

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