Farben überall – Kunst überall

Farben überall – Kunst überall

Ausstellung: It Wasn’t Us der Künstlerin Katharina Grosse

im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

 

Katharina Grosse im Hamburger Bahnhof Berlin, 2020, by Doreen Trittel

Katharina Grosse im Hamburger Bahnhof Berlin, 2020, by Doreen Trittel

 

Während unserer interaktiven Online-Aktion #farbverrückt war ich in der Ausstellung It Wasn’t Us der deutschen Künstlerin Katharina Grosse im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart -Berlin. Ich war ganz fasziniert von dieser für mich neuen Erfahrung von Malerei, die Grenzen überschreitet und damit neue Fragen aufwirft.

 

Katharina Grosse im Hamburger Bahnhof Berlin, 2020, by Doreen Trittel

Katharina Grosse im Hamburger Bahnhof Berlin, 2020, by Doreen Trittel

 

Das, was zu sehen und zu begehen ist, ist ein Bild, das sich im Innenraum des Museumsgebäudes und von dort hinaus über den öffentlichen Raum erstreckt. Dieses sogenannte Gemälde ist extra für diesen Ort entwickelt. Dies ist typisch für die Arbeit von Katharina Grosse, ihre ortsbezogene Malerei. Faszinierend dabei ist die Unabhängigkeit der Malerei und gleichzeitig die Abhängigkeit der Malerei vom Ort. Was die Arbeit der Künstlerin mit dem Fußball zu tun hat, das verrät Katharina Grosse im Video-Walk, im Gespräch mit der Leiterin des Museums Gabriele Knapstein.

 

Katharina Grosse im Hamburger Bahnhof Berlin, 2020, by Doreen Trittel

Katharina Grosse im Hamburger Bahnhof Berlin, 2020, by Doreen Trittel

 

Die Ausstellung ist noch bis zum 10.01.2021 im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin zu sehen. Es empfiehlt sich vorab über die Öffnungszeiten und die Möglichkeiten von Online-Tickets zu informieren. Zur Ausstellung ist ein gleichnamiger Katalog im Hatje Cantz Verlag von Udo Kittelmann und Gabriele Knapstein erschienen:

 

 

„Katharina Grosse verwendet für ihre Malerei eine mit Kompressor betriebene Spritzpistole. Die ersten mit der Spritzpistolen-Technik gemalten Wandarbeiten schuf Grosse 1998 in Sydney als Beitrag zur 11th Biennale of Sydney oder im selben Jahr in der Kunsthalle Bern. In den Folgejahren besprayte Grosse größere Flächen, die sich ab 2001 auch im Außenraum fortsetzen. Die installativen Dispositionen der Arbeiten werden dabei immer komplexer: Boden und Decke werden mit zum Malgrund, Schutt und Stein wird aufgeschüttet, Möbelstücke, Stoffe, Objekte und Gegenstände einbezogen. Museen, Privathäuser, Plakatflächen, Treppenhäuser, Kantinen und Trainingsräume wurden bemalt. Die Sprayarbeiten schaffen Kontrapunkte und Irritationen, die eine Illusion, eine falsche Wahrnehmung der Wirklichkeit, schaffen.“ (Wikipedia)

Der Link hinter dem Buchcover führt über ein Partnerprogramm zu Amazon. Beim Verkauf bekomme ich eine kleine Provision. Für Dich bleibt der Preis gleich. Wenn Du jedoch die Möglichkeit hast, bei einem Buchladen um die Ecke zu kaufen, dann bitte dort.

 

Katharina Grosse im Hamburger Bahnhof Berlin, 2020, by Doreen Trittel

Katharina Grosse im Hamburger Bahnhof Berlin, 2020, by Doreen Trittel

 

Ich bin gespannt, wie sich mein Blick verändern wird, wenn ich mir die Malerei – zumindest im Außenbereich – nochmals anschauen werde. Denn als ich dort war, das war in der #farbverrückt grünen Woche. Da konzentrierte ich mich auf das Grün sowie auf die noch folgenden Farben unserer Reise durch die Farben des Regenbogens.

 

Katharina Grosse im Hamburger Bahnhof Berlin, 2020, by Doreen Trittel

Katharina Grosse im Hamburger Bahnhof Berlin, 2020, by Doreen Trittel

 

Auch bin ich gespannt, wie sich die Wahrnehmung der Ausstellung im Laufe der kommenden Jahreszeiten verändern wird. Als ich dort war, das war ein heißer Sommertag. Dicke Mäntel und Stiefel, Schal und Mütze… Das kann ich mir momentan kaum vorstellen. Der Herbst zeigt sich aktuell ja auch sehr sonnig.

 

Katharina Grosse im Hamburger Bahnhof Berlin, 2020, by Doreen Trittel

Katharina Grosse im Hamburger Bahnhof Berlin, 2020, by Doreen Trittel

 

Warst Du schon in dieser Ausstellung? Wie hast Du sie wahrgenommen? Wie sind Deine Eindrücke? Wenn Du noch nicht dort warst, dann kann ich sie Dir nur empfehlen. Sie ist ein Erlebnis und man kann schöne Fotos machen. Der Hamburger Bahnhof ist in unmittelbarer Nähe zum Berliner Hauptbahnhof.

Kunstspaziergang: Mein Wedding 2020

Kunstspaziergang: Mein Wedding 2020

Der Wedding ist der Heimatbezirk der Künstlerin Susanne Haun. Sie ist hier aufgewachsen, lebt und arbeitet hier. Vor einigen Wochen hatte ich das große Vergnügen, einigen ihrer Spuren mit der Freiluftausstellung Mein Wedding 2020 bei einem Kunstspaziergang zu folgen. Dabei habe ich vieles entdecken können, was ich bisher noch nicht kannte. Es war ein wundervoller und bereichernder Spaziergang, der eine Idee für unser nächstes gemeinsames Projekt hervorbrachte, aber dazu am Ende dieses Blogbeitrages mehr.

 

Susanne Haun, Mein Wedding 2020, Foto by Doreen Trittel

Susanne Haun vor ihrem Bild in der Ausstellung „Mein Wedding 2020“, Foto by Doreen Trittel

 

Noch bis zum 4. Oktober 2020 kannst Du Dich der Kunst spazierend durch die Straßen des Weddings nähern. Alle Informationen findest Du hier: Mein Wedding 2020. Einen kleinen Blick und die Organisation und den Aufbau der Ausstellung bekommst Du bei der Künstlerin Susanne Haun, auf ihrer Website.

Ich habe Dir hier ein paar fotografische Eindrücke von meinem Rundgang mitgebracht. Wusstest Du, dass es einen kleinen Eiffelturm in Berlin gibt? Ich auch nicht. So habe ich doch sehr gestaunt, als Susanne ihn mir vor dem Centre Francais in der Müllerstraße 75, 13349 Berlin zeigte.

 

Der Eiffelturm neben dem Centre Francais, Müllerstraße 75, 13349 Berlin.

Der Eiffelturm neben dem Centre Francais, Müllerstraße 75, 13349 Berlin.

 

Falls Du nicht so gut zu Fuß unterwegs sein solltest, oder Du nicht so viel Zeit hast, dann empfehle ich Dir einen Besuch des interkulturellen Gartens „Rote Beete“ im Centre Francais, Müllerstraße 75, 13349 Berlin, denn dort findest Du alle Plakate im Kleinformat. Auch der Garten ist eine echte Entdeckung, ein wundervoller Ort zum Verweilen und Innehalten.

 

Mein Wedding 2020 im interkulturellen Garten „Rote Beete“ im Centre Francais, Müllerstraße 75, 13349 Berlin, Fotocollage by Doreen Trittel

Mein Wedding 2020 im interkulturellen Garten „Rote Beete“
im Centre Francais, Müllerstraße 75, 13349 Berlin, Fotocollage by Doreen Trittel

 

Susanne Haun zeigt mit den Plan für "Mein Wedding 2020", Foto by Doreen Trittel

Susanne Haun zeigt mit den Plan für „Mein Wedding 2020“, Foto by Doreen Trittel

 

Du kannst den Plan mit allen ausgestellten Plakaten online hier sehen. Der Mittelstreifen der Müllerstraße in Berlin Wedding dient noch bis zum 4. Oktober 2020 durch 12 Kunstwerke einer Freiluftgalerie. Grundlage der Ausstellung war ein Kunstwettbewerb, dem alle folgen konnten, die sich mit dem Berliner Stadtteil Wedding auseinandersetzen und Typisches aus dem Wedding aufgreifen. Die besten 12 Beiträge wurden von einer Jury ausgewählt.

 

Schattenspiel, Susanne Haun (li.) und Doreen Trittel (re.), Foto by Doreen Trittel

Schattenspiel, Susanne Haun (li.) und Doreen Trittel (re.), Foto by Doreen Trittel

 

Von ihrem Aufwachsen im Berliner Wedding hat mir meine KünstlerinKollegin und Freundin Susanne Haun in einem Video-Interview erzählt: West-Berlin war ein Dorf. Dieses Gespräch ist Teil unserer gemeinsamen Auseinandersetzung mit unseren Gemeinsamkeiten. Denn obwohl wir durch unser Aufwachsen in verschiedenen Systemen, Susanne in West-Berlin, ich in Ost-Berlin, unterschiedlich sozialisiert sind, verbindet uns doch weit mehr, als man zunächst annehmen könnte. Aus dieser Auseinandersetzung ging bereits eine Ausstellung mit dem Titel Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen hervor. Diese haben wir im vergangenen Jahr hinter den Kulissen weiter entwickelt. Dann kam Corona…

Doch bei unserem Spaziergang haben wir den Faden wieder aufgegriffen und möchten Euch dies anlässlich des 30. Jahrestages der Deutschen Einheit in Form von mehreren Social-Media-Beiträgen sowie Blog-Beiträgen präsentieren. Es wird quasi eine kleine Online-Ausstellung, die Du Dir ganz bequem via Bildschirm anschauen und Dich direkt mit uns dazu austauschen kannst. Wir freuen uns sehr darauf, wenn Du mit dabei bist. Am 3. Oktober 2020 geht es los – bei Susanne und bei mir.

 

West-Berlin war ein Dorf – Im Gespräch mit Susanne Haun

West-Berlin war ein Dorf – Im Gespräch mit Susanne Haun

Vor einem Jahr, da hatte ich noch keine Ahnung von der Bearbeitung von Videos. Ich war noch nie live und hatte Interviewfragen bisher nur schriftlich gestellt… Und nun gibt es 6 Videos, in denen ich mich mit Menschen aus meinem Netzwerk anlässlich dem 30. Jahr des Mauerfalls unterhalten und sie gefragt habe… Es waren intensive, tief gehende und sehr bereichernde Gespräche, in denen ich mein Gegenüber immer wieder neu kennengelernt habe. Die Interviews habe ich aber nicht nur aufgezeichnet, sondern auch mit Fotos aus öffentlichen und den privaten Archiven meiner Gesprächspartner*innen unterlegt. Du findest sie am Ende dieses Beitrages alle nochmal auf einen Blick.

Zunächst hatte ich ja vor, jeden Monat mindestens ein Video zu veröffentlichen. Doch dann kamen im vergangenen Jahr interessante Ausstellungsprojekte hinzu, von denen ich am Jahresanfang noch nichts ahnte. Da habe ich mir schon Ende 2019 gedacht, ich setze meine Gesprächsreihe in 2020 zum 30. Jahr der Deutschen Einheit fort.

Ich freue mich, dass ich das 30. Jahr der Deutschen Einheit mit meiner Künstlerinkollegin und Freundin Susanne Haun eröffnen darf. Uns verbinden trotz unterschiedlicher Sozialisation viele Gemeinsamkeiten, die wir miteinander auch schon künstlerisch betrachtet haben. 

 

Doreen Trittel im Gespräch - 30 Jahre Deutsche Einheit

 

***

West-Berlin war ein Dorf

Die Veränderungen einer Stadt
Im Gespräch: Susanne Haun

 

Susanne Haun ist Künstlerin. Die Zeichnung steht für sie im Mittelpunkt: „Die Zeichnung ist für mich wie ein zusätzliches Sinnesorgan.“ Darüber hinaus ist Susanne auch eine Netzwerkerin. Sie veranstaltet in ihrem Wedding Atelier regelmäßig den KunstSalon am Dienstag verschiedenen, überwiegend künstlerischen Themen. (Für den nächsten Salon gibt’s für Dich weiter unten noch eine Einladung.)

 


Hinweis: Beim Anklicken des Videos, wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

 

Susanne Haun wächst in West-Berlin auf, in einer geteilten Stadt mit einer Mauer ringsum. Für sie als Kind ist es normal, weil sie es nicht anders kennt. Mit dem Fall der Mauer verändert sich nicht nur Ost-Berlin, sondern auch der Westteil der Stadt radikal.

Wir sprechen nicht nur über Susannes Erfahrungen als Berlinerin und Künstlerin sondern auch über unsere Zusammenarbeit und Installation im Umgang mit Erinnerungen und der Entdeckung von Gemeinsamkeiten.

Mit unserem Gespräch bekommst Du einen tiefen Einblick darin, wie unsere Installation entstanden ist, den Ursprung unserer Zusammenarbeit, und darin, dass wir unsere Zusammenarbeit über die gemeinsame Installation und Ausstellung fortführen.

Auf dieser Basis möchten wir mit unserer Kunst und unseren Gesprächen dazu anregen, dass mehr Menschen trotz aller Unterschiede, die Gemeinsamkeiten entdecken können. Diese Parallelen stellen eine Verbindung her und sind gerade in der heutigen Zeit unabdingbar. Sie schaffen eine Brücke zwischen den Menschen, unabhängig vom kulturellen Hintergrund. Verbindung schafft Frieden.

 

Zitat von Susanne Haun - 30 Jahre Deutsche Einheit

„Seid neugierig aufeinander. Seid respektvoll miteinander…“, Zitat von Susanne Haun, 2019, by Doreen Trittel

 

Susanne lädt Dich und mich ein

Wenn Du Susanne Haun persönlich treffen möchtest, dann komm doch zu ihrem nächsten KunstSalon am Dienstag, den 18. Februar 2020, um 18 Uhr in den Atelier-Räumen von Susanne Haun im Berliner Wedding. Alle Informationen zu diesem Abend und zu ihrem Gast Frank Koebsch, Künstler und Kurator, das erfährst Du hier: Einladung zum 23. KunstSalon am Dienstag. Ich verrate nur, dass Zigarrenkästen eine Rolle spielen und dass ich auch dort sein werde.

 

Susanne Haun (r) und Doreen Trittel (l) bei Eva & Adele in der Ausstellung L'AMOUR DU RISQUE, im me Collectors Room, Berlin 2018, Foto Doreen Trittel

Susanne Haun (r) und Doreen Trittel (l) bei Eva & Adele in der Ausstellung L’AMOUR DU RISQUE, im me Collectors Room, Berlin 2018, Foto Doreen Trittel

 

Herzlichen Dank

Ich freue mich sehr, dass Du, liebe Susanne, uns Deine Geschichte, Deine Erfahrungen und Wahrnehmungen mit uns geteilt hast. Von Herzen: Dankeschön!

 

Gesprächsreihe

Dieses Video erscheint im Rahmen meiner Gesprächsreihe anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls in 2019 und der Fortführung zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit in 2020. Weitere Gespräche & Aufzeichnungen findest Du hier: 30 Jahre Mauerfall. Folgende Interviews sind bereits erschienen:

Auch über das Jubiläumsjahr 30 Jahre Mauerfall hinaus sind die Erfahrungen, Gedanken und Erkenntnisse ein Erlebnis. Klick Dich doch mal durch. Voller Freude und Dankbarkeit schaue ich auf jede einzelne Begegnung zurück und danke jedem Impuls, den uns meine Gesprächspartner*innen uns geschenkt haben. 

 

Wir Frauen… | Verbundene Spuren Einblicke Teil 10

Wir Frauen… | Verbundene Spuren Einblicke Teil 10

Wir Frauen schauen auf ein Hier und Heute, das gewachsen ist aus einem Gestern, in dem uns Frauen oft genug das öffentliche Wort verboten wurde.

Wir wollen lernen, zu diesem Wort für uns und für andere zu finden. Deshalb müssen wir unser Geworden-Sein, unser So-Sein ergründen und uns untereinander verständigen.

Diese Zitate stammen aus dem Programmentwurf der Fraueninitiative Leipzig im neuen Forum vom 18.10.1989.

Von 1989 in die Zukunft

Diese Worte sind in diesem Jahr, 2019 in mein Leben gekommen und drücken das aus, was ich schon seit einigen Jahren selbst tue, versuche: schauen, ergründen, mein Wort finden, verbinden… Dabei kommen diese Zeilen aus dem Jahr 1989 und sind inzwischen schon 30 Jahre alt. Zunächst hatte ich sie kreativ in einer textilen Arbeit mit Taschentüchern verarbeitet:  „Frauen verändern…“. Diese Arbeit ist noch in der Frauenkultur Leipzig zu sehen. Dort hatte ich damit auch den 1. Platz beim Kunstwettbewerb „Frauen 1989 – Künstlerinnen* 2019“ belegt.  

Dann sagte mir meine Intuition

Diese Worte müssen auch in die Ausstellung „Verbundene Spuren“. So wurden sie zum Bestandteil unserer gemeinsamen Installation. Carla Pohl hat das Denkmal von beiden Seiten fotografiert und auf Leinwand ziehen lassen. Ich habe diese beschrieben, bestickt und mit verschiedenen Elementen versehen. Darum und um einige Ebenen mehr geht es in der heutigen Folge meiner Video-Reihe. 

 


Hinweis: Beim Anklicken des Videos, wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

 

In meiner heutigen Atelier-Post …

…geht es um die Angst, die Angst davor loszulegen, anzufangen, den ersten Schritt zu wagen. Über meine Atelier-Post schicke ich Dir zu jeder Folge Anregungen, wie Du selbst ins kreative Tun kommen kannst, wie Dir Deine Kreativität bei verschiedenen Themen der Auseinandersetzung helfen kann.

 

Gemeinsam Ängste überwinden

An dieser Stelle wünsche ich Dir ein wunderbares Wochenende. Ich melde mich am Montag mit der letzten Folge meiner Video-Reihe und meinem letzten E-Mail-Impuls wieder. Lass die Themen dieser Woche wirken. Ich freue mich auf den kommenden Mittwoch. Bist Du mit dabei?

Du hast das Gefühl, etwas steht Dir im Weg? Du hast eine Ahnung, dass da was altes sein könnte, das sich da bemerkbar macht. Aber Du weißt nicht, genau, was da ist oder sein könnte? 

Selbst gestaltete Collagen können Dir helfen, Deine Emotionen auszudrücken, Deine Ängste zu überwinden und Deinem Unbewusstem Ausdruck zu verleihen. Das geht mit einfachen und wenigen Hilfsmitteln. Komm ins Tun und nutze Deine kreativen Quellen, denn die Veränderung beginnt bei Dir selbst.

Lass uns gemeinsam kreativ werden. Lass uns gemeinsam hineinführen, was sich da zeigen will. 

 

am 27. November 2019, um 20.30 Uhr

Collagen-Online-Workshop

 

Am besten, Du meldest Dich direkt bei mir an. Alle Informationen und den Link zum Zoom-Raum versende ich per Mail. (Mehr Informationen zu diesem Anbieter findest Du in meiner Datenschutzerklärung.) Ich freue mich auf Dich.

 

Er-Ich. Dritte Generation Ost | Verbundene Spuren Einblicke Teil 8

Er-Ich. Dritte Generation Ost | Verbundene Spuren Einblicke Teil 8

Generation x, Generation Y, Generation, Generation… Fühlst Du Dich einer bestimmten Generation zugehörig? Oder keiner? Aus welcher Perspektive heraus schaust Du auf Dein Gestern, auf Deine Erinnerungen? Ist es das Kind in Dir oder die/ der Erwachsene von heute?

 

Wendekinder

Dem Blick der Wendekinder widmet sich die Fotografin Carla Pohl in ihrer Serie „Er-Ich. Dritte Generation Ost“.

…Wie schauen wir zurück auf die DDR? „Nur“ mit Kinderaugen? Ja und Nein. 1989 wurden Lebensentwürfe über Nacht über den Haufen geworfen. Was vorher wichtig war, wurde nun nicht mehr gebraucht, nicht mehr abgerufen. Unsere Eltern suchten ihre neue Identität und konnten uns, ihren Kindern, kaum dabei behilflich sein, unsere eigene zu entwickeln. Mit den Tryptichen ER-ICH inszeniere ich Zugänge zu dem verborgenen Teil unserer Wende- und Wandel-Identität und ihrer Anteile, die nicht vordergründig zu sehen und zu hören, zu vermitteln sind. Bild(er)-Erinnerungs-Arbeit… Er-Ich. Dritte Generation Ost. von Carla Pohl.

 

„…Als zweite Generation wird die Elterngeneration verstanden, die in der DDR geboren, sozialisiert, ausgebildet und berufstätig wurde; als erste Generation wird die Aufbaugeneration der Großeltern betrachtet (zeitliche Abfolge: Kriegskinder → DDR-Kinder → Wendekinder)…“ (Wikipedia, November 2019)

 


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Begegnung und Austausch und gemeinsam

2016 begegneten Carla und ich uns das erste Mal bei einer Vernissage in Berlin Charlottenburg. Ich hatte vorher schon einen Flyer von ihr gesehen, auf dem sie eines der Porträts aus der Serie „Er-Ich. Dritte Generation Ost“ zeigte. Das fand ich faszinierend. Ich sprach sie an und daraus entwickelten sich zahlreiche Gespräche über den Mauerfall, die Zeit vor dem Mauerfall und danach, die Familienhintergründe, Feminismus, Frauen und vieles mehr… Daraus entstand auch die Idee für unser realisiertes Ausstellungsprojekt „Verbundene Spuren“. Gleichzeitig wurden wir zu Teilen der jeweiligen anderen Projekte. Ich habe mich für „Er-Ich. Dritte Generation Ost“ von Carla Pohl porträtieren lassen. Carla Pohl nahm an meiner Interviewreihe zum 30. Jahr des Mauerfalls teil.

 

Selbst als Motiv?

In meiner heutigen Atelier-Post verrate ich Dir, was es mit mir gemacht hat, als Motiv Teil von Carlas Serie zu sein und wie Du davon profitieren kannst.

 

ps: Grüße nach Nevada

Im Sommer startete Carla ihre erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne für Ihr Projekt „In erster Linie bin ich Mensch, die Kamele interessieren mich mehr“. Nun realisiert sie es und setzt Ihre fotografische Serie von Frauen in der Landwirtschaft in Ely, Nevada fort. Ich bin gespannt, welche Frauen sie dort porträtieren wird und was sie uns dann erzählen kann.

Die gemeinsame Serie | Verbunden Spuren Einblicke Teil 6

Die gemeinsame Serie | Verbunden Spuren Einblicke Teil 6

Schweigen. Rückzug. Verdrängen. Angst…

Was macht das? 

Erinnerst Du Dich an meinen Beitrag zur 1. Folge der Interview-Reihe mit Einblicken in unsere Ausstellung „Verbunden Spuren“? Da hatte ich von inneren Mauern gesprochen, dass ich diese nur zu gut kenne… Heute möchte ich an dieser Stell weitergehen… Kommst Du mit? 

Schweigen. Rückzug. Sicherheit. Verdrängen. Angst

…Das ist der Nährboden für Mauern, für Mauern im außen, aber auch Mauern in unserem Innern. 

Wie oft habe ich sie verflucht und mich darüber geärgert. Wie oft war ich wütend darauf, hinter diesen Mauern zu sitzen… Doch irgendwann erkannte ich Stück für Stück, dass ich einen Grund hatte, meine eigenen Mauern zu errichten. Unsere Mauern haben ihren tieferen Sinn, der oft weit zurückliegt… Das ist der erste Schritt: Die Mauern wahrnehmen. Die Mauern erkennen. Die Mauern sehen. Die Mauern fühlen.

Wahrnehmen… Annehmen, was ist…

Dem sind Carla Pohl und ich in unserer gemeinsamen Arbeit „Verbundene Spuren“ nachgegangen. Wie? Das erfährst Du in der heutigen Video-Folge meiner Einblicke in unserer Ausstellung. Schauen wir auf eine unserer gemeinsamen Arbeiten, eine Bilder-Serie mit Fotografien von Carla Pohl und farbigen Fäden, Stickereien von mir, Doreen Trittel.

 


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Die kreative Zerstörung

In meiner heutigen Atelier-Post möchte ich Deinen Blick darauf lenken, wie Du die kreative Zerstörung für Dich nutzen kannst. Ja, Du hast richtig gelesen: Zerstörung. Damit beginnen viele meiner Arbeiten.

Über meine Atelier-Post schicke ich Dir zu jeder Folge Anregungen, wie Du selbst ins kreative Tun kommen kannst, wie Dir Deine Kreativität bei verschiedenen Themen der Auseinandersetzung helfen kann. Profitiere von meinem Wissen und vor allem meinen Erfahrungen in der kreativen Arbeit mit Prägungen und Erinnerungen.

Du kannst jederzeit gern hinzu kommen. Ich freue mich auf Dich: Zur Atelier-Post eintragen.