Wir sind die Anderen…

Wir sind die Anderen…

Wir müssen uns an unsere Geschichte erinnern! Wir sind der Wandel!

Diese beiden Sätze habe ich in einer Dokumentation über das “junge, neue Amerika” aufgeschnappt. Vor zwei Jahren haben wir das Ergebnis der 58. Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten erfahren und es war klar, die Welt wird sich verändern.

 

Die Anderen, Wort Collage, Serie/ Teil einer Installation,  2017 (c) Doreen Trittel

Die Anderen, Wort Collage, Serie/ Teil einer Installation, 2017 (c) Doreen Trittel

 

Heute vor 80 Jahren war die Reichspogromnacht. 1938 wurden organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden verübt. Diesen Jahrestag sehe ich als mahnende Erinnerung. Er ist ein Appel an unsere Verantwortung, für Menschlichkeit und Demokratie einzustehen.

 

Die Anderen, Wort Collage, Serie/ Teil einer Installation,  2017 (c) Doreen Trittel

Die Anderen, Wort Collage, Serie/ Teil einer Installation, 2017 (c) Doreen Trittel

 

Heute vor 29 Jahren fiel die Mauer. Zu dieser Zeit lebte ich als Teenager in Berlin Friedrichshain. Der Tag des Mauerfalls symbolisiert für mich persönlich auch den Beginn meines Weges der Veränderungen, den ich bisher Schritt für Schritt gegangen bin. Wir können so vieles aus der Vergangenheit lernen, wenn wir mutig genug sind, sie uns ohne Schönreden anzuschauen. Wir sind geprägt von unseren Familiengeschichten, von der Gesellschaft und von der Zeit in der wir leben. Sich dessen bewusst zu werden, kann Veränderungen in Gang setzen, die bei uns selbst beginnen.

 

Die Anderen, Wort Collage, Serie/ Teil einer Installation,  2017 (c) Doreen Trittel

Die Anderen, Wort Collage, Serie/ Teil einer Installation, 2017 (c) Doreen Trittel

 

Die Anderen: Wie leicht geht uns der Spruch: „Die Anderen“ über die Lippen… Abgrenzung. Ausgrenzung. Gehören wir dazu? Sind wir außen vor? Fühle ich mich besser, wenn ich andere ausgrenze, herabsetze, herabwürdige?

Vielfalt, Individualität und Gemeinschaft: Ich bin die Anderen. Die Anderen sind ich. Du bist die Anderen. Die Anderen sind du. Wir sind die Anderen. Die Anderen sind wir.

Wir sind die Anderen!

 

Die Anderen, Wort Collage, Serie/ Teil einer Installation,  2017 (c) Doreen Trittel

Die Anderen, Wort Collage, Serie/ Teil einer Installation, 2017 (c) Doreen Trittel

 

 

Diese Beiträge könnten Dich vielleicht auch interessieren:

Blätter Zeiten | Collagen-Serie

Blätter Zeiten | Collagen-Serie

Stück für Stück bin ich auf diesen Baum geklettert. Nun sitze ich oben auf der Pappel und halte mich mit beiden Händen fest. Der Lärm der Stadt scheint entrückt. Fröhlich rascheln die Blätter im Wind. Sanft schwingt die Baumspitze und ich genieße diese Bewegung.

 

Blätter Zeiten 2/9, Collage, (c) Doreen Trittel

Blätter Zeiten 2/9, Collage, 2017, (c) Doreen Trittel

 

Dies ist eine Erinnerung, die mich neben anderen, zu diesen Collagen inspiriert hat. Die Bewegung der Pappel führte mich zu diesem kreativen Ausdruck. Die Collagen sind der Versuch, verborgenen Erinnerungen auf die Spur zu kommen, sie einzuladen. Sie sind eine liebevolle Handreichung vom heute zum gestern verbunden mit der Hoffnung auf eine heile Zukunft.

Die Grundlage jeder einzelnen Collage bilden einzelne schwarze Seiten eines Fotoalbums. Unter dem Transparentpapier liegen alte Drucke, die ich als Kind mal in einem Kurs “Textilgestaltung” mit Stoffen und Blättern gestaltet hatte. Oben auf legte ich Blätter, die ich nun Jahrzehnte später gesammelt und gepresst hatte. So legen sich die Blätter von heute über die Blätter von damals und spannen einen Bogen über die Zeiten.

 

Blätter Zeiten 4/9, Collage, (c) Doreen Trittel

Blätter Zeiten 4/9, Collage, 2017, (c) Doreen Trittel

 

atmen

in der Hoffnung
die Sehnsucht
zuversichtlich leben
durch den Regen
in sich wachsen
bis zum Sonnenschein

2007, (c) Doreen Trittel

 

Blätter Zeiten 7/9, Collage, (c) Doreen Trittel

Blätter Zeiten 7/9, Collage, (c) Doreen Trittel

 

Tränen

liegen vor mir
verloren
aus Schmerzen
geboren

quälend
befreit

Quellen
gießen grün
werden wachsen
Blüten von
Morgen

2007, (c) Doreen Trittel

 

Blätter Zeiten 6/9, Collage, (c) Doreen Trittel

Blätter Zeiten 6/9, Collage, (c) Doreen Trittel

 

Siehst Du wie die Blätter tanzen, jetzt im Herbst? Sie leuchten bunt im Sonnenschein, glänzen golden. In diesem Sinne wünsche ich Dir einen fröhlichen und zuversichtlich stimmenden Herbst.

 

Der 3. Oktober 2018 – Der Beginn (m)einer Versöhnung

Der 3. Oktober 2018 – Der Beginn (m)einer Versöhnung

Jetzt war ich das erste Mal bei den offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, die man schon zwei Tage vorher besuchen konnte. “…Die offizielle Feier zum Tag der Deutschen Einheit findet seit 1990 in der Landeshauptstadt des Landes statt, das zu dem Zeitpunkt den Vorsitz im Bundesrat innehat…” (Wikipedia). In diesem Jahr ist es Berlin.

Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich mit dem 3. Oktober schon seit 28 Jahren, seit seinem Bestehen so meine Probleme habe. Im vergangenen Jahr habe ich versucht, das mal zusammenzufassen: Der 3. Oktober 1990: Es war eine Zeit der Extreme. Es war eine Zeit der Extreme zwischen Euphorie und Überleben. Diese Zeit hat uns geprägt.

 

100DM – Revolution & Konsum: Die Wünsche einer Generation. Ausstellung. https://100dm.de/de/

100DM – Revolution & Konsum: Die Wünsche einer Generation. Ausstellung, Foto by Doreen Trittel

 

Wie sehe ich es heute?

Es ist etwas in Bewegung gekommen. Die Diskussionen rund um Ostdeutschland und die ostdeutsche Geschichte beziehen nun auch mehr und mehr die Zeit nach dem 9. November 1989 bis heute mit ein. Ich hoffe, dass mit fast 30 Jahren Abstand, die Zeit gekommen ist, um offen und konstruktiv über die gemachten Erfahrungen zu sprechen – zu erzählen, zu zuhören und sich auszutauschen. Denn unsere Erlebnisse begrenzen sich nicht nur auf die beiden Pole Stasi und Ostalgie, sondern erstrecken sich auf verschiedene Ebenen dazwischen.

Das konnte ich vor einiger Zeit bei einer Podiumsdiskussion in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin erleben: 28 Jahre Wiedervereinigung – Aufbruch – Umbruch – Ausbruch? Dieser Abend hat mir gezeigt, dass es möglich ist, mehrere Ebenen bei der Diskussion um die aktuelle Situation in Deutschland – in Ost und West – mit Blick auf die letzten Jahrzehnte zuzulassen und bereichernd diskutieren zu können. Diese Veranstaltung wurde live mitgeschnitten. Du kannst sie hier anschauen: Neue Mauern in den Köpfen?…

 

Band der Einheit, Tag der Deutschen Einheit Berlin, https://www.kulturprojekte.berlin/projekt/tag-der-deutschen-einheit-berlin-2018/

Band der Einheit, Tag der Deutschen Einheit Berlin, Foto by Doreen Trittel

 

Die DDR existiert seit fast 30 Jahren nicht mehr, doch sie lebt bis heute fort. Sie hat uns geprägt, sie steckt in uns, in unseren Eltern und Großeltern. Auch die Zeit der Wende nach dem Mauerfall hat mehrere Generationen vor Herausforderungen gestellt, die auch heute noch nachwirken. Die Prägungen können nicht über Nacht zum Einsturz gebracht werden. Dies erfordert eine intensive und schonungslose Auseinandersetzung.

Ein gutes Beispiel ist für mich der Artikel von Daniel Schulz in der TAZ: Wir waren wie Brüder. Im Untertitel heißt es: Unser Autor ist vor Neonazis weggelaufen und er war mit Rechten befreundet. In den Neunzigern in Ostdeutschland ging das zusammen. Und heute? Daniel Schulz schont sich nicht in seinem Artikel, aber nicht nur deshalb ist er lesenswert. Er gibt uns einen Einblick in ein Kapitel der Wende- und Nachwendezeit… Ja, auch dorthin müssen wir schauen. Der Druck von Rechts ist ein gesamtdeutsches Problem, aber der Blick geht im Ostteil auf eine andere Entwicklung zurück, und das dürfen wir nicht außer acht lassen. Die aktuellen Ereignisse machen deutlich: Es wird Zeit! – Rechts ist ebend nicht nur ein Wort…

Gleichzeitig ist es wichtig, immer wieder zu betonen: Der Osten besteht nicht nur aus Rechtsradikalen. Um dies deutlich zu machen hat Stefan Krabbes auf Twitter den Hashtag #derandereosten ins Leben gerufen. Hier erzählen Menschen von ihren Erfahrungen und ihrer Sicht: Der Osten ist bunt. Auch ich habe mich schon mit einzelnen Tweets beteiligt. Davon haben auch die Medien berichtet. Die DW hat zum Beispiel eine Videocollage zusammengestellt, an der auch ich beteiligt bin.

Ein sehr persönliches Interview hat Maria Klitz für ihren Blog mit mir geführt: Aufgewachsen in einem Land, das es nicht mehr gibt. Es hat mir selbst wieder neue Perspektiven aufgezeigt und mein Verständnis erweitert.

 

Tag der Deutschen Einheit in Berlin, Foto by Doreen Trittel

Tag der Deutschen Einheit in Berlin, Foto by Doreen Trittel

 

Ich bin froh, dass ich heute einer persönlichen Einladung (Danke!) gefolgt bin, und so über meinen Schatten springen konnte, um es mal auf diese Art zu formulieren. Denn eigentlich wollte ich heute eine Serie bestehend aus drei Fotografien mit dem Titel “Blühende Landschaften” zeigen und dazu etwas schreiben… (Mache ich später, in einem anderen Blogbeitrag.) Aber das schien mir nun nicht mehr passend. Nach meinem Besuch der offiziellen Feierlichkeiten, spüre ich das erste Mal so etwas wie eine Versöhnung mit dem Tag der Deutschen Einheit. Ja, es ist vieles schief gelaufen. Ja, es gibt noch viel zu tun. Aber es hat sich etwas in Bewegung gesetzt, das uns weiterbringen wird. Das hoffe ich, und ich werde mit dem, was ich künstlerisch und persönlich aus eigener Erfahrung zu erzählen habe, dazu beitragen.

 

Doreen Trittel beim Tag der Deutschen Einheit in Berlin

Doreen Trittel beim Tag der Deutschen Einheit in Berlin

 

Bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit #TDE2018 präsentieren sich verschiedene Akteure. Ich möchte beim #TDE2018Berlin die einzelnen Präsentationen der Bundesländer, die Informationsstände der Gedenkstätten und die vielfältige Kunst empfehlen. Und wie es sich für ein Fest gehört: Es gibt auch gutes Essen und Trinken. Dazu spielt Musik. Nun fehlt nur noch der herbstlich wärmende Sonnenschein über Berlin.

 

Rheinland Pfalz beim Tag der Deutschen Einheit in Berlin, Foto by Doreen Trittel

Rheinland Pfalz beim Tag der Deutschen Einheit, Foto by Doreen Trittel

 

Prost! Auf uns, in Ost & West, in Nord & Süd!

 

Tag der Deutschen Einheit in Berlin, Foto by Doreen Trittel

Tag der Deutschen Einheit in Berlin, Foto by Doreen Trittel

Aufgewachsen… | Ich in einem Interview

Aufgewachsen… | Ich in einem Interview

Vor kurzem lernte ich Maria Klitz auf digitalen Wegen kennen. Maria hat eine Website und schreibt einen Blog zum Thema Bedürfnisorientiertes Familienleben. Da ich selbst auch Mutter bin und mich mit Familie in meiner Kunst auseinandersetze, fand ich gleich spannend, was Sie macht. Maria ist Erzieherin und Elterncoach. Online führt sie Interviews zu Tabuthemen, Alltag und Kindheit früher. So kamen wir auf meine Familiengeschichte zu sprechen und ich beantwortete Marias Fragen.

 

Baby im Kinderwagen sw

Foto privat, (c) Doreen Trittel

 

„Aufgewachsen in einem Land, das es nicht mehr gibt“: Herzlichen Dank, liebe Maria, für Dein Interesse und Deine Neugier an meiner ostdeutschen Herkunft und meinen Erfahrungen als Stasi-Kind. Auf der einen Seite erzähle ich viel aus dieser Zeit und beschäftige mich auch in meiner künstlerischen Arbeit damit, und auf der anderen Seite habe ich durch Deine Fragen wieder erfahren, dass es nicht einfach ist, die damaligen Lebenserfahrungen und das Lebensgefühl aus meinem Alltag an jemanden weiterzugeben, der es selbst nicht erlebt hat. Kommt es mir selbst mitunter fremd vor. Aber dieser Herausforderung stelle ich mich immer wieder gern, öffnen sich mir dadurch immer wieder neue Perspektiven… weiterlesen

 

Kind Fahrradfahren sw

Foto privat, (c) Doreen Trittel

 

…Ich war zum Beispiel sehr stolz darauf, dass ich mit meinem grasgrünen Fahrrad schnell das Fahren lernte und den Fahrtwind im Gesicht spüren konnte…

 

Foto sw Porträt

Foto privat, (c) Doreen Trittel

 

…Manchmal, wenn ich so da sitze und einfach in die Welt schaue, spüre ich die Schwere meiner Geschichte und Auseinandersetzung… Doch dann blicke ich auf die vielen Phasen zurück, in denen ich viele Hürden schon genommen habe. Und das fühlt sich unglaublich gut an…

 

Das vollständige Interview kannst Du bei Maria Klitz nachlesen: Aufgewachsen in einem Land, das es nicht mehr gibt. Auch die anderen Interviews kann ich empfehlen. Ich finde die verschiedenen individuellen Geschichten und Erfahrungen immer sehr spannend.

Rechts

Rechts

Rechts – ein Wort.

Der Schriftzug – Typografie.

 

Rechts, Fotografie, Serie, 2018, (c) Doreen Trittel

 

Rechts, Fotografie, Serie, 2018, (c) Doreen Trittel

 

Rechts, Fotografie, Serie, 2018, (c) Doreen Trittel

 

Wir dürfen nicht die Augen verschließen. Es war da. Es ist da.

Das hat mir die Sonderausstellung Anfang des Jahres

im NS-Dokumentationszentrum München nochmal deutlich gemacht:

Nie wieder. Schon wieder. Immer noch.

Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945″.

 

Ja, es macht Angst,

aber genau deswegen müssen wir alle ganz genau hinschauen!

 

Rechts, Fotografie, Serie, 2018, (c) Doreen Trittel

 

Rechts, Fotografie, Serie, 2018, (c) Doreen Trittel

 

#wirschauennichtweg #ausdergeschichtelernen #wirsindmehr 
#keinegewalt #keinrassismus #keinhass#nonazis #noafd 
#respekt #menschlichkeit #menschenwürde #demokratie 
#liebestatthass #herzstatthetze #erinnern #weremember

 

Rechts, Fotografie, Serie, 2018, (c) Doreen Trittel

 

Rechts, Fotografie, Serie, 2018, (c) Doreen Trittel

 

Rechts, Fotografie, Serie, 2018, (c) Doreen Trittel

 

Dies ist eine Auswahl von mehreren Fotografien, die ich in diesem Jahr über mehrere Monate verteilt schon gemacht habe. Eigentlich wollte ich diese Arbeit noch reifen lassen, weitere Motivideen umsetzen. Aufgrund der aktuellen Ereignisse in Chemnitz habe ich meinen Plan kurzfristig geändert und eine Auswahl zur Veröffentlichung getroffen. In den letzten Tagen waren verschiedene Aufnahmen bei mir auf Twitter, Instagram und Facebook zu sehen.

 

Rechts, Fotografie, Serie, 2018, (c) Doreen Trittel

 

Rechts

Fotografien, Serie, 2018, (c) Doreen Trittel

Der Mann im All – ein Held meiner Kindheit

Der Mann im All – ein Held meiner Kindheit

Am 26. August 1978, vor 40 Jahren, flog Sigmund Jähn als erster Deutsche – mit seinem russischen Kollegen Waleri Bykowski – ins All zur sowjetischen Raumstation Saljut 6.

Sigmund Jähn (*1937) “ist ein ehemaliger deutscher Jagdflieger, Kosmonaut und Generalmajor der NVA (Nationale Volksarmee) der DDR. Er war als erster Deutscher im Weltraum… Der Flug dauerte 7 Tage, 20 Stunden, 49 Minuten und 4 Sekunden…”  (Wikipedia, Aug. 2018)

 

Erlebnis Weltraum, Sigmund Jähn, DDR-Buch, Foto by hehocra

 

An die Medienberichte zu dieser Zeit, beide waren eine Woche im All, kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich war fünf Jahre alt. Aber ich erinnere mich gut daran, dass Sigmund Jähn ein Held vieler Kinder in der DDR war. Ich sah ihn und seinen Kollegen einmal bei einer Veranstaltung im Pionierpalast. Bei diesem Besuch habe ich auch das Buch “Erlebnis Weltraum” von Sigmund Jähn gekauft. Ich war sehr stolz darauf und fand es damals sehr aufregend.

1979 wurde der Pionierpalast “Ernst Thälmann” – ein weiterer Held – als größtes Pionierzentrum in der DDR im Pionierpark in der Wuhlheide eröffnet. Dort gab es ein Kosmonautentrainingszentrum, wo die Pioniere verschiedene Übungen und Aufgaben absolvieren konnten. Mein Highlight bei einem Besuch war das Rad, in dem man an den Füßen und Händen festgebunden und dann in alle Richtungen quasi gleichzeitig gedreht wurde. Man musste schwindelfrei sein. Heute ist das Gebäude, das FEZ-Berlin ein Kinder-, Jugend- und Familienzentrum.

 

Erlebnis Weltraum, Sigmund Jähn, DDR-Buch, Foto by hehocra

 

Die Kapsel Sojus 29, mit der die beiden Kosmonauten dann wieder auf der Erde gelandet sind, habe ich später einmal im früheren Armeemuseum Dresden (heute Militärhistorisches Museum der Bundeswehr) gesehen. Das ist mir bei meinen Recherchen zu diesem Blogbeitrag wieder eingefallen. Auf der Kapsel waren die Unterschriften der Besatzungsmitglieder nach der Landung zu sehen.

 

Erlebnis Weltraum, Sigmund Jähn, DDR-Buch, Foto by hehocra

 

In meiner Kindheit gab es viele Helden. Dass das Programm war, ist mir erst später nach dem Fall der Mauer bewusst geworden. Der Frage nach dem Status als Held im heutigen Deutschland geht dieser Zeit-Artikel nach: Warum ist dieser Mann kein Held?

 

Erlebnis Weltraum, Sigmund Jähn, DDR-Buch, Foto by hehocra

 

Im Tagesspiegel gibt es ein Interview mit dem heute 81 Jährigen. Darin gibt er den ein oder anderen Einblick in seine Erlebnisse von damals: …Sigmund Jähn über seinen Freund Alex Gerst, Ufos und 16 Sonnenaufgänge am Tag.

Auf der Website des MDR gibt es einige Aufnahmen von vor 40 Jahren: Sigmund Jähn.

Ob nun Kosmonaut oder Astronaut… Diesen kulturellen Unterschieden widmet sich der Deutschlandfunk in einem kurzen Artikel: Von Himmels- und Sternfahrern – Astronaut, Kosmonaut, Taikonaut.

Ganz besonders möchte ich Dir folgendes kurzes Video des ESA-Astronauten Alexander Gerst ans Herz legen. Darin macht er nach sehr deutlich darauf aufmerksam, was wir Menschen unserem Planeten antun und ruft zum Umdenken und Handeln auf: Astronaut Alexander Gerst über den Zustand unserer Erde (1:07 min)

 

Erde, Foto by hehocra

 

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen