Wir Frauen… | Verbundene Spuren Einblicke Teil 10

Wir Frauen… | Verbundene Spuren Einblicke Teil 10

Wir Frauen schauen auf ein Hier und Heute, das gewachsen ist aus einem Gestern, in dem uns Frauen oft genug das öffentliche Wort verboten wurde.

Wir wollen lernen, zu diesem Wort für uns und für andere zu finden. Deshalb müssen wir unser Geworden-Sein, unser So-Sein ergründen und uns untereinander verständigen.

Diese Zitate stammen aus dem Programmentwurf der Fraueninitiative Leipzig im neuen Forum vom 18.10.1989.

Von 1989 in die Zukunft

Diese Worte sind in diesem Jahr, 2019 in mein Leben gekommen und drücken das aus, was ich schon seit einigen Jahren selbst tue, versuche: schauen, ergründen, mein Wort finden, verbinden… Dabei kommen diese Zeilen aus dem Jahr 1989 und sind inzwischen schon 30 Jahre alt. Zunächst hatte ich sie kreativ in einer textilen Arbeit mit Taschentüchern verarbeitet:  „Frauen verändern…“. Diese Arbeit ist noch in der Frauenkultur Leipzig zu sehen. Dort hatte ich damit auch den 1. Platz beim Kunstwettbewerb „Frauen 1989 – Künstlerinnen* 2019“ belegt.  

Dann sagte mir meine Intuition

Diese Worte müssen auch in die Ausstellung „Verbundene Spuren“. So wurden sie zum Bestandteil unserer gemeinsamen Installation. Carla Pohl hat das Denkmal von beiden Seiten fotografiert und auf Leinwand ziehen lassen. Ich habe diese beschrieben, bestickt und mit verschiedenen Elementen versehen. Darum und um einige Ebenen mehr geht es in der heutigen Folge meiner Video-Reihe. 

 

Hinweis: Beim Anklicken des Videos, wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

 

In meiner heutigen Atelier-Post …

…geht es um die Angst, die Angst davor loszulegen, anzufangen, den ersten Schritt zu wagen. Über meine Atelier-Post schicke ich Dir zu jeder Folge Anregungen, wie Du selbst ins kreative Tun kommen kannst, wie Dir Deine Kreativität bei verschiedenen Themen der Auseinandersetzung helfen kann.

 

Gemeinsam Ängste überwinden

An dieser Stelle wünsche ich Dir ein wunderbares Wochenende. Ich melde mich am Montag mit der letzten Folge meiner Video-Reihe und meinem letzten E-Mail-Impuls wieder. Lass die Themen dieser Woche wirken. Ich freue mich auf den kommenden Mittwoch. Bist Du mit dabei?

Du hast das Gefühl, etwas steht Dir im Weg? Du hast eine Ahnung, dass da was altes sein könnte, das sich da bemerkbar macht. Aber Du weißt nicht, genau, was da ist oder sein könnte? 

Selbst gestaltete Collagen können Dir helfen, Deine Emotionen auszudrücken, Deine Ängste zu überwinden und Deinem Unbewusstem Ausdruck zu verleihen. Das geht mit einfachen und wenigen Hilfsmitteln. Komm ins Tun und nutze Deine kreativen Quellen, denn die Veränderung beginnt bei Dir selbst.

Lass uns gemeinsam kreativ werden. Lass uns gemeinsam hineinführen, was sich da zeigen will. 

 

am 27. November 2019, um 20.30 Uhr

Collagen-Online-Workshop

 

Am besten, Du meldest Dich direkt bei mir an. Alle Informationen und den Link zum Zoom-Raum versende ich per Mail. (Mehr Informationen zu diesem Anbieter findest Du in meiner Datenschutzerklärung.) Ich freue mich auf Dich.

 

Die gemeinsame Serie | Verbunden Spuren Einblicke Teil 6

Die gemeinsame Serie | Verbunden Spuren Einblicke Teil 6

Schweigen. Rückzug. Verdrängen. Angst…

Was macht das? 

Erinnerst Du Dich an meinen Beitrag zur 1. Folge der Interview-Reihe mit Einblicken in unsere Ausstellung „Verbunden Spuren“? Da hatte ich von inneren Mauern gesprochen, dass ich diese nur zu gut kenne… Heute möchte ich an dieser Stell weitergehen… Kommst Du mit? 

Schweigen. Rückzug. Sicherheit. Verdrängen. Angst

…Das ist der Nährboden für Mauern, für Mauern im außen, aber auch Mauern in unserem Innern. 

Wie oft habe ich sie verflucht und mich darüber geärgert. Wie oft war ich wütend darauf, hinter diesen Mauern zu sitzen… Doch irgendwann erkannte ich Stück für Stück, dass ich einen Grund hatte, meine eigenen Mauern zu errichten. Unsere Mauern haben ihren tieferen Sinn, der oft weit zurückliegt… Das ist der erste Schritt: Die Mauern wahrnehmen. Die Mauern erkennen. Die Mauern sehen. Die Mauern fühlen.

Wahrnehmen… Annehmen, was ist…

Dem sind Carla Pohl und ich in unserer gemeinsamen Arbeit „Verbundene Spuren“ nachgegangen. Wie? Das erfährst Du in der heutigen Video-Folge meiner Einblicke in unserer Ausstellung. Schauen wir auf eine unserer gemeinsamen Arbeiten, eine Bilder-Serie mit Fotografien von Carla Pohl und farbigen Fäden, Stickereien von mir, Doreen Trittel.

 

Hinweis: Beim Anklicken des Videos, wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

 

Die kreative Zerstörung

In meiner heutigen Atelier-Post möchte ich Deinen Blick darauf lenken, wie Du die kreative Zerstörung für Dich nutzen kannst. Ja, Du hast richtig gelesen: Zerstörung. Damit beginnen viele meiner Arbeiten.

Über meine Atelier-Post schicke ich Dir zu jeder Folge Anregungen, wie Du selbst ins kreative Tun kommen kannst, wie Dir Deine Kreativität bei verschiedenen Themen der Auseinandersetzung helfen kann. Profitiere von meinem Wissen und vor allem meinen Erfahrungen in der kreativen Arbeit mit Prägungen und Erinnerungen.

Du kannst jederzeit gern hinzu kommen. Ich freue mich auf Dich: Zur Atelier-Post eintragen.

Schießen für den Frieden | Video-Reihe „Verbundene Spuren“ 5

Schießen für den Frieden | Video-Reihe „Verbundene Spuren“ 5

Es lässt sich kaum beschreiben, aber etwas in Dir will das nicht sehen. Irgendetwas in Dir will da nicht hinschauen? Die Angst hält Dich davon ab. Du hast Angst. Es tut weh. Es bringt Schmerzen. Nein. Nein. 

Viele Jahrzehnte habe ich vor Tatsachen, die auf dem Tisch lagen, die offensichtlich waren, die Augen verschlossen. Ich wollte nicht hinterfragen. Ich konnte nicht hinschauen. Ich konnte es einfach nicht sehen, nicht wahrnehmen, nicht erkennen.

 

Aber irgendwann

…kam auch für mich der Zeitpunkt an dem sich die ‚Büchse der Pandora’ öffnete. Da war ich dann soweit und weiter ging es auf meinem Weg voller Erkenntnisse…

Ein Thema in meinen Erinnerungen beschäftigt sich mit Waffen… Ja, Du hast richtig gelesen: Waffen. In der heutigen Folge meiner Video-Reihe mit Einblicken in unsere Ausstellung „Verbundene Spuren“ betrachte ich ein Thema, das sich mit meiner ostdeutschen Prägung durch das System der DDR auseinandersetzt: mit der Militarisierung einer Gesellschaft von Kindesbeinen an.

 

>> TRIGGERWARNUNG <<

Achtung! In diesem Video geht es um die militärische Erziehung in der DDR. Hier zeige ich Kunst, die provoziert und dadurch Trigger auslösen kann. Wenn du ein Thema damit hast, dann schaue Dir das Video nicht an. Wenn Dich dies bereits getriggert hat: Hier findest Du die Telefonseelsorge.

Falls der Zugang über das „Vorschau-Bild“ nicht funktioniert. Der folgende Link stellt ebenfalls eine Verbindung zu YouTube her. Der folgende Link fällt ebenfalls unter die Triggerwarnung.  Link zum Video „Verbundene Spuren, Einblicke Teil 5“

 

Hinweis: Beim Anklicken des Videos, wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

 

In meiner heutigen Atelier-Post

…schauen wir, was Dir Deine Kreativität zeigen kann, was Dein Verstand allein nie sehen würde.

Über meine Atelier-Post schicke ich Dir zu jeder Folge Anregungen, wie Du selbst ins kreative Tun kommen kannst, wie Dir Deine Kreativität bei verschiedenen Themen der Auseinandersetzung helfen kann. Profitiere von meinem Wissen und vor allem meinen Erfahrungen in der kreativen Arbeit mit Prägungen und Erinnerungen. Die Veränderung beginnt bei uns selbst. Hier kannst Du mit dabei sein: Für die Atelier-Post eintragen.

 

Nun wünsche ich Dir

…ein wunderbares Wochenende. Ich melde mich am Montag mit der 6. Folge meiner Video-Reihe und meinem 6. E-Mail-Impuls wieder. Lass die Themen dieser Woche wirken.

 

Austauschen

Für die Abonnent*innen meiner Atelier-Post habe ich eine geschlossene Facebook-Gruppe eingerichtet. Dort können wir uns austauschen und die Themen besprechen. Du findest Anregungen, wie Du selbst kreativ werden kannst, wie Dir Deine Kreativität in der Auseinandersetzung mit Deinen Themen helfen kann. Komm gern hinzu.

Hinweis: Der folgende Link stellt eine Verbindung zu Facebook her:

Deine Kreativität ist Deine Quelle

 

Und wenn Du Lust hast, dann lass uns

am 27. November um 20.30 Uhr gemeinsam kreativ

werden – bei meinem Online-Collagen-Workshop. Mehr Infos hierzu gab und gibt es in meiner Atelier-Post. Ansonsten musst Du Dich leider noch etwas gedulden. Nun erst einmal ein schönes Wochenende & herzliche Grüße. Du kannst Dich aber gern schon per Mail oder Direktnachricht bei mir anmelden. Ich freue mich, dass Du bei dieser Reise mit dabei bist. 

 

Postkartengrüße aus… | Video-Reihe „Verbundene Spuren“ 3

Postkartengrüße aus… | Video-Reihe „Verbundene Spuren“ 3

Wenn sich Erinnerungen plötzlich verändern…

Wenn eine Information hinzukommt, die ganz neu für Dich ist und alles auf den Kopf stellt… Wenn diese Information schon immer um Dich war, aber Du sie erst jetzt sehen kannst…

Dann ist das heftig. Dann macht das etwas Tiefgreifendes mit Dir. Alles verändert sich. Überfordert Dich auch. Du fühlst Dich hilflos und möchtest nur noch weg…

Doch weglaufen bringt nichts.

Die Veränderungen kommen so oder so. Das Leben ist Veränderung, auch wenn wir es nicht immer wahrhaben wollen. Dass diese Veränderungen grundlegend für meinen Weg zu mir selbst sein würden, ja, das spürte ich damals schon. Trotzdem hat es mich umgehauen und ich wusste zwischendurch nicht, wie weiter…

‚Die Büchse der Pandora‘ öffnete sich für mich nicht mit einem Mal, aber es gab ein paar Schlüsselmomente, in denen mir die Tätigkeit meines Vaters bewusst wurde. Er war hauptamtlicher Mitarbeiter beim Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Plötzlich kam mir die Stasi mehrere Jahre nach dem Ende der DDR nah, ganz nah. Die Stasi, das waren für mich persönlich nicht mehr nur die Anderen…

Hier war es wieder die Kunst, die mir Halt gegeben hat, die mir ein Anker in all den wirbelnden Veränderungen war. Welche Rolle dabei alte Ost-Berliner Postkarten spielen, das erfährst Du in meiner heutigen Folge:

 

Hinweis: Beim Anklicken des Videos, wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

 

In meiner heutigen Atelier-Post

…verrate ich Dir, wie mich die Wut dazu gebracht hat, tief gehende und kraftvolle Kunstwerken zu erschaffen, die ohne sie nie entstanden wären. Von der Wut zum Mut.

Über meine Atelier-Post schicke ich Dir zu jeder Folge Anregungen, wie Du selbst ins kreative Tun kommen kannst, wie Dir Deine Kreativität bei verschiedenen Themen der Auseinandersetzung helfen kann. Profitiere von meinem Wissen und vor allem meinen Erfahrungen in der kreativen Arbeit mit Prägungen und Erinnerungen. Die Veränderung beginnt bei uns selbst. Hier kannst Du mit dabei sein: Für die Atelier-Post eintragen.

Und weil es sehr persönliche Themen sind, die bei der kreativen Auseinandersetzung mit Prägungen zu Sprache kommen, habe ich für uns eine private Facebook-Gruppe eingerichtet. Dort können wir uns untereinander austauschen. Du kannst mir aber auch gern direkt eine Mail schreiben.

Ich freue mich auf Dich und Deine Sichtweisen.

Frauen verändern | 1. Platz beim Kunstwettbewerb

Frauen verändern | 1. Platz beim Kunstwettbewerb

Mit zwei Zitaten aus dem Programmentwurf der Fraueninitiative Leipzig im neuen Forum vom 18.10.1989 habe ich mich in meiner textilen Installation „Frauen verändern“ auseinandergesetzt. Und mit dieser Arbeit habe ich beim Kunstwettbewerb der Frauenkultur Leipzig den 1. Platz gewonnen.

Ich bin sehr berührt. Dankeschön an alle Künstlerinnen*, an alle Beteiligte und Organisatorinnen. Es ist mir eine große Ehre, Teil dieser inspirierenden, bewegenden und tief gehenden Ausstellung zu sein.

 

Frauen verändern, textile Installation, 2019, (c) Doreen Trittel / VG Bild-Kunst

Frauen verändern, textile Installation, 2019, (c) Doreen Trittel / VG Bild-Kunst

 

In meiner Arbeit habe ich mich mit folgenden Zitaten beschäftigt:

„Wir Frauen schauen auf ein Hier und Heute, das gewachsen ist aus einem Gestern, in dem uns Frauen oft genug das öffentliche Wort verboten wurde.“

„Wir wollen lernen, zu diesem Wort für uns und für andere zu finden. Deshalb müssen wir unser Geworden-Sein, unser So-Sein ergründen und uns untereinander verständigen.“

Die Frauenkultur Leipzig hatte im Vorfeld verschiedene Zitate auf Ihre Webseite zur Verfügung gestellt und Künstlerinnen* dazu aufgerufen, sich davon kreativ inspirieren zu lassen. Alle Künstlerinnen* konnten dann untereinander abstimmen und Punkte vergeben (ihr eigenes Werk ausgeschlossen).

Die beiden Zitate oben sprachen mich sofort an. Beinhalten sie auch mein Tun auf mehreren Ebenen. In der Betrachtung der Vergangenheit lerne ich, wie wir zu dem geworden sind, was wir heute sind, verändere ich und finde zu mit, meinem Ursprung, meinem Selbst und damit auch zu meinem Wort. Erinnern & verändern.

 

Frauen verändern, Detail, textile Installation, 2019, (c) Doreen Trittel / VG Bild-Kunst

Frauen verändern, Detail, textile Installation, 2019, (c) Doreen Trittel / VG Bild-Kunst

 

Frauen verändern, Detail, textile Installation, 2019, (c) Doreen Trittel / VG Bild-Kunst

Frauen verändern, Detail, textile Installation, 2019, (c) Doreen Trittel / VG Bild-Kunst

 

Ich habe den abwechslungsreichen Abend der Vernissage, die sich musikalisch und erinnernd über die 4 tollen Ausstellungsorte erstreckte, sehr genossen. Eine wunderbare Vielfalt und intensive Umsetzung. Die Ausstellung wurde durch Christine Rietzke und Dietlinde Starke eröffnet. Sie erinnerten sich an ihre Aktivitäten im Zuge der Frauenbewegungen in den Jahren 1989/ 1990 sowie den davon gebliebenen Initiativen. Die Frauenkultur Leipzig ist eine davon. Die Geschichten aus 1989 und deren unglaubliche Aktualität haben mich tief beeindruckt. Musikalisch wurde der Abend von Sylke Jilani, Akkordeon und Stefanie Koch, Klarinette sowie Ingeborg Freytag, Violine getragen.

 

Frauenkultur Leipzig, 2019, (c) Doreen Trittel / VG Bild-Kunst

Christine Rietzke (li.) und Dietlinde Starke, Frauenkultur Leipzig, 2019, (c) Doreen Trittel / VG Bild-Kunst

 

Frauen verändern, textile Installation, in der Frauenkultur Leipzig, 70x215 cm, 2019, (c) Doreen Trittel / VG Bild-Kunst

Frauen verändern, textile Installation, in der Frauenkultur Leipzig, 70×215 cm, 2019, (c) Doreen Trittel / VG Bild-Kunst

 

Die Ausstellung kannst Du vom 08.10. bis 02.12.2019 im Soziokulturellen Zentrum Frauenkultur Leipzig und in der Galerie Raum 16 (beide Windscheidstr. 51) sowie in der Feministischen Bibliothek MONAliesA und im Café HdD (beide im Haus der Demokratie | Bernhard-Göring-Str. 152, 04277 Leipzig) sehen.

Die Orte liegen nah beieinander. Schau gern vorbei, wenn Du in Leipzig bist. Künstlerinnen* haben sich in vielfältigen und großartigen Werken mit Zitaten aus Fraueninitiativen und -bewegungen aus den Jahren 1989/1990 kreativ auseinandergesetzt. Beeindruckend und auch erschreckend dabei ist, wie hoch aktuell diese Zitate heute, 30 Jahre später, sind.

 

Frauenkultur Leipzig, 2019, (c) Doreen Trittel / VG Bild-Kunst

Frauenkultur Leipzig, 2019, (c) Doreen Trittel / VG Bild-Kunst

 

Alle ensprechenden Informationen und auch Fotografien sowie alle beteiligten, großartigen Kunstwerke findest Du auf der Seite der Frauenkultur Leipzig hier. Dort kannst Du auch gern alle veröffentlichten Zitate nachlesen. Sie beschäftigen sich mit einer klaren Sicht auf die Realität oder mit der Suche nach neuen Wegen. Und sie sind, wie schon erwähnt, erschreckend aktuell.

 

Christine Rietzke (li.) & Doreen Trittel, Frauenkultur Leipzig, Foto (c) Christiane Eisler

Preisverleihung: Christine Rietzke (li.) und Doreen Trittel, Ausstellungseröffnung in der Frauenkultur in Leipzig “ Kunstwettbewerb Frauen 1989 – Künstlerinnen* 2019″, (c) Christiane Eisler / transit-Archiv

 

Der Abend hat mich darüber hinaus sehr inspiriert und mir bereichernde Einblicke geschenkt… Folgende Gedanken aus dem Abend habe ich Dir noch mitgebracht:

…mit tun
…mit verantwortlich sein
…mit gestalten
…mit bewegen

 

Die Gefühle von 1989 lassen sich kaum beschreiben…

Das war, als die Wende begann, und wir noch nicht wussten, dass das die Wende war.

Gremien, die zu besetzen waren… Wer Zeit hatte, ging hin…
Ich weiß gar nicht mehr, wie mich die Nachricht erreichte…

 

…etwas Neues finden
…neue Wege gehen
…etwas noch nicht da gewesenes

gemeinsam, menschlich, miteinander

 

Ausstellung "Kunstwettbewerb Frauen 1989-Frauen 2019" der Frauenkultur in Leipzig, 2019, Foto (c) Doreen Trittel, VG-Bild-Kunst

Ausstellung „Kunstwettbewerb Frauen 1989-Frauen 2019“ der Frauenkultur in Leipzig, 2019, Foto (c) Doreen Trittel, VG-Bild-Kunst

 

Mit folgenden Worten aus einer Rede von Christine Rietze, Frauenkultur Leipzig, möchte ich mich für heute verabschieden:

Kunst braucht Öffentlichkeit.
Öffentlichkeit braucht Kunst.
Kunst braucht Kunst von Frauen.

Der Abend der Ausstellungseröffnung klingt weiterhin wunderbar und tief erfüllt nach. Ich freue mich auf meine nächste Reise nach Leipzig.

Danke.

 

Frauen verändern, textile Installation, 2019, (c) Doreen Trittel / VG Bild-Kunst

Frauen verändern, textile Installation, in der Frauenkultur Leipzig, 70×215 cm, 2019, (c) Doreen Trittel / VG Bild-Kunst

 

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Angaben zum Beitragsfoto: Preisträgerin Doreen Trittel, Ausstellungseröffnung in der Frauenkultur in Leipzig “ Kunstwettbewerb Frauen 1989 – Künstlerinnen* 2019″, (c) Christiane Eisler / transit-Archiv

 

Verbundene Spuren | unsere Ausstellung

Verbundene Spuren | unsere Ausstellung

Spuren, die wir gingen

Spuren, die wir gehen

Spuren, die bleiben

 

 

Verbunden leben die Spuren – Miteinander, Gemeinsam – sind es nicht sie, die uns zu dem machen was wir sind oder im Begriff sind zu werden? Sich mit Erinnerungen auseinanderzusetzen, ebnet den Weg für Veränderungen. Das ermöglicht einen Wahrnehmungswechsel hin zum Annehmen, was ist und was sein soll. Die Spurensuche der Künstlerin Doreen Trittel und der Fotografin Carla Pohl beginnt in ihrer eigenen Vergangenheit…

 

Verbundene Spuren, Ausstellung, Foto (c) Doreen Trittel / VG Bild-Kunst

 

Verbundene Spuren – Unsere Ausstellung

Unsere Ausstellung mit dem Titel „Verbundene Spuren“ lädt ein, sich anlässlich des 30. Jahr des Mauerfalls mit der eigenen Geschichte und dem Wandel zu beschäftigen.

Den Großteil unseres Lebens haben Carla und ich im vereinten Deutschland verbracht, aber die Kindheit in der DDR hat Spuren hinterlassen. Carla Pohl war beim Fall der Mauer 9 und ich 16 Jahre alt. Wir beide sind aus der „Dritten Generation Ost“ und genauso sind wir ein Teil der Generation der „Kriegsenkelkinder“. Wir setzen uns mit Erinnerungen und den Veränderungen auseinander. Mit unsere jeweiligen und gemeinsamen Arbeiten nehmen wir Einfluss und verändern selbst. Nicht nur die Fotografie, Collage und Installation verbinden wir miteinander…

31. August bis 28. September 2019 in der Dorfkirche Roddahn, Roddahner Dorfstraße 13, 16845 Neustadt (Dosse)

Wir danken dem Arbeitskreis offene Kirche Roddahn e.V. sowie der Unterstützung durch das Land Brandenburg, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, und der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin.

 

Verbundene Spuren, Nr. 1, 50 x 60 cm, gerahmt, im Passepartout signiert, (c) Carla Pohl und Doreen Trittel

 

Verbundene Spuren – Unsere Serie

Verbundene Spuren, das ist nicht nur der Titel unserer gemeinsamen Ausstellung sondern auch unserer gemeinsamen Bilderserie. Carla Pohl erkundete mit ihrer Kamera Orte am früheren Grenzstreifen in Brandenburg und an der Ostsee. Nur wenig lässt die Auswirkungen auf die Menschen dies- und jenseits der Mauer erahnen. Ist Gras über diesen Teil der Geschichte gewachsen?… Ich widmete mich den Spuren mit Nadel und Faden, in dem ich diese Fotografien per Hand mit bunten Fäden bestickt habe. Die Erfahrungen aus dem geteilten Deutschland, der geteilten Stadt und der Nachwendezeit leben noch heute in den Menschen fort. Sie prägen ihr Leben und das ihrer Nachkommen. Die Fäden, die Stiche verdeutlichen bildhaft die real kaum sichtbaren Auswirkungen. Wie Narben, wie ein roter Faden ziehen sie sich aus dem Gestern ins Heute, auch ins Morgen… Am besten geben das die Originale wieder. Du kannst in sie noch bis zum 28. September 2019 in der Dorfkirche Roddahn eintauchen und selbst erkunden. Die Serie besteht aus 5 Bilder in der Größe jeweils von 50 x 60 cm, die die Poster Galerie und Bilderrahmen Manufaktur Charlottenburg wunderbar gerahmt hat.

 

Verbundene Spuren, Nr. 1, 50 x 60 cm, gerahmt, im Passepartout signiert, (c) Carla Pohl und Doreen Trittel

Verbundene Spuren, Nr. 1, 50 x 60 cm, gerahmt, im Passepartout signiert, (c) Carla Pohl und Doreen Trittel

 

Verbundene Spuren, Nr. 5, 50 x 60 cm, gerahmt, im Passepartout signiert, (c) Carla Pohl und Doreen Trittel

 

 

Die Dorfkirche Roddahn – Ein Ort mit eigenen Spuren

Roddahn liegt ca. 90 km nordwestlich von Berlin in der Ostprignitz, am Rand der Dosseniederung und ist Teil von Neustadt Dosse im Land Brandenburg. Die Roddahner Dorfkirche, um 1798 erbaut, steht auf dem Friedhof und ist das bauliche Zentrum des kleinen Dorfes – neben dem Gutshaus das prägnanteste architektonische Merkmal des Ortes.

Die Kulturbegegnungsstätte, die Kirche Roddahn widmet dem 30. Jahrestag des Mauerfalls in diesem Jahr eine Ausstellung mit Begleitprogramm. Die Veränderungen durch die friedliche Revolution und der Wendezeit haben bei jedem Einzelnen und in unserer Gesellschaft Spuren hinterlassen, die bis heute merkbar sind. In der Kirche Roddahn gibt es historische Spuren zu entdecken. Dies ist ein höchst spannender Ort, um auf die Suche zu gehen. Die Suche beginnt jedoch bei uns selbst und geht über die Familiengeschichten bis hin zu den gesellschaftspolitischen Entwicklungen. Roddahn lebt von und mit seiner Geschichte, vor allem aber mit den Menschen, die diesen Ort durch eigenes Engagement beleben.

 

Nina Schuchardt, Kunsthistorikerin und Verlegerin, 2019, (c) Susanne Haun / VG Bild-Kunst

 

Unsere Ausstellung konnte insbesondere durch die tatkräftige Unterstützung von Nina Alice Schuchardt, Kunsthistorikerin und Verlegerin, Eichhörnchenverlag, realisiert werden. Nina hat die Ausstellung mit einer wunderbaren Laudatio eröffnet.

VERBUNDENE SPUREN …. was ist das eigentlich?
Nun es ist ein gemeinsames Installationskonzept der beiden Berliner Künstlerinnen Carla Pohl und Doreen Trittel.

Von beiden Künstlerinnen hängen Einzelarbeiten in dieser Ausstellung – von Carla Pohl stammen die fotografischen Triptychen, von Doreen Trittel die Schießscheiben und einige Collagen. Nicht nur, aber auch mit Blick auf den sich zum 30sten male jährenden Mauerfall haben sie diese Arbeiten und auch ihr aktuelles Schaffen zusammengetan und dieses gemeinsame Projekt gewagt, dass ihr geteilte Erfahrung der Kindheit und Jugend in der DDR zum Ausgangspunkt nimmt.

Die beiden Künstlerinnen ergänzen sich in diesem Projekt hervorragend, obwohl sie eigentlich recht unterschiedlich arbeiten. Ich stelle mir das so vor:

Beide Künstlerinnen beginnen ihre Interessenswege bei sich, aber…

Die komplette Laudatio kannst Du im Blog von Nina nachlesen: VERBUNDENE SPUREN eine Ausstellung von Carla Pohl und Doreen Trittel

 

Dorfkirche Roddan, 2019, (c) Doreen Trittel / VG Bild-Kunst

 

Verbundene Spuren – Meine Premiere als Performance-Künstlerin

Im Zuge der Ausstellungseröffnung habe ich eine Performance präsentiert, die gleichzeitig meine Premiere als Performance-Künstlerin darstellte.

Was ist eigentlich eine Performance? Performance ist eine durch die Künstler*in oder eine Künstler*innengruppe dargebotene künstlerische Aktion. Wikipedia sagt: Performance wird eine situationsbezogene, handlungsbetonte und vergängliche … künstlerische Darbietung eines Performers oder einer Performancegruppe genannt. Die Kunstform hinterfragt die Trennbarkeit von Künstler und Werk sowie die Warenform traditioneller Kunstwerke…

Meine Performance trägt den Titel „Immer bereit!?“ und beschäftigte sich mit den ideologischen Einflüssen, die noch heute in uns sind… Mit der Unterstützung von Carla Pohl, konnte ich diese Idee, die ich bereits seit etwa zwei Jahren im Kopf hatte, real werden lassen. Ich danke allen Besucher*innen, die zu unserer Vernissage gekommen waren und sich auf das vielschichtige und emotionale Thema eingelassen haben. Dass wir sie nicht nur mit unserer Ausstellung sondern auch mit der Performance berühren konnten, hat mich wiederum sehr berührt.

Immer bereit!?, Performance Doreen Trittel, 2019, (c) M. Franke

 

Immer bereit!?, Performance Doreen Trittel, 2019, (c) Susanne Haun / VG Bild-Kunst

 

Immer bereit!?, Performance Doreen Trittel, 2019, (c) Susanne Haun / VG Bild-Kunst

 

Verbundene Spuren – Unser Katalog

Dank der großzügigen Unterstützung des Landes Brandenburg, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, und der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin konnten wir im Zuge dieses Ausstellungsprojektes einen Katalog realisieren. Dieser gibt einen Einblick in die ausgestellten Arbeiten und den Ausstellungsort.

 

Hinweis: Beim Anklicken des Videos, wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

 

Wenn Du neugierig geworden bist und gern einen Katalog haben möchtest, dann melde Dich gern – zunächst unverbindlich – bei mir oder meiner KünstlerinKollegin Carla Pohl. Für 19 EUR + Verpackung und Versand bekommst Du ihn direkt ins Haus. Und wenn Du noch mehr Interesse hast: Wir schicken Dir auch gern die Preisliste der ausgestellten Bilder und Installationen unverbindlich zu. Gib mir per Mail – kontakt @ hehocra.de – oder Carla kurz Bescheid. Der Katalog ist 21 x 21 cm groß und umfasst 48 Seiten. Er hat eine limitierte Auflage von 300 Stück. Jeder Katalog ist nummeriert und von Carla Pohl und mir signiert.