von hehocra | Jan. 27, 2015 | Blogaktionen, Künstler*innen |
Seit einigen Wochen beschäftige ich mich mal wieder mit Fragen rund um das Thema Kunst: Was ist Kunst? Was kann Kunst? Warum mache ich Kunst? Was möchte ich mit meiner Kunst erreichen? …
Über die aktuelle Einladung der Künstlerin Susanne Haun zu ihrem 5. Salonabend bin ich auf die Künstlerin Ulli Gau und ihren Blog aufmerksam geworden. In einem Beitrag widmet sie sich ihrem Weg zur Künstlerin. Und sie wurde wiederum von Hagen Graf dazu inspiriert, der auf seinem Blog Fragen zur Kunst stellte, die auch andere aufgegriffen und dazu ihre Antworten formuliert haben (s. Kommentare dort). Herrlich, wie die Inspirationsfunken hüpfen.
Je mehr ich mich mit dem Thema, den hier gestellten Fragen zur Kunst beschäftige, dazu lese, darüber nachdenke und verschiedene Gedanken in mir wirken lasse, um so mehr komme ich zu dem Schluss, dass sich diese Fragen – zumindest für mich – wohl nie abschließend beantworten lassen. Dennoch möchte ich heute ein paar meiner Ansichten hier formulieren. Ein Versuch.
Was verstehst du unter Kunst?
Für Kunst gibt es wohl keine eindeutige Definition und ich denke, das ist auch das Wesen der Kunst. Kunst kann man nicht definieren.
Kunst bedeutet für mich: Kunst spiegelt und stellt Fragen.
Kunst ist immer auch subjektiv. Was ruft sie in mir als Betrachterin wach? Was klingt in mir an? Was entsteht daraus wiederum bei mir? Neue Gedanken, neue Sichtweisen?
Nicht zu vergessen: Kunst muss nicht immer nur tiefgründig und erst sein. Kunst muss auch leicht und witzig sein können.
Ansonsten ergeben sich meine Gedanken zu dem, was ich unter Kunst versehe, auch aus meinen folgenden Worten…
Worum geht es bei deiner Kunst? (oder: Wozu mache ich Kunst?)
Mit heutigem Blick auf Vergangenes schauen, um daraus etwas für das Morgen zu gestalten. Gestern. Heute. Morgen. Mich mit Erinnerungen beschäftigen, sie in einen neuen Kontext stellen und daraus etwas Verändertes entwickeln, ist ein Prozess, der mich immer wieder sehr berührt. Wichtig ist mir dabei, offen mit Erinnerungen umzugehen, sie zu reflektieren, sie neu zu betrachten, um ihnen einen gebührenden Platz im Leben geben zu können. Ich betrachte Dinge und spiegle sie. Ich hinterfrage und stelle Fragen. Ich möchte berühren und einladen.
… * spiegeln * thematisieren * fragen * neu betrachten * an Grenzen gehen * verdauen * transformieren * berühren * innehalten * aufwühlen * nachdenken * einladen * …
Wie bist du eigentlich Künstlerin geworden? (oder: Warum machst du Kunst?)
Kunst ist der Zweck der Kunst, wie Liebe der Zweck der Liebe ist, und gar das Leben selbst der Zweck des Lebens ist. (Heinrich Heine)
Sammeln, fotografieren, schreiben, nähen, handarbeiten und gestalten spielen seit meiner Kindheit und Jugend eine wichtige Rolle in meinem Leben. Irgendwie war ich schon immer Künstlerin. Oder viel mehr: Irgendwie habe ich schon immer den Drang, mich kreativ zu betätigen und auszudrücken. Manch eine/r nennt es KünstlerInnenseele andere bezeichnen es als Berufung. Und wiederum andere nennen es Lebenselixier. Und ich sage: Ich kann nicht ohne. Da ist etwas in mir, was sich den Weg nach draußen sucht. Und wenn die Ergebnisse daraus in der Betrachtung durch andere ihren eigenen, weiteren Weg finden… Ich bin immer wieder gespannt darauf und freue mich, was sich daraus dann wieder entwickelt bzw. entwickeln wird. Ein immerwährender Prozess.
Ich habe den Beruf des Künstlers nicht gelernt. Ich bin Autodidaktin und habe im Laufe der Jahre verschiedene Workshops, Kurse, Schreib- und Projektgruppen besucht. Doch bis ich mich selbst als Künstlerin sah und mich auch so nenne, war es ein weiter Weg, der viele Phasen und Schlüsselmomente in sich hatte.
In einer Phase präsentierte ich Gedichte und Fotografien sowie Geschichten auf Lesungen, in Gemeinschaftsausstellungen und in Anthologien. Dann recycelte ich zum Beispiel alte Laken und Tischdecken, nähte daraus neue Gebrauchsgegenstände. Irgendwann entdeckte ich im Rahmen eines Workshops und einer daraus entstandenen Projektgruppe meine Begeisterung für die Autobiografische Fotografie. Hieraus entwickelte ich dann meine eigene Ausstellung, die ich mir zu meinem vierzigsten Geburtstag schenkte. Auch ein tiefgehender Workshop zum Thema Berufung bestätigte meinen Weg und machte mir meine Faszination für autobiografische und biografische Geschichten bewusst. Und alles, was aus dem Meer der Erinnerungen zu etwas Verändertem oder gar Neuem entsteht, berührt mich.
Daraus wurde dann der Titel Atelier für Erinnerungen geboren. Gestern, heute, morgen. Dies war dann auch die Geburtsstunde des Names hehocra, unter dem ich in den Sozialen Netzwerken unterwegs bin. Hehocra ist die Zusammenfassung aus diesen drei Worten: heri * hodie * cras. Dies ist lateinisch für: gestern * heute * morgen. Hehocra – Atelier für Erinnerungen.
Anfang 2014 veröffentlichte ich dann meine Website und präsentiere damit ein Teil meines Portfolios. Ich nenne mich Künstlerin. Dass es mir nun auch leichter über die Lippen kommt, daran arbeite ich noch.
„Sie ist Künstlerin!“ „Oooh wow, wie cool und ich dachte schon, sie wäre einfach nur seltsam!“ (@KarlaKnows via Twitter)
Hast du ein Atelier?
Ein reales Atelier habe ich nicht. Ich arbeite zu Hause am Schreibtisch, am Kreativtisch oder an der Nähmaschine, auch unterwegs mit der Kamera und einem Notizbuch bin ich irgendwie immer kreativ bzw. kommen mir Ideen, die ich gleich festhalten muss. Aber ich habe mit meiner Website und meinem Blog ein virtuelles Atelier.
Wie entstehen deine Kunstwerke?
Wenn ich fotografiere oder schreibe, habe ich oft kein fertiges Konzept im Kopf. Ich tue es einfach, sammle Fotos, sammle Texte, sammle Gedanken und Ideen. Später gestalte ich daraus etwas, etwas aus meinen Erinnerungen mit meiner Sicht von heute und einer Botschaft für morgen.
Es gibt aber auch die Momente, wo ich Ideen habe, sie viele Tage hin und her wälze, durchdenke, durchfühle, Skizzen und Notizen mache und dann versuche, sie umzusetzen. Dabei kann dann mitunter aber auch etwas gänzlich anderes entstehen, als ich ursprünglich angedacht hatte.
Inspiriert werde ich auch durch persönliche Lebensgeschichten anderer Menschen, insbesondere von Frauen. Hierbei interessieren mich ebenso die verschiedenen Möglichkeiten der Erzählformen (Autobiografie, Tagebuch, Fotografien, Bilder, Filme, Installationen), die literarischen und künstlerischen Auseinandersetzungen mit individuellen Lebensthemen.
Ich wechsle zwischen Kamera und Rechner, Stift, Schere und Papier, Nadel, Faden und Stoff. Oft arbeite ich an mehreren Projekten gleichzeitig. Manche Werke entstehen quasi über Nacht und manche brauchen zwischendurch eine oder mehrere längere Pausen bis sie fertig sind.
Wie verbringst du einen „normalen“ Tag?
Ein „normaler“ Tag… Schwierig. Vorrangig sind meine Tage durch mein Familienleben und durch meine Bürotätigkeit bestimmt. Für meine künstlerische Arbeit bleiben mir dazwischen ein paar Freiräume. Aber wie gesagt, oft kommen Ideen unter der Dusche oder im Schlaf, wenn ich in der S-Bahn sitze oder mich auf Spielplätzen rumtreibe. Mein „Künstlerleben“ organisiere ich nebenbei. Vorher war es ein Ausgleich. Aber seitdem ich meine Richtung, meine Berufung als solche erkannt habe, und ich mich auch traue, mich Künstlerin zu nennen, bekommt meine Arbeit in der Nebentätigkeit mehr Energie und Struktur.
Wie finanzierst du dein „Künstlerleben“?
Hauptberuflich arbeite ich als Sachbearbeiterin; ein klassischer Bürojob.
Wo kann ich deine Kunst sehen und vielleicht sogar kaufen?
Meine Kunst kannst du auf meiner Website sehen.
Einen Blick hinter die Kulissen und anderes mehr zu meinem kreativen Tun, meinen Beobachtungen und Entdeckungen – hauptsächlich zum Thema Erinnerungen – präsentiere ich hier auf meinem Blog, meiner Fanseite, auf Twitter und Instagram.
Ich habe (noch?) kein Konzept zum Ausstellen und/oder zum Verkauf meiner Kunst. Wenn Euch etwas gefällt, Ihr Ideen habt, dann sprecht mich einfach an. Ansonsten könnt Ihr gespannt sein, was sich so entwickeln wird. Ich bin es auch.
von hehocra | Jan. 16, 2015 | Vielfalt |
Oft fragen sich Leute, wenn ich von meinem Anliegen, von meinem Atelier für Erinnerungen erzähle: Warum beschäftigst du dich mit Erinnerungen?
Diese Frage taucht auch bei mir immer mal wieder auf und Antworten formulieren sich…
Doch dann kam ich zu der Erkenntnis, dass nicht die Frage, Warum ich das mache? die Antwort liefert, sondern die Frage: Wozu beschäftige ich mich mit Erinnerungen?
Es gab Zeiten, da habe ich es als schwere Last empfunden, mich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Auch in mir waren die negativen Gedanken. Und dann begegneten mir ringsum Ratgeberbücher und Artikel zum Thema loslassen und aufräumen und ausmisten und Leichtigkeit 😉
Doch seit meiner Idee für das Atelier fühlt es sich für mich leicht an. Denn für mich ist deutlich geworden, dass die Vergangenheit für mich nicht ohne die Gegenwart und ohne die Zukunft geht. Erst dieser Zusammenhang macht für mich den Weg, meine Sicht, ja mein Leben aus. Als wenn ich ein Puzzleteil nach langem Suchen gefunden habe, so fühlt es sich an. Es passt jetzt zusammen. Und darin ist ganz viel Loslassen und Leichtigkeit. Und wo ich so in den letzten Tagen, angeregt durch Deine Zeilen, darüber nachgedacht habe, wurde mir auch klar, dass ich nicht in der Vergangenheit lebe, sondern: Ich lebe mit meiner Vergangenheit. Für mich selbst ist die künstlerische Auseinandersetzung auch ein Verarbeiten und Loslassen.
Eine Künstlerin aus Bremen, mit der ich vor einigen Monaten ins Gespräch gekommen bin, ist fasziniert von meinem kreativen Tun, aber auch gleichzeitig sehr erstaunt, wie ich als junger Mensch (Sie ist über siebzig.) mich überhaupt mit der Vergangenheit so interessiert und begeistert auseinandersetze. Sie kenne dies garnicht. In ihrem Leben ging es immer mit aller Energie um das Jetzt. Das kann ich dagegen nicht so richtig nachempfinden, weil ich es so nicht kenne.
Ich denke auch, dass ich meinen Hang zur Vergangenheit zum Teil von meinem Vater ‚geerbt‘ habe. Wir teilen unser Interesse für unsere Familiengeschichte, wir sammeln und bewahren beide gern. …
Dann gibt es Erinnerungen bzw. Themen, die sich immer wieder in mein Jetzt drängen. Und um Weiterzukommen, ist es für mich wichtig, mich mit Vergangenem auseinanderzusetzen, so dass es seinen Platz im Morgen finden kann. Und immer wieder tauchen da meine Erinnerungen aus meiner Kindheit in der DDR auf. Auch die Umbruchszeit, die Wende ist noch ein Thema, was immer wieder da ist. Vor vielen Jahren habe ich mal in einem interessanten Spiegelartikel die Bezeichnung „Deutsche/r mit sozialistischem Migrationshintergrund“ gelesen. Ich finde dies so treffend, so dass ich mich selbst seitdem auch so sehe. Ich bin in einer anderen Gesellschaft, als die, die wir heute erleben, bzw. als die, von der ein Großteil der Deutschen erzählt, groß geworden bzw. aufgewachsen. Jeder hat seine ganz persönlichen Erfahrungen gemacht. Und ich interessiere mich sehr dafür. Mir ist es gleichzeitig sehr wichtig, auch von meinen Erfahrungen zu erzählen. Für andere, um sich vielleicht darin wieder zufinden, oder um sich selbst zu erinnern oder um seinen eigenen Blick weiten zu können…
Gestern * Heute * Morgen
Wir sind die Summe unserer Erfahrungen. (Preutice Mulford)
Erst die Summe unserer Erinnerungen, die schönen und die traurigen machen uns zu dem, was wir sind. (unbekannt)
Ich denke, alles hat seinen berechtigten Platz in uns: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Vermisse ich etwas? Suche ich etwas in der Vergangenheit, was ich heute vermisse, was ich mir zurück wünsche?
Mir geht es nicht darum, dass ich etwas vermisse, dass ich an bestimmte Punkte zurück möchte oder dass ich vor lauter Erinnerungsgekrame nicht im Heute leben kann. Es geht mir darum, zu reflektieren, zu bewahren, loszulassen.
von hehocra | Dez. 27, 2014 | Vielfalt |
Zwischen den Jahren ist für mich die Zeit, um das Jahr Revue passieren zu lassen, inne zuhalten und nach vorn zuschauen. So nahm ich mir meine Tagebücher von 2014 zur Hand, machte es mir gemütlich und blätterte und las… Später schaute ich auch durch ein paar digitale Foto-Ordner und erinnerte mich…
Erstaunlich, was nicht mehr in meinen Erinnerungen ist, was sich unbewusst seinen Weg bahnte, was sich mir rückblickend erschließt, was sich alles so ereignet hat und wie stolz ich auf vieles sein kann.
Meine Rückschau auf das jeweilige Jahr sah in den früheren Jahren anders aus, umfangreicher vielleicht. Oft habe ich Collagen aus ausgewählten Fotografien und Collagen aus Sätzen meiner Tagebuchnotizen gebildet. Aber dies verändert sich, nicht allein dadurch, dass mir nicht die dafür nötige Zeit bleibt, aber auch weil ich irgendwie im Gefühl habe, dass dies alles in mir ist und es der äußeren Darstellung nicht bedarf. Es ist gut so, wie es ist.
Es ging um Mut: Wie mutig bin ich? Gerade im Hinblick auf die Gründung meines virtuellen Ateliers für Erinnerungen. Damit ging auch der Abschied von meinem wortmehr-blog einher. Der Blog zum Atelier hehocra-Blog wurde geboren. Eine Schlüsselrolle bei der Frage, wie mutig ich bin, spielte die Ausstellung „Sie. Selbst. Nackt.„, die ich Anfang des Jahres in Bremen besuchte. Es ging um Neuentdeckungen: Dabei denke ich gern an Istanbul zurück, das ich mit meinem Mann auf unsere eigene Art und Weise entdeckt habe. Es ging um frühere Erinnerungen: Wie gehen wir mit Erinnerungen gesellschaftlich um? Zum 25. Mal jährte sich der Mauerfall. Ich habe mich erinnert… Auch auf kreativen Wegen versuchte ich mich neu bzw. anders als bisher – Transfer, Collagen, unscharfe Fotografien und anderes mehr. Es ging um Ängste, Erkenntnisse und Achtsamkeit: Immer wieder beobachten, hinterfragen, lernen, im Moment sein, liebevoll zu sich und anderen, dankbar sein, anerkennen… Und es ging um vieles andere tiefgreifende mehr.
Ich habe mich meinen Erinnerungen an das Jahr 2014 gewidmet, meinem Jahr und meinen Erinnerungen. Dadurch haben sich meine Erinnerungen wieder verändert, auch im Gespräch mit anderen. …Und daraus formulieren sich in den nächsten Tagen Ziele, Gedanken, Ideen für das kommende Jahr. Gestern – Heute – Morgen. Auf lateinisch: Herie – Hodie – Cras.
Jetzt mache ich es mir wieder auf dem Sofa gemütlich und schlürfe meinen Tee. Wie schaut Ihr zurück? Schaut Ihr überhaupt zurück?
von hehocra | Dez. 27, 2014 | Vielfalt |
Lass uns
Ich bin das Lichtkind in dir
lass uns tanzen durch die Welt
singen, lachen
Ich bin das Farbenkind in dir
lass uns verschenken den Regenbogen
malen, schreiben
Ich bin das Mondkind in dir
lass uns treiben im Meer
vertrauen, fühlen
Ich bin das Sternenkind in dir
lass uns erhellen den trüben Tag
reden, schweigen
Ich bin das Blumenkind in dir
lass uns liegen im duftenden Gras
spüren, genießen
Ich bin die Sehnsucht in dir
lass uns umarmen deinen Traum
leben, lieben
(c) hehocra
Zum Text: In diesem Zusammenhang auch diese Zeilen; vor langer Zeit geschrieben und heute neu gesehen.
von hehocra | Dez. 26, 2014 | Vielfalt |
Komm mit mir! Lass uns auf Reisen geh`n, neue Wege beschreiten, die Ferne erkunden. Komm mit mir! Lass uns genießen, erleben, spielen, uns im Augenblick verlieren. Du schaust so fragend? Erkennst du mich nicht? Ich bin`s, das Lichtkind in Dir, deine Sehnsucht, dein Lachen. Sag jetzt nicht, du hast mich vergessen. Ich bin es! Wo bist du, wo bist du nur in deinen Gedanken, dass du mich nicht erkennst, dass du mich fragend anschaust? Du denkst, wir sind uns nie begegnet? Erinnere dich! Der graue Alltag, du sagst, der graue Alltag hat dich in Anspruch genommen. Er ließ dir keine Ruh, versperrte dir mit seinem Nebel den freien Blick. Gib mir deine Hand und komm mit mir! Hab keine Angst! Komm mit mir und lass uns durch den Sommerregen tanzen. Lass uns auf weichen Wolken schweben, über weite Wiesen gehen und unzählige Seifenblasen in den Himmel schicken. Lass uns mit den Schmetterlingen fliegen und durch hohe Getreidefelder laufen. Lass uns auf Sonnenstrahlen hüpfen und mit dem neuen Tag lachen. Komm, lass uns die Welt umarmen, lass uns das Leben lieben.
(c) hehocra
Diesen Text habe ich 2005 geschrieben. Das ist lange her. Gestern musste ich daran denken. Weihnachten, jetzt, wo das Licht am Tag der Wintersonnenwende neu geboren wurde, wo das Christkind auf die Welt kam, wo uns die Sterne leuchten und die Schneeflocken vom Himmel tanzen. Der Text entstand in einem anderen Zusammenhang, aber mit dem, was ich in der Zwischenzeit erlebt habe, mit meinen alten und neuen Erinnerungen bekommt dieser Text eine andere Bedeutung.