Ich erinnere mich an meine Kinder- und Jugenbücher

Hast Du Lust? Komm doch und erinnere Dich an Deine Lieblinge von früher. Denn heute erinnere ich mich an Bücher, die ich in meiner Kindheit und Jugend gern gelesen und mitunter unter der Bettdecke verschlungen habe.

Vor einigen Monaten lernte ich Frauke im Netz kennen und wir kamen per Mail ins Gespräch. Sie fragte mich nach meinen Kinder- und Jugendbüchern. (Aber: Wer Frauke ist und warum sie diese Frage stellte, das erfährst Du morgen, hier in meinem Blog.)

Kinderbücher DDR

Ich hatte gleich eine ganze Latte von Büchern im Kopf. Diese habe ich dann später durch ein paar Recherchen in meinem Bücherregal und im Netz ergänzt. Nun ist es eine wahllose Anordnung von Büchern aus meiner Kindheit und Jugend, die ich in der DDR verbracht habe, geworden. Wer, wie ich, in Ostdeutschland groß geworden oder durch Eltern und Familie dementsprechend geprägt worden ist, wird sich sicher an das eine oder andere Buch ebenfalls erinnern oder noch das eine oder andere hinzufügen wollen. Und dann gibt es ja auch Bücher, Märchen und Geschichten, die über die Mauer hinweg bekannt waren.

… * Deutsche Märchen und Sagen * Alfons Zitterbacke * So ein Struwwelpeter *Ottokar Domma * Tonca * Peter und der Wolf * Lüttmatten und die weiße Muschel * Der kleine Angsthase * Moritz in der Litfaßsäule * Der Flüstergeist * Der dicke fette Pfannkuchen * Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt * Das Wolkenschaf * Das Mädchen hieß Gesine * Die Reise nach Sundevit * Brüderchen Vierbein * Der gelbe Nebel * Die sieben unterirdischen Könige * Der Feuergott der Marranen * Der Zauberer der Smaragdenstadt * Von Anton bis Zylinder – Das Lexikon für Kinder * Die Suche nach dem wunderbunten Vögelchen * Bootsmann auf der Scholle * Zilli, Billi und Willi * Dicke Freunde * Lustige Geschichten * Drei lustige Gesellen * Salvi Fünf oder Der Zerrissene Faden * Ede und Unku * Frank * Frank und Irene * Gittis Tomatenpflanze * Mischka der Bär * Hirsch Heinrich * Hähnchen Schreihals * Der Rittersporn blüht blau im Korn * Timur und sein Trupp * Pony Pedrow * Wie der Stahl gehärtet wurde * Käuzchenkuhle * Ich bin die Nele * Susis sechs Männer * Liane und ihr Baby * …

Kürzlich habe ich mich mit einer Freundin darüber unterhalten, wie wir unseren Kindern das eine oder andere Buch aus unserer Kindheit vorlesen. Nicht immer finden sie genauso Anklang, wie bei uns damals, bzw. für viele sind sie auch noch zu klein, aber so manche Geschichten können auch sie nicht oft genug hören. Natürlich haben unsere Kinder auch andere Bücher in ihren Regalen zu stehen; eine bunte Mischung aus alten Geschichten, Klassikern und Neuentdeckungen.

Altes Kinderbuch

Morgen stellt uns Frauke ihre liebsten fünf Kinderbücher vor und das, was sie aus alten Kinderbüchern zaubert; wie mit diesem: „Bei uns geht’s immer lustig zu“ von Margot Kreutzer…

Hab noch einen schönen Tag und bis morgen, Doreen.

Teilen: Weihnachtspakete für Unbekannte

Dieser Text ist ein Gastbeitrag von der lieben Elke Tonscheidt, vom ohfamoos Blog:

Doreen und ich – ihre Düsseldorfer Blogger-Freundin – tauschen uns gern ab und zu aus. Auch wenn wir uns nur virtuell kennen, wir mögen uns. Und schließlich hat sie nicht nur einen Blog, sondern ein ganzes Atelier für Erinnerung und Veränderung dazu. Genau dort hinein passt mein aktuelles „Projekt“, das mit Erinnerung beginnt und hoffentlich ein bisschen mit hilft auch etwas zu verändern.

Konkret geht es um Weihnachten, Geschenke kaufen und Freude schenken. Als Eltern kleinerer Kinder hat man es da immer einfach. Ab einem gewissen Alter aber hört man sie immer öfter, unsere – ich meine das so neutral wie möglich – „Wohlstands-Frage“: Was schenke ich denn dem oder der, wo wir doch eigentlich schon alles haben? Das Netz ist voll davon: „Nie mehr langweilige Geschenke“, offeriert ein Geschenkeanbieter und ganze Horden tüchtiger Geschäftemacher überbieten sich mit Ideen. Sind wir alle unkreativ oder schlicht übersättigt?

Habt Ihr schon mal Glück geteilt?

Nein, ich werde hier jetzt nichts dazu schreiben, zu diesem Zwiespalt, dass manche Menschen meinen, wir hätten weder Platz noch Geld dafür, andere Menschen bei uns aufzunehmen. Das ist ein anderes Thema. Aber ich möchte Euch von einer Idee erzählen, die ich einfach kopiere dieses Jahr. Und vielleicht magst Du darüber nachdenken, im besten Fall sogar mit machen?

Über Kontakte zur Stadt Duisburg habe ich nämlich einen sehr guten Draht bekommen zu einer Initiative, die sich Wegweiser e.V. nennt. Ein Verein, der sich für Familien einsetzt, die schlechtere Startbedingungen haben als andere. Und sicher handelt es sich auch um Familien, die noch nicht „alles“ haben. Für 10 Familien, die der Verein uns nennt, packen eine Freundin und ich demnächst Pakete. Weihnachtspakete. Und bringen die in genau diese Familien hinein. Wir treffen aufeinander, ganz bewusst, und teilen etwas. Denn dass ich finanziell etwas mehr habe als andere, verdanke ich auch einer guten Portion Glück. Und Glück ist erfreulicherweise teilbar!

Anonym spenden, gut. Aber so geht es auch!

Meine Familie unterstützt das: Haben wir doch schon vor Jahren beschlossen, am kuriosen Weihnachtsgeschenke-Rummel nicht mehr teilzunehmen. Manchmal wichteln wir, manchmal gibt es gar nichts. Dieses Jahr aber lasse ich zudem einen alten Brauch aufleben, den meine Schwester und ich als Teenies gelernt haben: Wir beschenken die, die es nötiger haben. Nicht anonym per Spende, sondern von uns an Menschen, die gar nicht weit von uns weg wohnen. Mehr darüber erfahrt Ihr hier: Was schenke ich nur? So kannst Du schnell Gutes tun

Dass kann jeder tun! Deshalb habe ich Doreen davon erzählt. Ich vermute, dass sie das auch unterstützt. Und ich vermute, dass ich auf diese Weise Nachahmer finden kann. In Berlin oder sonst wo. In der Hoffnung, dass viele mit machen. Den Geschenkerausch sein lassen, aber die bedenken, die allein sind, mit einer Krankheit kämpfen oder warum auch immer nicht fröhlich sein können. Nicht umsonst hat Edeka gerade diesen neuen Spot vorgestellt, in dem ein alter Großvater darum kämpft nicht allein das Fest aller Feste zu feiern… Bringt aber alles nix, wenn man den Clip likt und weiter macht wie bisher. Genug Moralkeule?

Also: Macht mit. Wir können alle nicht alles tun, aber viele ein wenig. Deshalb freue ich mich, wenn Ihr Euch inspirieren lassen mögt.

8 Dinge, die man konkret tun kann um so eine Aktion bei sich vor Ort zu machen:

  • Überlegen, was willst Du wo tun (Ort aussuchen, z.B. in Berlin das Veedel).
  • Festlegen, wer helfen kann, die richtigen Adressen zu finden.
  • In Frage kommen z.B.: Kirchen, Leiter/innen Kitas, Jugendämter, örtlich bekannte Vereine, wie eben Wegweiser e.V.
  • Freunde fragen, ob sie mit machen. Zusammen macht es mehr Freude und man kann sich gegenseitig unterstützen.
  • Adressen sammeln.
  • Einkaufen.
  • Pakete packen.
  • Hin fahren, teilen.

Text: Elke Tonscheidt

Fotos: Doreen Trittel

Herzlichen Dank, liebe Elke, für Deine engagierten, sehr anregenden und vor allem Mut machenden Worte, die sicher nicht nur mich inspirieren.

Elkes Welt findet Ihr im ohfamoos Blog, den sie 2014 mit drei Frauen gründet. Schau doch mal hinüber, denn dort werden immer wieder spannenden Menschen und coole Projekte vorgestellt.

 

Bilder-PingPong 1215: Ausgangsbild

Schon wieder Bilder-PingPong. Das war doch gerade erst? Ja, heute bin ich die Inspirationsgeberin und stelle das Ausgangsbild für den Dezember 2015 zur Verfügung. Davon könnt Ihr Euch zu etwas kreativem anregen lassen: bearbeitet, schreibt, klebt, malt, legt… Was auch immer Euch einfällt. Legt los. Habt Spaß.

Bilder-PingPong |1215: Ausgangsbild

Lucia hat mich als Gastgeberin interviewt und dies gestern als Beitrag hier in ihrem Blog Schreibtischwelten gepostet. Schau doch mal hinüber. Da kannst Du lesen, was ich so kluges geantwortet habe.

Ab dem 29. Dezember 2015 werde ich alle Beiträge hier in meinem Blog sammeln. Ich bin schon jetzt sehr gespannt und neugierig. Mal schauen, wie viel weihnachtliche Stimmung mit einziehen wird.

Bilder-PingPong, was ist das?

Bilder-Pingpong ist eine monatliche Blog-Mitmachaktion von Lucia Schreibtischwelten und Ghislana Jahreszeitenbriefe. Ein Foto dient als Inspiration. Dieses Foto darf ausdrücklich mitgenommen werden und im Rahmen des Bilder-Pingpongs benutzt werden. Die Gastgeberinnen wechseln sich ab.

Genaue Informationen und eine Auflistung aller bisheriger Monate findet Ihr hier, bei Lucia.

Herzliche Grüße aus Berlin, Eure Doreen

Bilder-PingPong 1115: Dem Himmel entgegen (Fotografien)

Ein neues Ausgangsbild beim Bilder-PingPong, eine neue Herausforderung, sich davon inspirieren zu lassen und etwas neues zu gestalten. Dieses Mal war Anne vom Blog Wortperlen die Inspirationsgeberin und ist heute auch die Gastgeberin der entstandenen Beiträge.

Dieses Mal habe ich etwas anderes gewagt. Ich habe mich dem Bild nicht analog (denn mein Arbeitstisch hat momentan keine freien Ecken mehr – oh je) sondern digital genähert. Dabei entstanden zwei Doppelbelichtungen und ein Diptychon. Viel Spaß beim Anschauen. Ich schaue mal hinüber zu den anderen. Kommt doch nach… Bitte hier entlang.

Bilder-PingPong |1115: Doppelbelichtung II

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Bilder-PingPong: Diptychon

(ps: Die Zielscheibe ist von mir, ja, aber aus einer längst vergangenen Zeit, als das irgendwie – heute rückblickend seltsamerweise – dazugehörte. Sie fiel mir jetzt in die Hände, weil wir Klassentreffen hatten. Aber davon später mal mehr.)

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Bilder-PingPong |1115: Doppelbelichtung I

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Und das war das Ausgangsbild von Anne: An sich schon ein sehr schönes Bild, wie ich finde.

Bilder-PingPong |1115: Ausgangsbild

Was ist der/die/das Bilder-PingPong? Das hat Lucia hier wunderbar zusammengefasst. Von ihr und Ghislana stammt diese kreative Aktion. Mach doch mit. Lass Dich monatlich von einem Bild zu einer eigenen bzw. neuen Darstellung in Form von Bildern, Worten oder anderem inspirieren. Das nächste Ausgangsbild kommt dann von mir. Ich gehe mal suchen…

Ein Brief an mich selbst

Ein Brief an sich selbst: Hast Du Dir selbst schon mal einen Brief geschrieben? Im Rahmen eines Workshops habe ich dies schon mal gemacht, und ich war ganz überrascht, als er unerwartet nach einigen Wochen in meinem Briefkasten lag. Eine berührende und stärkende Geste. Die Zeitschrift Emotion hat unter dem Motto Wer willst Du sein? dazu aufgerufen, an sich selbst einen Brief zu schreiben. Spannend. Doch habe ich einige Zeit gebraucht, um mir einen Brief zu schreiben, der dann auch öffentlich zu lesen und Teil einer Kunstaktion sein wird. Ich habe mich getraut:

Leben und Tod und dazwischen ganz viel bunt…
16. September 2015

Doreen, Du hast in den vergangenen Wochen wahnsinnig viel gelernt und bist über dich hinaus gewachsen. Schmerzhaft. Mutig. Lichtvoll. Tief. Berührend. Liebe. Du hast am Bett Deines Vaters gesessen, als er im künstlichen Koma lag – Geräte, Medikamente, Kabel, Schläuche… Kerzen, Gedanken, Wünsche, Vertrauen… Du hast an der Seite Deines Mannes gestanden und mit ihm Abschied von seiner Mutter, Deiner Schwiegermutter genommen. Du hast Deiner Tochter vom kranken Opa und der sterbenden Oma erzählt und sie teilhaben lassen. Du hast Dich für eine Auszeit entschieden und sie spontan umgesetzt. Du gehst Schritt für Schritt neue Wege, lässt Deine Ideen wachsen, erfüllst sie mit Leben.

Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Weg kraftvoll weiter gehst, dass Du zuversichtlich und aufrecht durch die zweifelnden und angstgeprägten Phasen kommst. Ich wünsche Dir das Selbstvertrauen und die Kraft, dass Du Dich der Wahrheit verpflichtet für Tabuthemen, für Frauen einsetzen kannst. Ich wünsche Dir, dass Du die Sicherheit in Dir spürst und Dich von äußeren Zwängen befreien kannst, dass Du Deine Berufung erfüllt leben und von ihr mit Leichtigkeit leben kannst. Ich wünsche Dir, dass Dich die tiefe Liebe zu Deiner Familie, Deinen Freunden und zu liebevollen Menschen, die Dir begegnen, weiterhin trägt, dass alle Deine Beziehungen von Liebe und Respekt erfüllt sind. Ich wünsche Dir, dass Du dem Leben vertrauen und das Leben feiern kannst.

Fühl Dich innig umarmt und herzlich geliebt,
Deine Doreen

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Na, möchtest Du auch gleich zu Stift & Papier oder nach den Tasten greifen? Nur Mut. Es ist sehr bereichernd. Du kannst noch mitmachen: hier. Und ab dem 6. Dezember 2015 gibt es die Kunstaktion der Konzeptkünstlerin Birgit Wichern in der GersonHöger Galerie | Buchardplatz 5 | 20095 Hamburg zu sehen.

Auf Reisen den Erinnerungen begegnen

An einen Ort reisen, an dem einem an jeder Ecke Erinnerungen entgegenspringen. Da sind angenehme und schmerzhafte Erinnerungen. Erinnerungen, die mir die Vergangenheit vor Augen führen.

Ich bin zu Besuch. Mit jedem kommen neue Erinnerungen hinzu. Doch können sie nicht mit den geballten Jahren mithalten, die ich hier einst gelebt habe. Erinnerungen aus einer längst vergangenen Zeit.

Eine schöne Zeit, eine wichtige Zeit. Ich war Anfang dreißig, das erste Mal fern der Heimat. Lange hatte ich an altem festgehalten, doch dann begann das große Loslassen, auf das ich heute immer noch stolz und froh zurückblicke.

Lange ist es her, und bei jedem Besuch heute spüre ich, dass ich nicht mehr Teil dieses Ortes bin. Er ist zu meiner Vergangenheit geworden und dort geblieben. Ich habe mich verändert, fühle mich in meiner Heimat wieder wohl, vor allem zu Hause. Dort gehöre ich hin.

Dennoch komme ich immer wieder gern an diesen Ort zurück, der zu meiner zweiten Heimat in meinem Herzen geworden ist: Innehalten. Schauen, was war. Schätzen, was daraus erwachsen ist. Erkennen, was ist… Und dann freue ich mich einfach, wieder nach Hause zu kommen, in mein jetziges Leben mit allem, was dazu gehört.