von hehocra | Apr. 28, 2015 | Blogaktionen, Collagen |
Ich liebe es, wenn die Inspirationsfunken von einem zum anderen hüpfen und daraus wunderschöne Sachen entstehen. So geschehen mit dem April-Foto zum Bilder-Pingpong.
Bilder-Pingpong ist eine Aktion von Lucia mit ihrem Blog Schreibtischwelten und Ghislana mit ihrem Blog Jahreszeitenbriefe. Abwechselnd posten sie monatlich ein Foto. Dieses stellen sie für verschiedene kreative Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung – zum Beispiel eigene Texte, gemalte Bilder oder digitale Verfremdungen. Ich habe mich für die Collage entschieden.
Das Foto habe ich in schwarz-weiß auf ein A4-Blatt ausgedruckt. Es bildete die Grundlage für meine Collage, die analog durch schneiden, reißen, legen, schieben und Kleben entstand.

Die Aktion erinnert mich an meine Collagen-Abende. Dort stellte der Kursleiter den Teilnehmerinnen ein Bild zur Verfügung und jede schuf daraus auf ihre eigene Art eine Collage. Ich war jedes Mal von der Vielfalt der Ergebnisse und Kreativität begeistert.
Nun bin ich gespannt, was andere aus dem April-Foto vom Bilder-Pingpong gemacht haben. Ich klicke mich mal hinüber in die Link-Liste. Komm doch mit…
Kreativ, bunt und inspirierend geht es auch beim creadienstag zu. Viel gibt es dort zu entdecken.
von hehocra | Apr. 25, 2015 | Vielfalt |
Drei Mal war ich bisher in Florenz. Die ersten beiden Male, das war in den Neunzigern. Damals war ich mit dem Auto, mit einem Zelt und einem Freund unterwegs. In den Bergen bei Florenz befand sich der Campingplatz, von dem aus wir die Gegend und die Stadt erkundeten. Aus dieser Zeit existieren noch irgendwo auf dem Dachboden in irgendwelchen Kisten Negativstreifen und Fotoalben.
Aus meinem Tagebuch von damals: „…Italien sollte das Ziel unserer Reise sein. Sonne, Wärme, wunderschöne Landschaften, Gassen und die umwerfenden Kunstwerke sind das Sinnbild unserer Erwartungen – Italia…“

Das dritte Mal war im ersten Jahr nach der Jahrtausendwende. Auch das ist schon sehr lange her. Damals war ich wieder mit dem Auto, aber dieses Mal mit mehreren Freunden und ohne Zelt unterwegs. Wir hatten uns ein zauberhaftes, altes Haus hoch oben in den Bergen, in der Nähe von Florenz gemietet. Auch von dieser Reise liegen noch irgendwo auf dem Dachboden in irgendwelchen Kisten Negativstreifen und Fotoalben.
Aus meinem Tagebuch von damals: „…Montag früher Abend, in Italien, Toskana, bei Londa. Das Haus ist unbeschreiblich schön. Wir waren so überwältigt, als wir hier ankamen. Erbaut wurde es 1284 – zumindest steht es so über der Tür. Unglaublich, was das Haus schon alles erlebt haben muss…“
Das waren noch die Zeiten, in denen ich analog fotografiert und mich ausprobiert habe. Ein Experiment waren diese Fotos hier. Ich habe mit einem Dia-Negativfilm fotografiert, diesen aber im Labor dann wie einen normalen Negativfilm entwickeln lassen. Dieser Prozess nennt sich Grossentwicklung. Das Einscannen der Negative, was auch schon viele Jahre her ist, verschaffte den hier gezeigten Aufnahmen nochmals eine eigene Note, um es mal so zu nennen. Heute geht das ja ganz einfach in der digitalen Bearbeitung. (Aus dieser Zeit stammen übrigens auch die in einem älteren Beitrag gezeigten Selbstporträts, die ebenfalls analog und gecrosst entstanden sind.)

Aber wie komme ich ausgerechnet jetzt auf Florenz? Wenn Dich diese Frage bis hier begleitet hat, oder Du jetzt neugierig geworden bist… Hier die Antwort: Kürzlich landete ich auf dem Blog von Paleica. (Früher habe ich zum Beispiel bei ihrem Projekt Gesetz der Serie – noch mit meinem alten Blog – mitgemacht.) Paleica schrieb in einem Blogbeitrag von ihren persönlichen Erinnerungen an Florenz und verlinkte dabei auf die Blogparade Florenz von Ilona, die hierzu aufgerufen hatte. Wenn Dir jetzt auch Erinnerungen an Florenz in den Sinn kommen, dann mach doch mit. Bis zum 30. April 2015 sammelt Ilona Florenz-Erinnerungen.
Ps: Gerade fällt mir ein, dass ich an die ersten Male mit niemandem in Erinnerungen schwelgen kann, weil es diese Person in meinem Leben heute nicht mehr gibt. Aber von meiner letzten Reise nach Florenz ist mir eine Freundin geblieben, und wir lachen viel, wenn wir an diese Wochen zurückdenken. Ein abgefahrener Seitenspiegel und Tetris im Kofferraum stehen dabei im Mittelpunkt… Aber das sind andere Geschichten, die mit Florenz jetzt nicht direkt etwas zu tun haben.
von hehocra | Apr. 23, 2015 | Vielfalt |
Fragst Du Dich auch manchmal: Was habe ich heute vor einem Jahr eigentlich gemacht?

In mir tauchten heute Erinnerungen an Istanbul auf. Vor genau einem Jahr, war ich für ein paar Tage dort und diese Erinnerungen lassen mich lächeln. Eine schöne, beindruckende und faszinierende Zeit… Ich denke gern daran zurück und spüre, wie der Zauber kraftschenkend und inspirierend nachwirkt. Besonders sind mir dabei die gemütlichen Pausen, die wir bei unseren Streifzügen zwischendurch immer wieder einlegten, und in denen wir das bunte Treiben um uns herum einfach nur beobachteten.

In diesem Sinne, lade ich Dich ein: Gönne Dir eine Kaffee- oder Teepause. Lehn Dich zurück und genieße den Moment. Welche Erinnerungen verzaubern Dich?
von hehocra | Apr. 9, 2015 | Vielfalt |

Kürzlich war ich für ein paar Tage in London. Ich beobachtete, wie ich mich durch die Stadt bewegte und immer wieder nach Orten, Gebäuden, Plätzen und anderem Ausschau hielt, die mir bekannt vorkamen. Ich hatte meine Erinnerungen von vergangenen Reisen im Kopf und suchte nach den passenden realen Bildern. Welch eine kindliche Freude, wenn die Bilder übereinander passten: Siehst du, hier war ich schon mal und da bin ich…

…und fragte mich selbst: Weißt du noch?…

Auch erstaunlich, welche vergessen geglaubte Erinnerungen durch den Besuch der Orte hervorgeholt werden.

Es sind viele neue Erinnerungen hinzugekommen. London bietet ja auch reichlich Möglichkeiten, neue Ecken zu erkunden. Auch bekannte Orte formen neue Erinnerungen. Man selbst hat sich verändert, Zeit ist vergangen…

Nun zu Hause stelle ich fest, wie sich die Bilder beginnen, in meinen Erinnerungen zu vermischen und zu überlagern.

von hehocra | Apr. 4, 2015 | Fundstücke |
Ein sehr berührendes Projekt: Von der Bildfläche verschwunden „Vor vier Jahren zerstörte ein Tsunami in Japan ganze Landstriche. Zurück blieben Trümmer – und Tausende von Fotoalben, die auf berührende Art das Leben vor der Katastrophe zeigen.“
Ein Stuhl geht an die Orte seiner Erinnerungen: Herberts Erinnerungen oder eine Geschichte vom Anderssein.
Sehr berührende und authentische, selbstbewusste Selbstporträts: Etwas Persönliches.
Mit den Erinnerungen, Perspektiven dreier Generationen gesehen: Mutters Schuhe. Diese Fotos sind mir vor einigen Jahren schon mal über den Weg gelaufen: Oma, Mutter und ich.
ps: Netzfundstücke – wieso, weshalb, warum?
Wenn Dir etwas interessantes zum Thema Erinnerungen, spannende Projekte oder Berichte über den Weg laufen, dann immer her damit. Vielen Dank.
von hehocra | März 27, 2015 | Collagen |
Ich bin zur Wiederholungstäterin geworden. Anfang diesen Jahres habe ich wieder den wunderbaren Kurs „Collagentechnik: Bilder zaubern” von Volker Noth besucht. (Hier mein Bericht vom letzten Kurs.) An mehreren Abenden haben alle Teilnehmerinnen geschnitten, gerissen, gelegt, verschoben und geklebt.
Zu Beginn gab es wieder ein Ausgangsbild. D.h. jeder Teilnehmer bekam das gleiche Bild als Vorlage und konnte daraus eine eigene Collage gestalten. Dies ist mein Ergebnis:

Unglaublich faszinierend finde ich in diesem Kurs nicht nur die sehr angenehme und kreative Atmosphäre, sondern auch den Austausch und die inspirierende Vielfalt. So habe ich das erste Mal etwas neues probiert. Schnipsel reißen und diese dann zusammenknüllen, quetschen, drücken und wieder auseinander nehmen.

Aus diesem Ball entstand dann letztendlich diese rot-schwarz-graue Collage:

(Ein Schnipsel kommt zudem aus einem verwitterten Plakat. Das Rot hat mich so in den Bann gezogen, das musste ich einfach aus einer unteren Plakatschicht heraustrennen.)