10 Jahre Bloggerin – 10 Tipps für Dich

10 Jahre Bloggerin – 10 Tipps für Dich

Wir haben das Jahr 2017 und es neigt sich dem Ende. Aber erst jetzt merke ich, dass ich im Frühjahr dieses Jahr, genauer gesagt im März 2017, mein Jubiläum als Bloggerin versäumt habe. Vor 10 Jahren sendete ich meinen ersten Beitrag in die digitalen Weiten.

Selbstporträt, 2007, (c) Doreen Trittel

Selbstporträt, 2007, (c) Doreen Trittel

 

Wie konnte ich das nur vergessen?

Wie konnte ich dieses Fest nicht feiern? Heißt es nicht, man muss die Feste feiern, wie sie fallen? Ich habe es schlicht und einfach verpennt. Vielleicht auch, weil mein Blog zu meinem Atelier noch nicht so alt ist. Aber wie komme ich gerade jetzt darauf? Über die Blogparade #KultBlick bin ich auf den Blog von Tanja Praske aufmerksam geworden. Sie feierte jetzt ihren 5. Bloggeburtstag und hat dazu einen inspirierenden Beitrag geschrieben: Kulturverrückt: 5 Jahre bloggen pro Kultur – Chancen und Bereicherung. Als ich ihre Zeilen las, tauchten eigene Erinnerungen auf und ich fand mich hier und da wieder. Dabei wurde mir dann bewusst: Hey, was ist mit deinem Jubiläum? Willst du nicht mal innehalten und dieser Zeit deine Aufmerksamkeit widmen? Wie sind deine Erfahrungen? Welche Tipps hast du für andere Blogger.innen? So gehe ich dem heute einfach mal nach.

Selbstporträt, 2008, (c) Doreen Trittel

Selbstporträt, 2008, (c) Doreen Trittel

 

Seit 10 Jahren bin ich Bloggerin.

2007 ging es los. Damals lebte ich seit einigen Jahren in Saarbrücken und wusste noch nicht, dass ich in den folgenden Monaten wieder nach Berlin ziehen würde. Im Mittelpunkt meines kreativen Tuns standen damals das Schreiben, hauptsächlich Gedichte, und die Fotografie. Ich habe an Lesungen teilgenommen und mich mit anderen Schreibenden vernetzt. Doch irgendwann hatte ich das Gefühl, ich komme nicht weiter. Dann kam die Idee auf, dass ich doch einen Blog starten könnte: wortmeer. Zunächst war ich zaghaft, doch mit jedem veröffentlichten Beitrag, mit jedem Kommentar wuchsen mein Selbstverständnis und Selbstbewusstsein. Ich lernte andere Blogger.innen kennen und tauschte mich mit ihnen aus. Zwischendurch der Umzug nach Berlin. Ich führte diesen Blog aus reiner privater Freude. Hinzu kamen Reise- und Alltagserlebnisse, Besuche von Veranstaltungen und Ausstellungen, Gedanken und weitere kreative Projekte (z.B. Collagen und textile Arbeiten). Und ich bin Mutter geworden.

Selbstporträt, 2011, (c) Doreen Trittel

Selbstporträt, 2011, (c) Doreen Trittel

 

Über verschiedene Stationen und Phasen begann ich damit, mich der Kunst intensiv zu widmen. Dies war der Punkt, an dem ich mich auch entschlossen hatte, mich von meinem Blog wortmeer und der bisherigen Anonymität zu verabschieden. Das war im verflixten 7. Jahr. Das Schreiben poetischer Texte war schon längst in den Hintergrund geraten und irgendwie passte das Outfit nicht mehr. Da habe ich den Blog und die damit verbundenen Kanäle bei Twitter und Flickr vom Netz genommen. Ein radikaler Schritt, der es mir ermöglichte, neue Wege zu gehen.

Dies war die Geburtsstunde meines virtuellen Ateliers hehocra – Atelier für Erinnerung & Veränderung. Ich probierte einiges aus und spielte mit der Vielfalt. Im vergangenen Jahr holte ich mir professionelle Hilfe, hostete eine eigene WordPress-Seite und bin damit zu meinem heutigen Design und Aufbau gekommen. Anfang diesen Jahres änderte ich die Schwerpunkte meiner Themen, denn meine künstlerische Ausrichtung bekam einen neuen Schwung und Schwerpunkt. So stehe ich heute da, wo Du mich mit meiner Website inklusive Blog sehen kannst – auch auf Twitter, Instagram und Facebook.

Selbstporträt, 2015, (c) Doreen Trittel

Selbstporträt, 2015, (c) Doreen Trittel

 

Meine 10 Tipps für Dich und Deinen Blog:

1) Klarheit: Frage Dich, wer Du bist und was Du willst.

Was ist Deine Berufung? Was treibt Dich an? Je klarer Du Dir selbst wirst, desto klarer ist auch das, was Du Deinen Leser.innen anbieten kannst. Für mich war das ein langer und herausfordernder Weg. Umso dankbarer bin ich all denen, die mich dabei bis heute begleiten. Gleichzeitig weiß ich, dass bei diesen Themen immer wieder der Weg das Ziel ist.

2) Erfolg: Werde Dir klar darüber, was Du unter Erfolg verstehst.

Du möchtest erfolgreich sein. Aber was verstehst Du unter Erfolg genau? Hierüber habe ich kürzlich einen eigenen Beitrag geschrieben. Es ist wirklich interessant, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Denn nicht immer sind es die überbordenden Follower-Zahlen.

3) Treue: Sei und bleibe Dir selbst treu.

Bist Du in Deinem Element oder richtest Du Dich nach der Meinung anderer und nach den neuesten Trends? Nur wenn Du Dir selbst treu bleibst, bist Du im Flow. Stichwort: authentisch.

4) Innehalten: Nimm Dir immer mal wieder Zeit, um Dir diese oder andere Fragen zu stellen.

Es lohnt sich, immer mal wieder innezuhalten, zu schauen, ob sich das, was Du da tust, immer noch gut und stimmig anfühlt. Wenn dem nicht so ist, dann spüren das auch schnell Deine Leser.innen. Gleichzeitig öffnet sich in solchen Phasen der Blick und es wachsen neue Ideen.

5) Loslassen: Trenne Dich von dem, was Dich aufhält.

Das Leben ist Veränderung. So wirst auch Du Dich und Dein sich Blog verändern. Da gibt es immer mal etwas, was sich dann nicht mehr stimmig anfühlt. Dann ist es Zeit, sich davon zu verabschieden und es loszulassen.

6) Hilfe: Hole Dir professionelle Unterstützung an Board.

Die Anforderungen an einen Blog wachsen. Die Ansprüche verändern sich. Irgendwann kommt wahrscheinlich auch bei Dir der Punkt, an dem Du nicht mehr weiterkommst. Oder Du möchtest Dich einfach nicht mehr mit bestimmten Fragestellungen und Problemen auseinandersetzen. Unsere Zeit ist kostbar. Unsere Energie soll in das Fließen, was uns Freude bereitet. Scheue Dich nicht, nach professioneller Hilfe zu fragen. Oft lohnt es sich, wenn Du die Sache finanziell und zeitlich im Zusammenhang betrachtest.

7) Vernetzen: Treffe Dich mit anderen Blogger.innen.

Ein wertschätzender Austausch mit anderen Blogger.innen, ob real oder auf digitalen Wegen, ist immer sehr bereichernd und motivierend. Entweder teilt man die gleichen bzw. ähnlichen Herausforderungen. Ein Blick von außen bringt Dich selbst auf neue Sichtweisen.

8) Kooperationen: Entwickle mit anderen Blogger.innen gemeinsame Ideen.

Dies bringt frischen Wind in Deine Beiträge und Inhalte. Dies können Interviews oder Gastbeiträge sein, Porträts oder Empfehlungen. Die Ideen können auch über Deinen Blog hinauswachsen.

9) Ausdauer: Lass Dich nicht entmutigen.

Die Resonanz auf Blogs ist gerade am Anfang nicht groß und hat im Laufe der Zeit auch immer mal wieder Durststrecken. Lass Dich nicht entmutigen. Wenn das, was Du machst, für Dich gut anfühlt, dann bleibe dabei und mach weiter, kontinuierlich und ausdauernd. Die Wahrnehmung ist oft größer als das, was wir als Blogger.innen sehen.

10) Freude: Mach das, was Du tust mit Freude.

Das ist mein wichtigster und letzter Tipp an Dich. Mache das, was Du tust mit Freude. Wenn Dir bloggen kein Spaß macht, und Du Dich zwingen musst, dann merken das die Leser.innen. Die Möglichkeiten, einen Blog zu führen sind sehr vielfältig. Du musst Dich nicht nach bestimmten Formaten oder Vorgaben richten. Schreibe und poste, wie es zu Dir passt und wie es Dir Spaß macht. Das können auch wenige Sätze, Fotos oder Ideen sein. Schau Dich um. Spüre in Dich hinein und mach das, was zu Dir passt, was Dein Ding ist.

Selbstporträt, 2016, (c) Doreen Trittel

Selbstporträt, 2016, (c) Doreen Trittel

 

In diesem Sinne wünsche ich allen Blogger.innen viel Freude beim Bloggen. Ich danke Dir, dass Du hier bist. Ich danke auch allen, die mich auf meinem Weg begleitet haben und begleiten. Fröhliche Grüße & Prost, Doreen

 

Doreen Trittel vor ihrer Arbeit "Typenschulbau", 2017, (c) Christian Appl

Ich vor meiner Arbeit „Typenschulbau“, 2017, (c) Christian Appl

Unscharf

Unscharf

Vor drei Jahren etwa sind die Aufnahmen für die Serie, die ich Dir aus meinem Portfolio heute gern vorstellen möchte, entstanden. Bis jetzt hat es gedauert, die für mich stimmige Auswahl und Anordnung der einzelnen Fotografien sowie den passenden Text dazu zu finden. Diese Arbeit besteht aus einer Serie mit bewusst unscharfen Fotografien.

 

Unscharf, Serie Fotografien, Ansicht, 2014 (c) Doreen Trittel

„Unscharf“, Serie, Fotografien und Selbstporträts, 01-11, 2014 (c) Doreen Trittel

 

Wenn eine Erkenntnis dein Leben verändert. Wenn du bereit bist, die Wahrheit anzuschauen, zu erkennen und auszuhalten.

Diese Selbstporträts und Fotografien habe ich gemacht, als mir bewusst wurde, dass die Stasi zu meiner Familiengeschichte gehört. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich dies nicht wahrgenommen. ‚Stasi‘, das waren immer die anderen. Plötzlich ist das ein Teil von mir. Der neutrale Hintergrund der Porträts ermöglichen die Konzentration auf den Ausdruck der Wandlung, der von Unschärfe und dem Wille, den Nebel zu lichten, geprägt war.

Stasi ist die Kurzbezeichnung für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Das Ministerium war auch Nachrichtendienst, Geheimpolizei und Auslandsgeheimdienst. Zum Fall der Mauer 1989 arbeiteten etwa 91.000 hauptamtliche und geschätzte 190.000 Inoffizielle Mitarbeiter (IM) für den Überwachungsapparat.

Diese Serie ist ein Teil meiner Werkgruppe „Ostdeutsche und Stasikind“, in der ich mich mit der ostdeutschen Vergangenheit auseinandersetze. Ausgangspunkt sind dabei immer meine persönlichen Erinnerungen und meine heutige Sicht darauf. Gleichzeitig möchte ich damit auch versuchen, ein allgemeines Thema zu erkunden. Inwieweit tragen wir Verantwortung für das, was unsere Familien, unsere Vorfahren getan haben? Welche Verpflichtung ergibt sich für jeden Einzelnen daraus?

 

Unscharf, 01-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 01-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 02-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 02-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 03-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 03-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 04-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 04-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 05-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 05-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 06-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 06-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 07-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 07-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 08-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 08-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 09-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 09-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 10-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 10-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 11-11, 2014 (c) Doreen Trittel

Unscharf, 11-11, 2014 (c) Doreen Trittel

 

Herzlichen Dank an die Fotografin Susan Paufler für die Inspiration zu dieser Ausdrucksmöglichkeit und an LensCulture für das sehr hilfreiche Feedback.

Am 9. November 2017 jährt sich der Mauerfall zum 28. Mal. Weitere Beiträge von mir zu diesem Thema findest Du hier, in meinem Blog:

Weitere Arbeiten aus dieser Werkgruppe:

 

Künstlerin: Wie betrachte ich Kunst? | #KultBlick

Künstlerin: Wie betrachte ich Kunst? | #KultBlick

Wie ist das eigentlich, wenn ich eine Ausstellung, ein Museum besuche, wenn ich Kunst und Kultur betrachte? Wie schaue ich? Was kann es in mir auslösen? Diesen und ähnliche Fragen möchte ich mich heute widmen.

Angeregt hierzu wurde ich durch die Blogparade Verloren und wiedergefunden? – Mein Kulturblick | #KultBlick des Archäologischen Museums Hamburg in Zusammenarbeit mit Dr. Tanja Praske von Kultur – Museum – Talk. (Einige Fragen stammen aus dem Aufruf zur Blogparade, andere habe ich mir beim Gedanken machen und aufschreiben selbst gestellt.)

Zunächst beginne ich mit zwei Fragen, die das Thema bzw. die Begriffe eingrenzen. Begleitet wird der Text von Fotografien, die ich in verschiedenen Museen gemacht habe.

 

Spiegelung im C|O Berlin, (c) hehocra

Spiegelung im C|O Berlin, 2016, (c) hehocra

 

Wie sind die Begriffe Kunst und Kultur zu verstehen?

Hierzu gibt die Blogparade des Museums folgende Auskunft: „Der Begriff ‚Kulturblick‘ mag etwas konstruiert klingen… In #KultBlick soll es nicht um den Kulturbegriff gehen, sondern darum, wie Du und wir auf Kultur blicken. Wir gehen in unserer Arbeit analytisch mit Kunst und Kultur um. Unser Blick auf sie ist speziell. Dein Blick ist sicher ein anderer und genau den möchten wir von dir erfahren – Denkanstoß für uns und vielleicht auch für dich. Wohin führt das? Lassen wir uns überraschen!“

Wie bewerte ich als Künstlerin Kultur und Kunst?

Kultur und Kunst gehören zu meinem Leben. Ich lebe davon. Ohne Kunst und Kultur kann ich nicht sein. Daher habe ich hierfür immer einen Blick. Aber er hat sich verändert, er verändert sich, so wie ich mich ändere, wie sich unsere Welt verändert. Hinzu kommt, dass ich in einer anderen Kultur, von der DDR geprägten Kultur, aufgewachsen bin. Aber für diese Blogparade möchte ich dieses umfassende Thema deutlich eingrenzen: Mein Interesse liegt bei der Zeitgenössischen Kunst, bei der Modernen Kunst. Deshalb bezieht sich mein Kulturblick in diesem Beitrag auf meinen Blick hierauf. Um es zeitlich einzugrenzen: die Kunst seit Ende des 19. Jahrhunderts bis heute.

Heute ist mir bewusst, dass mein Blick schon immer davon geprägt war, dass ich selbst auch Kunst mache. In meinen zaghaften unsicheren Zeiten war es eher ein bewunderndes Aufschauen. Die Bewunderung habe ich nicht verloren, aber heute schaue ich als Kollegin. In Installationen, Collagen und Fotografien und beziehe ich mich auf Themen, die sich mit Erinnerungen und Veränderung beschäftigen.

 

im MoMa New York, 2016, (c) hehocra

im MoMa New York, 2016, (c) hehocra

 

Wie schaue ich auf Kunst? Gibt es Aha-Erlebnisse, Geistesblitze oder besondere Erkenntnisse für mich? Was empfinde ich, wenn ich mich auf Kultur und Kunst einlasse?

Ein Werk kann mich berühren, inspirieren oder beeindrucken. Von einem magischen Moment spreche ich, wenn alles zusammenkommt. Dies bezieht sich zum einen auf die Kunstwerke selbst, hängt aber auch mit der Präsentation und dem Kontext der Ausstellung ab. Aus diesem Moment heraus entstehen für mich Verständnis, neue Sichtweisen, Erkenntnisse, Anregungen und Erfahrungen.

  • Mich berühren Kunstwerke, wenn ich unbedarft vor ihnen stehe und in mir etwas anklingt. Meist spüre ich dies körperlich. Manchmal steigen Tränen der Rührung in mir auf.
  • Mich inspirieren Kunstwerke, wenn ich darin etwas finde, was ich als Künstlerin faszinierend finde und in mich aufnehme. Vielleicht greife ich darauf in meiner Arbeit irgendwann einmal zurück und entwickle es auf meine Art und Weise weiter. Dies umfasst auch die Präsentation, Darstellung und Beschreibung von Kunstwerken. (Blogbeitrag Ein weiteres Feld: Kunst präsentieren)
  • Mich beeindrucken Kunstwerke, wenn ich den Aufwand dahinter erfasse, wenn ich den tiefen Prozess des Entstehens nachvollziehen kann. Aber auch eine scheinbar schlicht umgesetzte Idee, die etwas genial auf den Punkt bringt, beeindruckt mich.

Erlebe ich meinen magischen Moment auch, wenn ich mir Kunst übers Web anschaue?

In der digitalen Welt sind uns viele Kunstwerke zugänglich. Mitunter rauschen sie in der Bilderflut an uns vorbei. Ein unglaubliches Meer, in dem wir baden können. Für mich ein wunderbarer Schatz, um mein Wissen anzureichern, zu recherchieren, zu lesen, anzuschauen. Aber dem magischen Moment bin ich hier bisher kaum begegnet. Diesen erlebe ich meist, wenn ich in einem Museum oder in einer Ausstellung bin, wenn ich einem Kunstwerk sozusagen in die Augen schauen kann.

 

Schattenspiel im Museum Europäischer Kulturen Berlin, 2017, (c) hehocra

Schattenspiel im Museum Europäischer Kulturen Berlin, 2017, (c) hehocra

 

Gibt es einen Wunsch, den ich schon immer bei Kulturinstitutionen äußern wollte? Was können Kulturinstitutionen für mich tun, damit ich gerne zu ihnen komme? 

Bei diesen Fragen fällt mir eine Ausstellung ein, die ich 2009 im Museum für Kommunikation in Berlin besuchte: Absolut? privat! Vom Tagebuch zum Weblog (Der Link führt zu einem Zeitungsartikel. Das Museum hat hier leider keine Informationen mehr online.) Sie hat mich sehr berührt und inspiriert, so dass ich nach den vielen Jahren immer noch gern daran zurückdenke. Die Ausstellung spannte einen Bogen vom Gestern zum Heute ins Morgen. Sie präsentierte von bekannten aber vor allem auch von unbekannten Persönlichkeiten geschaffene Aufzeichnungen in Bezug zur heutigen Zeit.

Eine spontane Idee: Wie wäre es, mit einem Dialog der Künste? Wie würden bzw. wie setzen sich Künstler.innen von heute mit den Themen vergangener Zeiten auseinander? Welche Fragen von damals beschäftigen uns auch heute? Welche Antworten können wir in der Vergangenheit für unsere Gegenwart und vielleicht auch für die Zukunft finden?

Zwei praktische Ideen: Vielleicht könnte die Website eines Museums nicht nur den üblichen Text zur Ausstellung veröffentlichen, sondern auch weitere Informationen, Links, Tipps für Bücher und andere Veröffentlichungen zusammenstellen. Dann könnte ich dies als Ausgangsbasis für meine Recherchen verwenden und darauf Bezug nehmen. Bisher bin ich auf das angewiesen, was ich über eine Suchmaschine finde. Bevor ich aber zu Hause recherchiere und nachlese, besuche ich sehr gerne den Museumshop. Dort schaue ich nach Katalogen, Büchern und Postkarten. Ich liebe es, in Museumsshops zu stöbern. Ich weiß nicht, ob es wirtschaftlich genug ist, aber vielleicht wäre ein digitaler Museumsshop mit den Angeboten zu den dortigen Ausstellungen oder eine Kooperation mit einem anderen Online-Shop auch eine interessante Idee?

 

in der TATE Modern in London, 2008, (c) hehocra

Spiegelung in der TATE Modern in London, 2008, (c) hehocra

 

Wie informiere ich mich über Neuigkeiten?

Schon allein aus meiner künstlerischen Tätigkeit informiere ich mich über verschiedene Wege zu Kunst und Kultur: Social Media (Facebook, Instagram und Twitter), Webseiten, Blogs und Zeitschriften. Dankbar bin ich auch für Hinweise, die mich aus meinem Netzwerk erreichen.

Kann ich mir Kunst und Kultur nicht nur im Museum sondern auch im Hauptbahnhof vorstellen?

Meist gehe ich bewusst in Ausstellungen, in Galerien und Museen, um mir Kunst anzuschauen. Manchmal begegnet mir aber auch Kunst überraschend, wie vorgestern am Berliner Hauptbahnhof. Bei all dem Trubel, dem Kommen und Gehen, bei den vielen eilenden und suchenden Menschen lässt sich dort keine Kunst vermuten, und es ist fraglich, ob sich bei all der Hektik einen Zugang zum Betrachter finden lässt. Aber genau dort erlebte ich jetzt einen meiner magischen Momente, die ich so liebe. Es geht um die Ausstellung im Berliner Hauptbahnhof World Press Photo, die noch bis zum 20. Oktober 2017 dort sein wird. (Anschließend ist sie im Hauptbahnhof München vom 23. bis zum 30. Oktober 2017.)

Im Vorbeieilen wagte ich einen Blick auf die Ausstellung, wunderte mich noch über die Präsentation an diesem Ort. Und während ich dies dachte,  erfasste mich ein Foto von Jonathan Bachmann, das eine junge Frau in einem leichten Sommerkleid zeigt, wie sie sich bei einer Demonstration den schwer bewaffneten, den über und über mit Schutzkleidung versehenen Polizisten stellt. Dieses Bild nimmt mich sofort in seinen Bann und lässt mich stehen bleiben, innehalten. Es berührt mich tief, finde ich darin ein Bild für eine Erfahrung wieder, mit der ich mich gerade innerlich auseinandersetze. Dieser Augenblick ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass uns Kunst und Kultur überall begegnen und in den Bann ziehen kann.

 

im Paula Modersohn-Becker-Museum in Bremen, 2014, (c) hehocra

im Paula Modersohn-Becker Museum in Bremen, 2014, (c) hehocra

 

In diesem Sinne, herzlichen Dank für die Anregungen zu diesen Gedanken, herzlichen Dank dafür, dass Du bis hierhin gelesen hast. Was sind Deine Gedanken dazu? Wie schaust Du auf Kunst und Kultur?

Noch bis zum 22. Oktober kannst auch Du bei der Blogparade (alle Informationen hier) mitmachen. Ich klicke mich dann mal bei den anderen Beiträgen durch. Bin schon gespannt, auch auf Deinen Kommentar.

Nachtrag: Ich empfehle, die Beiträge mal durchzuschauen, denn es ist bisher schon eine sehr interessante und abwechslungsreiche Vielfalt zusammengekommen. Auch das Deutsche Uhrenmuseum hat einen Beitrag verfasst. Beeindruckt hat mich auch der Beitrag des Bürgermeisters von Illingen. Und dann viel mir ein, dass ich Illingen doch kenne… Vor vielen Jahren habe ich dort einmal an einer Lesung teilgenommen. Das war, als ich für fünf Jahre in Saarbrücken gelebt und gearbeitet habe.

Der 3. Oktober 1990: Es war eine Zeit der Extreme.

Der 3. Oktober 1990: Es war eine Zeit der Extreme.

Der 3. Oktober, ein Feiertag. Bilder mit jubelnden Menschen in den Geschichtsbüchern. Lange habe ich überlegt, ob ich heute einen Beitrag veröffentliche, etwas zum Tag der Deutschen Einheit schreibe, oder nicht. Jetzt ist der Morgen des Feiertages und ich sitze hier und tippe spontan meine Gedanken nieder. Der Tag der Deutschen Einheit, das ist für mich nicht ein Feiertag, wie er es vielleicht sein sollte oder gedacht ist. So viele Gefühle und Ebenen mischen sich. Es fällt mir schwer, sie umfassend und strukturiert zu beschreiben. Verständlich? Vertraue ich nun dem spontanen Tun.

Am 3. Oktober 1990 wurde die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten, die sich vierzig Jahre in die Bundesrepublik Deutschland (BRD) und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) aufteilten, gefeiert. Das war knapp einem Jahr nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989. Was in diesem Jahr alles geschehen ist? Immer noch unbegreiflich. Ein Rausch, eine Geschwindigkeit… Diese Zeit hat Narben hinterlassen. Und heute wird mir klar, dass wir nicht nur die kommunistische und realsozialistische Zeit aufzuarbeiten haben, sondern auch die Zeit der Wende. Das meine ich nicht nur für die Ostdeutschen sondern auch für die Westdeutschen. Die Aufarbeitung ist eine gesamtdeutsche Aufgabe. Schließlich sind wir seit siebenundzwanzig Jahren ein wiedervereintes Deutschland. Auch das Ergebnis der letzten Bundestagswahl macht dies deutlich.

 

Wende, Fotoinstallation, Ausschnitt, (c) Doreen Trittel

Wende, Fotoinstallation, Ausschnitt, (c) Doreen Trittel

 

Was war in dieser Zeit? Dabei kann ich nur für mich aus meinen persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen heraus sprechen. Die historischen Daten lassen sich in Büchern oder im Internet nachlesen. Ich war damals 16/ 17 Jahre alt, Teenager. Im Sommer 1990 hatte ich die 10. Klasse mit ihren schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen zu bestehen. In Geografie sprach ich von der Po-Ebene, ohne jemals dort gewesen zu sein. Die Ost-Mark wurde abgeschafft, die D-Mark wurde eingeführt. Ost-Produkte wurden zu Spottpreisen verschleudert. Obst wurde marktschreiend unters Volk geworfen. Die Sommerferien verbrachte ich mehrere Wochen an der Ostsee und arbeitete dort in der Küche eines Kinderferienlagers. Nachts lagen wir auf der Tischtennisplatte und schauten hoffnungsvoll in den wolkenlosen Sternenhimmel. Bei einem Ausflug war ich das erste Mal im Heidepark Soltau. In einem kurzen Gespräch mit einem gleichaltrigen Mädchen verheimlichte ich, dass ich aus Ostberlin komme. Ich bemühte mich, hochdeutsch zu sprechen. Im Herbst ging ich aufs Gymnasium. Dort begegnete ich neuen Mitschüler.innen. So manche Herbst- und Wintertage verbrachten wir feiernd und philosophierend. Mein Weg von der Kindheit in der DDR zum Erwachsenwerden in der BRD. Ich besuchte Demonstrationen, die sich für Veränderungen einsetzten. Die Räumung der Mainzer Straße in Berlin Friedrichshain machte mir Angst. Die Erwachsenen waren mit sich beschäftigt; Abwicklung, Arbeitslosigkeit, Aussichtslosigkeit, Ungewissheit, Existenzängste. Westdeutsche kamen ins Land, um ihnen die Welt zu erklären. Von nun an würde alles besser werden. Nur leider fühlte es sich damals nicht so an.

 

Dieser Artikel macht deutlich, wie willkürlich der 3. Oktober aus und in dieser Zeit im Jahr 1990 hervorgegangen ist: 3. Oktober: Warum der Tag der Deutschen Einheit ein Feiertag ist von Martin Ferber, Augsburger Allgemeine. Das Gefühl der Freiheit verbinde ich persönlich mit dem 9. November 1989: …Ein bedeutender Teil meines Lebens und Mein Licht.

Für mich und für viele meiner Generation wurde es besser. Wir standen an der Schwelle ins Berufsleben, konnten lernen, studieren, reisen. Für viele unserer Elterngeneration wiegt diese Zeit noch schwer. Es war eine Zeit voller Extreme zwischen Euphorie und Überleben. Sie hat uns geprägt. Lasst uns darüber reden und unsere Erfahrungen austauschen.

 

Wende, Fotoinstallation, (c) Doreen Trittel

Wende, Fotoinstallation, (c) Doreen Trittel

 

Noch mehr gelesen:

Familiensache Wende von Viola Lippmann, MyOstBlog

Wie war das für Euch? Die dritte Generation Ost im Gespräch mit ihren Eltern – ein Buch von Judith Enders (Hg.),  Mandy Schulze (Hg.) und Bianca Ely (Hg.) erschienen im Ch. Links Verlag.

Wie die Deutsche Einheit mich dazu gebracht hat, Rechtsanwältin zu werden von Dr. Geertje Tutschka, Edition F

Ich bin schon gespannt, wie sich die Serie Weissensee, dieser Zeit filmisch nähern wird.

… So gibt es sicher noch viele interessante Beiträge, Gedanken, Erinnerungen und Aufarbeitungen zum heutigen Tag. Welche hast Du entdeckt?

Wir wollen ihn alle, den Erfolg!

Wir wollen ihn alle, den Erfolg!

Erfolg. Wir wünschen anderen Erfolg. Wir streben selbst Erfolg an. Wir hoffen auf Erfolg. Erfolg wird versprochen. Erfolg wird verkauft. „Erfolg verbessert den Charakter“, sagt William Somerset Maugham. Wir sprechen über Erfolg. Ausbleibenden Erfolg verheimlichen wir lieber.

Oft werde ich, als Künstlerin, nach einer Ausstellung gefragt, ob ich denn erfolgreich war und etwas verkauft habe. Jedes Mal fange ich dann an, mich zu rechtfertigen, denn für mich ist eine Ausstellung trotzdem erfolgreich, auch wenn ich nichts verkauft habe. Meinen wir das gleiche, wenn wir von Erfolg sprechen? Was ist das überhaupt, der Erfolg?

 

Erfolg 4, (c) hehocra

 

Was ist Erfolg überhaupt?

Was macht ihn aus? Wie ist es, wenn wir Erfolg haben, oder wenn wir keinen haben? Reden wir überhaupt über das gleiche, wenn wir uns gegenseitig Erfolg wünschen und stolz über Erfolge berichten?

Laut der großen Online-Enzyklopädie gibt es „…zahlreiche… Theorien des Erfolgs, deren gemeinsamer Nenner es ist, Erfolg als die Fähigkeit zu interpretieren, seine selbst gesetzten Ziele zu erreichen… Bei Zielen kann es sich um eher sachliche bzw. materielle Ziele… oder um emotionale bzw. immaterielle Ziele… handeln… Einige Wissenschaftler weisen auch auf die Möglichkeit hin, etwas Erreichtes als Erfolg zu betrachten, selbst wenn man es niemals zum Ziel hatte…“

Dieser Versuch einer Erklärung macht eines deutlich: Erfolg ist etwa sehr individuelles. Auch wenn die Rede vom Erfolg einer Oranisation oder auch eines gesellschaftlichen Zusammenhangs ist, bezieht sich der Erfolg immer auf das, was im jeweiligen Kontext verstanden wird. Da sich meine Arbeit als Künstlerin auf meine individuelle Sicht bezieht und ich mich für einen differenzierten Blick einsetze, mache ich mir an dieser Stelle Gedanken darüber, was ich persönlich unter Erfolg verstehe.

 

Erfolg 3, (c) hehocra

 

Wie definiere ich Erfolg für mich?

Ich fühle mich erfolgreich, wenn ich über mich hinaus gewachsen bin, wenn ich mich meinen Ängsten zugewandt und etwas erfahren habe, mich dann eine Erkenntnis erfüllt und ich das Gefühl habe, weitergekommen zu sein. Dieser persönliche Weg ist auch mit meinem beruflichen Erfolg als Künstlerin eng verbunden. In Collagen, Installationen und Fotografien setze ich mich immer wieder mit Erinnerungen auseinander. Dabei fasziniert mich der Veränderungsprozess von der Vergangenheit über die Gegenwart hin zur Zukunft. Ein Schwerpunkt meiner Arbeiten liegt in meiner ostdeutschen Herkunft. In meinem Blog möchte ich einen Einblick in die Geschichten hinter meinen Werken, in die Prozesse des Werdens geben. Du erfährst, was mich inspiriert und gerade beschäftigt. Du bekommst einen Blick hinter die Kulissen. Ich nehme Dich mit auf Ausstellungen, in denen ich meine Kunst präsentiere, und ich stelle Dir Künstler.innen vor, deren Arbeiten mich beeindrucken. Ich liebe den Moment, wenn sich Menschen durch meine Arbeiten angesprochen fühlen und berührt werden, wenn etwas in ihnen angeregt wird. Ich liebe es, wenn sich dadurch inspirierende Gespräche ergeben, die wiederum in meine Arbeiten einfließen. Ich liebe es, wenn meine Werke meine Kund.innen bereichern.

„Kann man denn davon leben?“

Dieser Frage begegnet ein Künstler immer wieder. Mich künstlerisch auszudrücken, Anregungen zu schaffen, und die Welt mit meinem Tun zu einem besseren Ort zu machen, mich mit Erinnerungen und Veränderungen auseinanderzusetzen, das ist meine Berufung. Ich lebe für und von der Kunst. Aber wenn es allein um den finanziellen Erfolg ginge, dann wäre die Kunst wahrlich nicht der beste Weg. Da gibt es weitaus lukrativere Jobs. Aber der Ruf, künstlerisch tätig zu sein, setzt sich über als gesellschaftlich wahrgenommene Misserfolge und auch über eigene Misserfolge hinweg.

 

Erfolg II, (c) hehocra

 

Mein Tipp zum Erfolg?

Egal, was Du tust, worin Du erfolgreich sein möchtest, aus meinen Überlegungen heraus möchte ich Dir gern den Tipp geben: Beschäftige Dich damit, was Erfolg für Dich ausgemacht. Schreibe, male oder klebe in einer Collage, was für Dich Erfolg ist und wie Du Dich fühlen wirst, wenn der Erfolg eintritt. Das schafft Klarheit, sowohl für Dich als auch in Deiner Ausstrahlung nach außen. Es motiviert in Phasen, in denen Du vielleicht zweifelst oder verunsichert wirst. Ich werde künftig mehr hinterfragen, wenn andere von Erfolg sprechen oder ich mich mit anderen über Erfolg unterhalte.

Der Ursprung: eine Blogparade

Herzlichen Dank an Martina Troyer. Sie ist Webstrategin, Sichtbarkeits-Coach und Redakteurin. Durch Zufall bin ich auf ihre Blogparade aufmerksam geworden. Martina Troyer hatte dazu aufgerufen, der Frage nachzugehen: Was ist für Dich Erfolg in Deinem Business? Mal schauen, was den anderen Teilnehmer.innen bei diesem Thema durch den Kopf gegangen ist. Da sind bestimmt interessante Sichtweisen und Anregungen dabei, sich mit dem Wort Erfolg und deren Bedeutung weiter auseinanderzusetzen.

 

Erfolg I, (c) hehocra

Auf Wiedersehen, Gefängnis!

Auf Wiedersehen, Gefängnis!

Heute möchte ich mich an dieser Stelle von meinem Projekt im ehemaligen Frauengefängnis Lichterfelde mit ein paar gemischten fotografischen Eindrücken verabschieden. Diese Ausstellung wird auf mehreren Ebenen nachklingen.

 

Nach der Installation in Zelle 8, Soeht7, (c) hehocra

Nach der Installation in Zelle 8, Soeht7, (c) hehocra

 

Ich bedanken mich bei meiner Kollegin Eva Gjaltema. Es war mir eine große Freude, wieder mit ihr zusammenzuarbeiten und unsere Werke gemeinsam auszustellen.

 

Impressionen vom Aufbau in Zelle 8, Soeht7, (c) hehocra

Impressionen vom Aufbau in Zelle 8, Soeht7, (c) hehocra

 

Zum Abschluss verrate ich Euch noch, dass vier Collagen aus meiner Serie „Frauen – Women“ vor mir in der Zelle 1 präsentiert wurden. Eine spontane Entscheidung, denn manchmal muss auch bei einer Ausstellungsvorbereitung improvisiert werden.

 

Collagen in Zelle 1, Soeht7, (c) hehocra

Collagen „Frauen – Women“ in Zelle 1, Soeht7, (c) hehocra

 

Ein neues Ausstellungsprojekt steht aktuell nicht an. Das gibt mir die Möglichkeit, mir eine Pause zur Inpsiration zu gönnen, und in mir schlummernde Ideen umzusetzen, die jetzt schon eine Weile warten mussten. In meinem Blog geht es, wie gewohnt, mit verschiedenen Themen rund um Kunst, Kreativität und Inspirationen, Erinnerungen und Veränderung weiter.

 

Fußboden und Installation Zelle 8, Soeht7, (c) Doreen Trittel

Fußboden und Installation Zelle 8, Soeht7, (c) Doreen Trittel

 

Alle Beiträge chonologisch im Überblick:

Ich werde ins Gefängnis gehen

Die Nadeln liefen heiß. Die Finger bluteten.

Meine Installation im ehemaligen Frauengefängnis

Die wunderbaren Bilder meiner Zellengenossin

Ein Gefängnis in der Nachbarschaft

 

Herzlichen Dank an die Künstlerin BLANCA.Art, die dieses fröhliche Porträt von mir in der Zelle 8 gemacht hat. Es spiegelt für mich den wunderbaren, zauberhaften Wandel an diesem Ort und mit den Themen in meiner Installation. Merci.

 

Porträt vor der Installation, (c) Blanca.Unsinn

Porträt vor der Installation, (c) BLANCA.Art