4 minus 2 – Schritt für Schritt zu einer kleinen eigenen Collage

4 minus 2 – Schritt für Schritt zu einer kleinen eigenen Collage

Heute nehme ich Dich mit auf einen meiner Wege, eine kleine Collage zu gestalten. Du brauchst nicht viel und es geht schnell. So einfach kommst Du ins kreative Tun. Auf geht’s!

4 Dinge

Du brauchst für eine Collage, wie ich sie heute mit Dir mache, folgende vier Materialien: 1 Schere, 1 Klebestift, 1 Blatt Papier und 1 Zeitschrift. Ich habe eine alte Zeitschrift genommen. Dafür eigenen sich aber auch kostenfreie Magazine, Werbeblättchen oder Flyer. Genauso ist es mit dem Papier, das die Grundlage bildet. Ich habe hier ein Kartonpapier in der Größe 10 x 15 cm. Du kannst aber auch größere, farbige Blätter nehmen. Schau Dich um, Du wirst viel entdecken und Deine Kreativität schon vor der eigentlichen Gestaltung finden. Nur zu. Alles ist möglich. Das ist das wunderbare an Collagen.

Nur perfekt bleibt außen vor, sonst fühlt sich die Kreativität vielleicht eingeschüchtert.

 

 

…minus 2

Weil alles möglich ist und die unglaubliche Vielfalt auch lähmend sein kann, verrate ich Dir bei dieser Gelegenheit auch, dass es nicht unbedingt die 4 genannten Materialien sein müssen. Es reichen im Grunde auch 2 Dinge, um eine Collage kreieren zu können. Auf die Schere kannst Du verzichten. Papier lässt sich reißen. Auch das weiße Blatt Papier, auf das Du die Collage kleben möchtest, brauchst Du nicht. Dies kann auch eine Seite aus der gleichen Zeitschrift sein. Hier wirst Du merken, Begrenzung macht kreativ und lässt Dich auf Ideen kommen. Die Kraft der minimalen Mittel fällt mir oft auf, wenn ich unterwegs bin. Da habe ich zwar Klebestift und Schere dabei, doch nach dem Papier schaue ich mich dann erst um. Da können schon mal Papiertüten, Prospekte oder kleine Broschüren herhalten.

 

 

Los geht’s!

Nun haben wir die vier Dinge vor uns liegen. Dann kann es losgehen: In der Zeitschrift blättern und schauen, was mich anspricht. Für mein Papier in der Größe eine Postkarte wähle ich zunächst einen Hintergrund, der die komplette Fläche bedeckt.

 

 

 

Dann bestreiche ich das weiße Blatt Papier mit dem Klebestift. Dieses dann – Achtung – auf die Rückseite des gewählten Hintergrundes aufkleben. Schön festdrücken und bis in die Ecken und Kanten fest streichen. Dann kommt die Schere zum Einsatz.

 

 

Na da haben wir ja schon mal ein Bild. Die Angst vorm weißen Blatt Papier kann uns jetzt nicht mehr behindern.

 

 

Mir gefallen jetzt die Holzleisten auf dem Bild nicht. Da schaue ich nun, was ich darüber legen könnte. Wieder blättern… Der blaue Himmel spricht mich an. Hier reiße ich das Papier jetzt.

 

 

Na, das wird doch schon was… Aber noch zu langweilig, finde ich.

 

 

Nun blättere ich wieder, stöbere in der Zeitschrift, schaue nach Details. Mir fällt die Frau ins Auge, die da gemütlich im Gras sitzt und in die Landschaft schaut. Sie fasziniert mich. 

 

 

Doch wo platziere ich sie nun auf meinem Bild? Ich probiere und probiere… und merke, dass sie irgendwie da nicht so hin passt. Es dauert einen Moment, bis ich dies zulasse und mich von mir wieder verabschiede.

 

 

Also weiter, wieder durch die Zeitschrift blättern, Ausschau halten… Da wird mein Blick von einem Sessel und einem Sofa aus einer Anzeige angezogen. Schwarz und weiß, sie stehen im Kontrast zu meinem Baum-Himmel-Bild. Das probiere ich und finde, das passt super.

 

 

Doch irgendwie braucht das Bild noch etwas… Da lacht mich der kleine Vogel an…

 

 

Ich schiebe die kleinen Elemente über die Collage. Als es sich gut anfühlt, klebe ich sie auf.

 

 

Fertig!

 

 

Da liegt sie nun vor mir, die kleine, neue Postkarten-Collage und das fühlt sich für mich jedesmal unglaublich gut, bereichert und beflügelt an. 

 

 

Nun Du…

Du kannst das.

Magst Du mir Deine Collage zeigen? Zeig sie gern in den Social Media Kanälen mit dem Hashtag #hehocra oder schicke sie mir per Mail (s. Impressum/ Datenschutz). Ich würde mich sehr freuen.

Wenn Du Fragen oder Anregungen hast, schreib sie mir gerne.

Beflügelte Grüße, Doreen

Vitrine der Fundstücke |1017

Vitrine der Fundstücke, by hehocra

 

Heute wird es mal wieder Zeit für meine Fundstücke. Fundstücke, das sind interessante Beiträge, die mir im Netz über den Weg geklickt sind, oder inspirierende Ereignisse, die ich Dir empfehlen möchte. Wenn Du spannende Tipps hast, die meine Leser.innen und mich interessieren können, dann immer her damit. Schreibe mir in den Kommentaren oder via Kontakt. Dankeschön.

 

Beginnen möchte ich gleich mit dem Link zu meinem Gastbeitrag bei der Künstlerin Sabine Küster: Stellt Euch doch mal vor – Gastauftritt IX. …wer nicht fragt, bleibt dumm. Ich habe ein paar Fragen beantwortet, zumindest habe ich es versucht.

Faktor X – Gibt es eine Erfolgsformel für Kunst? – ein Artikel, der versucht, eine Antwort zu finden. Ich habe ihn interessiert gelesen. Habe ich mir doch kürzlich auch Gedanken über den Erfolg gemacht: Wir wollen ihn alle, den Erfolg!

“One day young” ist ein sehr berührender Bildband mit Fotografien von Jenny Lewis, die Frauen mit ihren sehr jungen, neugeborenen Kindern zu Hause porträtiert. Das Online-Fotomagazin Kwerfeldein hat die Fotografin interviewt. Das Buch wurde hier – Buchtipp – vorgestellt.

In einem Fernsehbeitrag der Sendung “KUNSCHT!” mit Denis Scheck bin ich auf die schottische Künstlerin Georgia Russell aufmerksam geworden. Sie fertigt faszinierende Arbeiten aus Büchern, und das mit einem Skalpell. Eine irre Technik. Live sind die Werke sicher nochmal beeindruckender.  Hier geht’s zum Porträt in der Mediathek des SWR.

Aufgrund einer unerwarteten und überraschenden Entdeckung können wir heute Bilder betrachten, die vor Jahrzehnten von Ruth Wolf-Rehfeldt getippt wurden, ja, mit der Schreibmaschine: Typewritings. Der Artikel porträtiert die Scheibmaschinen-Künstlerin aus der DDR, deren Arbeiten in diesem Jahr auch auf der Documenta in Kassel zu sehen waren.

Zum Abschluss habe ich noch zwei Tipps für Berlin:

“Das Kunstwerk im Bilderbuch” – Im Eichhörnchenverlag gestalten Künstler.innen Bücher für Babys und Kleinkinder. Susanne Haun hat den Anfang gemacht. Am 14.11.2017 präsentiert sie ihre Originale in einer Ausstellung und begrüßt Nina Alice Schuchardt vom Verlag zu ihrem 15. Salon. Du bist auch herzlich eingeladen. Ich werde den Salon besuchen und freue mich auf einen inspirierenden Abend.

In der Galerie “DasLabor” in Berlin Neukölln sind noch bis zum 17. November 2017 Arbeiten der Künstlerin Aino Onia und π aka Peter Ehrentraut zusammen mit den Bilderni von Nicolas Nicopol zu sehen. Die Ausstellung trägt den Titel: modern talking. Aino Onia wird täglich von Montag bis Freitag von 13 bis 14 Uhr live an ihrem Projekt “My first Million” weiterarbeiten. Unbedingte Empfehlung. Ich mag es sehr und bin immer wieder von der Idee, der täglichen und konsequenten Umsetzung und den Gedanken hinter dieser Arbeit beeindruckt. (Mit Aino Onia und Peter Ehrentraut bin ich in der Künstlergruppe “Kontrapunkt”.)

 

Hast Du anregende Tipps für mich? Schreibe mir in den Kommentaren oder via Kontakt. Ich freue mich.

Was vor Monaten seinen Anfang fand, wird…

…nun etwa ein Jahr später, am 6. Januar 2017 bei der Vernissage zur Ausstellung Mutabor das erste Mal öffentlich gezeigt. Zum Jahreswechsel von 2015 auf 2016 gestaltete ich das folgende Bild:

 

Typenschulbau, Serie, Bild 9 von 9

Serie “Typenschulbau”, Bild 3 von 9, Fotodruck auf Karton und Stickerei, 27 x 20 cm, 2016, (c) Doreen Trittel

 

Nachdem ich die Vorder-, die Rückseite und die anderen Seiten betrachtet hatte, überlegte, ob die Vorder- vielleicht zur Rückseite werden wird und ich mich dann so erinnerte… entspann sich die Idee, weitere Fotografien aus dieser Serie zu besticken.

 

Typenschulbau, Bild 9, (c) Doreen Trittel

Serie “Typenschulbau”, Bild 9 von 9, Fotodruck auf Karton und Stickerei, 27 x 20 cm, 2016, (c) Doreen Trittel

 

Im Laufe der folgenden Monate entstanden dann weitere Bilder, eine Serie bestehend aus insgesamt 9 bestickten Fotografien. Zwischendurch erinnerte ich mich an den Handarbeitsunterricht. Ein Jahr nach dem Anfang, stehen die Bilder nun gerahmt für die kommende Ausstellung Mutabor in Berlin bereit. Ich freue mich sehr, wie es sich entwickelt hat und dass nun die Zeit reif ist, diese Serie bzw. Teile davon öffentlich zu zeigen.

Doreen Trittel setzt sich in Collagen, Fotografien und Installationen immer wieder mit den Themen Erinnerung und Veränderung auseinander. Ein Schwerpunkt liegt in ihrer Herkunft. Doreen Trittel ist Deutsche mit ostdeutschem Migrationshintergrund.

In der Ausstellung präsentiert sie ihre Serie „Typenschulbau“. Das Werk umfasst Fotografien eines alten Schulgebäudes, die Doreen Trittel in Handarbeit bestickt hat. Wie neue Erfahrungen sich über unsere Erinnerungen legen, so legen sich die bunten Fäden über die Spuren der Vergangenheit und verändern sie.

Am kommenden Freitag geht es los: Vernissage am 6. Januar 2017, 19 Uhr, im ETBK Ausstellungsraum, Herrfurthstraße 29, 12049 Berlin.

 

Also, wenn Du magst, komm doch vorbei. Ich freue mich auf Deinen Besuch. Viele Grüße, Doreen

Netzfundstücke |0115

Immer wieder stoße ich im Netz auf interessante Anregungen, Ideen, Artikel und Gedanken, die ich bisher via Twitter oder auch Facebook geteilt habe. Doch nun ist es an der Zeit, dass ich die Highlights auch hier im Blog präsentiere. Dies sind meistens Links, die sich mit Erinnerungen, dem kreativen Umgang mit Erinnerungen bzw. Erinnerungsstücken beschäftigen – auch biografisches, autobiografisches, Tagebücher, Fotoalben und ähnlich spannendes mehr. Dafür rufe ich hiermit die Reihe Netzfundstücke ins Leben und werde, je nachdem, wann mir etwas über den Weg läuft, berichten. Wenn Ihr etwas tolles findet oder von etwas wisst, dann immer her damit. Schreibt mir. Vielen Dank.

 

 

Heute gibt es folgende Link-Tipps von mir für Euch:

Habt Ihr auch Bücher, die Ihr nicht mehr lest, die eigentlich weg könnten, es aber dann doch zu schade ist, um sie wegzugeben? Dann ist ja diese Idee vielleicht etwas für Euch. Kathrin Möller, die Inhaberin von möllerskript – Gedanken werden Texte, beschrieb in ihrem Blog eine kreative und inspirierende Idee. Seminarmethoden vorgestellt: Das Begleitbuch. Nicht nur in Seminaren, sondern auch für sich selbst kann ein altes Buch gestalterisch neu genutzt werden: kritzeln, malen, kleben, kringeln… Einfach drauf los.

Habt Ihr noch alte schwarzweiß Fotos in Euren Schubladen herumliegen? Vielleicht gefällt Euch ja dann der Beitrag Embroidered photos | DIY von Kathie in ihrem Blog. Sie hat farbiges Garn genommen und ein altes Erinnerungsfoto bestickt.

ArteCreative hat den Gewinnerbeitrag aus den Einreichungen zur Aktion 100 Ways to use a Bra ausgewählt, eine elegante, rote Kopfbedeckung. Die Auswahl war bei den vielfältigen und großartigen, kreativen Ideen sicher nicht einfach. (Ich bin immer noch ganz beseelt von den positiven Rückmeldungen zu meinem BH-Organizer. Diesen nutze ich jetzt auch tatsächlich im Alltag als solchen – momentan für Tücher und Schals.)

Dem Aufruf Zeig dein wichtigstes Foto 2014 sind viele gefolgt. Kwerfeldein hat nun eine tolle Auswahl an spannenden Fotos zusammengestellt. Wenn Euch alle Einreichungen interessieren, dann klickt Euch durch die Kommentare zum Aufruf. Es lohnt sich. (Mein wichtigstes Foto 2014: hier.) 

Ausstellung: David Bowie

Ausstellung: David Bowie

Vor einer Woche etwa war ich in der Ausstellung David Bowie, im Martin-Gropius-Bau in Berlin. Ich muss gestehen, dass ich jetzt nicht unbedingt ein Fan von David Bowie bin oder mal war. Irgendwie war das vor meiner Zeit, aber seine Musik höre ich trotzdem hin und wieder gern. Doch das war es nicht, was mich von einem Besuch der Ausstellung abgehalten hätte oder dazu gebracht hat. Mehr war es ein spontaner Entschluss, die Ausstellung doch zu besuchen, denn irgendwie reizte mich der Blick auf die Schaffung, auf das Sein dieses Künstlers, dieser Künstlerfigur, auf sein Werk, das viele, viele Jahre überdauerte und weiterhin andauert. Auch hatte ich unsere Gedanken und Fragen zum KünslerICH von Susannes letztem SalonAbend im Kopf (mein Bericht hier).

…und so war ich fasziniert von den Gedanken David Bowies auf der Suche und dem Entstehen und dem Werden und dem Sein seines KünstlerICHs. Dies zeigte sich in Videoaufzeichnungen und verschiedenen Objekten. Da man in der Ausstellung selbst nicht fotografieren durfte, schlenderte ich mit meinem kleinen Notizbuch und einem Stift durch die Räume und nahm folgende Zitate bzw. Schnipsel mit, die mich besonders ansprachen:

* eine Ein-Mann-Revolution * veränderte mich ständig und schnell * neue Impulse, neue Ideen, den Blick der Menschen auf ungewohntes richten * viele Selbstmorde in der Familie seiner Mutter; er spricht davon, dass er Glück hat, Künstler zu sein * glamouröser Pionier erfundener Identitäten, der soziale Rollen ebenso infrage stellt, wie die Rollen der Geschlechter * erfindet sich, konstruiert eine Identität * Erschaffung außergewöhnlicher Charaktere… dass es möglich ist, zu schauspielern ohne zu spielen und dass ein Charakter in einer von Prominenten durchsetzten Welt seine Bühnenrolle auch außerhalb beibehalten kann * der Charakter trägt Teile mehrerer Personen in sich , die ihn beeinflussten *

…und ich fragte mich dann:

Gibt es einen Unterschied bei der Suche nach dem KünstlerICH und nach dem künstlerischen Ich? Wo bleibt da das wahre Ich? Was ist überhaupt das wahre Ich?

Die Ausstellung ist so vielfältig, wie David Bowie selbst. Wobei das Gezeigte sicher nur ein kleiner Bruchteil seiner selbst darstellt. Interessant fand ich unter anderem folgende Darstellungen bzw. Objekte:

Musik-, Film- und andere Videos (In einem Video erklärt David Bowie seine Inspirationstechnik.), Notizbücher mit Ideen und Gedanken seit den 60er Jahren, irre Kostüme, in Berlin von ihm gemalte Bilder, Storyboards, Fotografien, Briefe, Plakate

ps: Ich muss aber auch erwähnen, dass ich in der Ausstellung an meine körperliche Grenzen kam, was ich immer wieder ärgerlich finde und mich im Kunstgenuss einschränkt. Dies waren zunächst die dunklen Ausstellungsräume. Zur Darstellung der Videos war dies notwendig, aber dann sollte man darauf achten, dass auch alle Erläuterungen bzw. Schilder lesbar sind, was oft aufgrund einer schlechten Ausleuchtung und bedingt durch Schattenwürfe nicht immer der Fall war. Ich weiß nicht, ob es unter der Woche besser ist, aber am Wochenende war es ziemlich voll. Zum Glück hatte ich online eine Karte reserviert, so dass ich nicht in der Schlange vorm Museum warten musste. Aber leider war dadurch die Ausstellung ziemlich voll. Oft stand man sich mich den anderen Besuchern im Weg. Die Luft war schlecht. Es gab kaum Sitzmöglichkeiten. Dadurch habe ich mir nicht jedes Detail der Ausstellung angesehen. …aber das nur am Rande.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen