Eine Ausstellung der Erfahrungen

Eine Ausstellung der Erfahrungen

Wenn Fotos in Ausstellungen erlaubt sind, dann mache ich gern welche. Doch bei dieser Ausstellung war das Fotografieren für mich unerwartet zur Nebensache geworden. Weshalb? Was war hier so außergewöhnlich?

 

"The Cleaner" Marina Abramovic, Foto by Doreen Trittel

“The Cleaner” Marina Abramovic, Foto by Doreen Trittel

 

Der Künstlerin Marina Abramovic ist eine großartige Retrospektive in der Bundeskunsthalle in Bonn gewidmet, bis zum 12. August 2018: The Cleaner

Marina Abramović, geboren 1946 in Belgrad, ist eine der meistdiskutierten Künstlerinnen, vor allem im Bereich ihrer Performances, mit denen sie immer wieder die eigenen physischen und psychischen Grenzen auslotet und überschreitet.

Rein Wolfs, der Intendant der Bundeskunsthalle, sagt: „Die Bedeutung von Marina Abramović ist so immens, dass eine große Retrospektive in Europa längst fällig war. Durch einen konsequenten Einsatz von Re-Performances ist The Cleaner mehr als eine einfache Ausstellung, ein immersives Gesamterlebnis größter kunsthistorischer Tragweite.“…

Persönliche Erfahrungen und auch Verantwortung sind ein zentraler Punkt ihrer Arbeit, die sich im Kern mit Erinnerung, Schmerz, Verlust, Ausdauer und Vertrauen auseinandersetzt. Die Ebene der Zeit(-erfahrung) und der Umgang mit dem eigenen Körper sind weitere Faktoren, die ihr Werk eindrücklich werden lassen. Seit mehr als fünfzig Jahren reagiert Abramović auf die sie umgebende Welt und bedient sich dabei ihres Körpers und ihrer Energie als künstlerisches Ausdrucksmittel. Mit ihren physisch und mental stark fordernden Performances – von gewaltsamen und riskanten Aktionen bis hin zu eher stillen Begegnungen mit dem Publikum – hat sie sich in die Kunstgeschichte eingeschrieben…

(Auszüge aus der Pressemappe der Bundeskunsthalle Bonn)

 

aus der Ausstellung "The Cleaner" Marina Abramovic, Foto by Doreen Trittel

aus der Ausstellung “The Cleaner” Marina Abramovic, Foto by Doreen Trittel

 

Die Ausstellung ist geprägt von verschiedenen Geräuschen der per Video oder Tonband aufgezeichneten Performances der Künstlerin Marina Abramovic. Da ist zum Beispiel das Klopfen des Messers, dass sie zwischen ihre Finger sticht. Da ist der Schrei, der bis zur Endlichkeit ausgereizt wird… Gleichzeitig ist die Stille präsent und fühlbar, zum Beispiel während die Künstlerin und ein Esel sich in die Augen schauen, während Marina Abramovic und ihr früherer langjähriger Lebensgefährte und künstlerischer Partner Ulay sich mit einem gespannten Bogen gegenüber stehen/ lehnen. (hier ein Link zu meinem Besuch einer Ausstellung des Künstlers Ulay: Happy Birthday Ulay!)

 

Linsen und Reiskörner in der Ausstellung "The Cleaner" Marina Abramovic, Foto by Doreen Trittel

Linsen und Reiskörner in der Ausstellung “The Cleaner” Marina Abramovic, Foto by Doreen Trittel

 

Darüber hinaus wurde man als Besucher*in eingeladen, selbst aktiv zu werden. Zu Beginn war für mich die Frage, ob ich den Durchgang wähle, in dem sich zwei nackte Frauen gegenüberstehen, oder nicht. Dies war eine der Re-Performences durch junge Künstler*innen, die bei Marina Abramovic gelernt haben. (Hier findest Du Aufnahmen der Original-Performance mit Ulay aus dem Jahre 1977.) Ich bin hindurch gegangen und muss sagen, dass es spannend war, mich damit zu beobachten: Vorab die inneren Überlegungen, dann die Entscheidung, dann den Moment abwarten und entschlossen – jetzt…

Dann saß ich auf einem Holzstuhl, der mit Bergkristallen an der Rückseite der Lehne bestückt war, schloss die Augen und konzentrierte mich auf meinem Atem, nahm die Umgebung war, tauchte ins Innere ab…

Abschließend nahm ich an der riesigen Tafel Platz, in deren Mitte Reiskörner und Linsen liegen, ringsherum Blätter und Stifte… Handy und Tasche ins Schließfach, Kopfhörer auf und Ruhe… So saß ich dort und zählte… und zählte…

 

Schließfächer am Rande in der Ausstellung "The Cleaner" Marina Abramovic, Foto by Doreen Trittel

Schließfächer am Rande in der Ausstellung “The Cleaner” Marina Abramovic, Foto by Doreen Trittel

 

Kopfhörer am Rande in der Ausstellung "The Cleaner" Marina Abramovic, Foto by Doreen Trittel

Kopfhörer am Rande in der Ausstellung “The Cleaner” Marina Abramovic, Foto by Doreen Trittel

 

Kopfhörer am Rande in der Ausstellung "The Cleaner" Marina Abramovic, Foto by Doreen Trittel

Kopfhörer am Rande in der Ausstellung “The Cleaner” Marina Abramovic, Foto by Doreen Trittel

 

Es gab weitere Möglichkeiten, die allesamt eine großartige Möglichkeit waren, zu experimentieren, zu spielen, sich selbst zu beobachten, sich herauszufordern… Daher würde sich auch ein mehrmaliger Besuch der Ausstellung lohnen, um alles in sich aufnehmen zu können. Weitere Re-Performances wurden und werden präsentiert.

Ja, die Auseinandersetzungen mit Marina Abramovic erfordern Mut, die Ausstellung erfordert Mut. Aber wenn man sich darauf einlässt, wirkt es sehr inspirierend und bereichernd.

 

Zählen in der Ausstellung "The Cleaner" Marina Abramovic, Foto by Doreen Trittel

Zählen in der Ausstellung “The Cleaner” Marina Abramovic, Foto by Doreen Trittel

 

Folgende Filme kann ich Dir noch empfehlen.

Ein Bericht von 3sat über die Ausstellung und Interviews: Marina Abramovic. Vom Schmerz zur Freiheit.

Die Performance “The Artist is present” im MoMa 2010 hat Marina Abramovic große Aufmerksamkeit verschafft. Sie sitzt im Museum und schaut den Menschen, die ihr gegenüber Platz nehmen, einfach in die Augen. Dieser Ausschnitt hier zeigt den Moment, als ihr Ulay nach Jahrzehnten der Trennung dort wieder begegnet.

 

ps: Als Marina Abramovic ihre Biografie veröffentlichte, habe ich schon einmal über sie geschrieben. Naja, ich habe mich wohl mehr aufgeregt… Muss ich meine Mutterrolle Opfern, um als Künstlerin erfolgreich zu sein? Auch andere Künstlerinnen äußerten sich hierzu. Rabenmütter und andere Fundstücke. Inzwischen verstehe ich, woher die Aussage der Künstlerin resultiert und aus welcher Zeit sie kommt. Feminist Avant-Garde… Aber diesen Aspekt teile ich nach wie vor nicht mit ihr.

 

Innehalten nach dem Besuch der Ausstellung "The Cleaner" Marina Abramovic, Foto by Doreen Trittel

Innehalten nach dem Besuch der Ausstellung “The Cleaner” Marina Abramovic, Foto by Doreen Trittel

 

Die Ausstellung ist noch bis zum 12. August 2018 in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen. Anschließend wird sie Florenz, Italien zu sehen und zu erleben sein. Ich bin froh und dankbar, dass ich die Gelegenheit hatte, nach Bonn zu reisen und meine Erfahrungen mit den Arbeiten der Künstlerin Marina Abramovic in der Ausstellung The Cleaner machen zu können.

 

Eva & Adele: Kunstwerk in Persona

Eva & Adele: Kunstwerk in Persona

176 cm / 101 cm / 81 cm / 96 cm und 161 cm / 86 cm / 68 cm / 96 cm – Das ist die kurze Vita des Künstlerpaares Eva & Adele mit ihrem Statement: „Eva & Adele kommen aus der Zukunft.“ Das klingt schräg? Ist es auch, aber vor allem ist es faszinierend, inspirierend und enorm grandios.

Seit 1991 leben und arbeiten Eva & Adele zusammen und seitdem gestalten sie ihren Alltag als andauernde Performance und reisen damit durch die Welt.

EVA & ADELE – L’AMOUR DU RISQUE präsentiert in einer retrospektiven Gesamtinstallation Werke des Künstlerpaares der letzten 25 Jahre. Die Ausstellung erläutert die konzeptuelle Haltung sowie die Bildwelten von EVA & ADELE. Erstmals werden dafür im me Collectors Room vom 27.04. – 27.08.2018 in Berlin ganze Werkkomplexe aus ihren wichtigsten Werkgruppen in den Medien Zeichnung, Malerei, Fotografie, Video und Skulptur sowie ihre selbstentworfenen Kostüme und Kostümpläne gezeigt. Sie verdeutlichen die, radikal Grenzen überschreitende, hoch differenziert ausgearbeitete, künstlerische Existenz von EVA & ADELE. Teil des Konzeptes sind auch eigens für die Ausstellung entwickelte limitierte Produkte… (aus der Ankündigung des me Collectors Room)

Die Ausstellung EVA & ADELE – L’AMOUR DU RISQUE wurde kuratiert von Dr. Heike Fuhlbrügge und ist ab heute im me Collectors Room Berlin / Stiftung Olbricht in der Auguststraße 68, 10117 Berlin zu sehen.

 

Eva & Adele, Wings I / II / III, 1997/1998, 3-Kanal-Video (WINGS III, Videostill), Echtzeit, 00:62:14, 00:62:15, 00:62:32 min, Loop Pal, Edition 5 + 3 (c) Eva & Adele und VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Eva & Adele, Wings I / II / III, 1997/1998, 3-Kanal-Video (WINGS III, Videostill), Echtzeit, 00:62:14, 00:62:15, 00:62:32 min, Loop Pal, Edition 5 + 3 (c) Eva & Adele und VG Bild-Kunst, Bonn 2018

 

„Eva & Adele heißen wir, weil wir Eva & Adele sind.“ So schlicht und einfach begann ihre Idee, ihr Leben als Kunstwerk zu gestalten. Doch schnell wurde daraus ihr Konzept: „Wo wir sind ist Museum / Wherever we are is museum“. Damit begann die professionelle Entwicklung, wie uns die beiden verraten haben.

Uns? Susanne Haun und ich hatten die Möglichkeit, die Ausstellung gemeinsam zu besuchen und kurz mit dem Künstlerpaar sprechen zu können. Wir waren und sind beeindruckt von der Jahrzehnte andauernden Präsenz, Konsequenz und Kreativität in der Kunst von Eva & Adele und vor allem in ihrer permanenten Performance. So war ich auch neugierig darauf zu erfahren, ob sie jemals den Gedanken oder den Wunsch hatten, aufzuhören. Das Konzept „Eva & Adele“ wird getragen von einer Vision, die dem Künstlerpaar über alles geht. Daher kam für beide nie die die Frage auf, über ein Ende nachzudenken. Zu Beginn ihrer Arbeit, mit der Ankunft aus der Zukunft, haben sie gleich eine Basis gesucht und gefunden. Sie haben viel überlegt und sind dabei auch analytisch vorgegangen. Eva & Adele durchlebten und durchleben Höhen und Tiefen. Dabei ist ihnen immer wichtig, offen und liebevoll zu sich und im Miteinander zu sein. Der Blick auf ihre Vision ist dabei oft eine große Hilfe. Denn im Vergleich dazu verlieren Befindlichkeiten, wie ich es jetzt mal nenne, ihren Einfluss. Ihr gemeinsames Erscheinungsbild ist auch im inneren durchdacht und bekommt damit eine gelebte Tiefe auf mehreren Ebenen.

 

Susanne Haun, Adele & Eva, Doreen Trittel (v.l.n.r.), Foto Tina Volk - Dankeschön.

Susanne Haun, Adele & Eva, Doreen Trittel (v.l.n.r.), Foto Tina Volk – Dankeschön.

 

Als Beispiel ihres konzeptuellen und disziplinierten Vorgehens werden in dieser Ausstellung erstmals 165 Kostümpläne des Künstlerpaares gezeigt. Hierin sind alle Elemente und Details ihrer Outfits und ihrer Präsentationen mit Anlass, Ort und Zeitpunkt fein säuberlich notiert. Ihre Kleidung sind Kostüme, das Make-up ist Malerei, wie es die Kuratorin Dr. Heike Fuhlbrügge treffend ausdrückte. Ein Blick hinter die Kulissen verrät, dass Adele hier die treibende Kraft war und ist. Sie bezeichnet diese Pläne sehr poetisch als Partituren für ihre weltweiten Auftritte und Begegnungen. 

Die Begegnungen und Darstellungen ihrer Personen sind einmalig und können in ihrer Emotion nicht festgehalten bzw. eins zu eins wiedergegeben werden. Aber ihre mediale Präsenz führen sie über Zeitungsberichte und Fotografien zur Malerei und Plastik. So bildet zum Beispiel ein Fax eines Zeitungsartikels mit Foto die Grundlage für ein großformatiges, abstraktes Bild. Die Biografischen Skulpturen und Installationen, die Videos und Fotografien erzählen von Eva & Adele, ihren Auseinandersetzungen und Begegnungen mit dem Ziel, gewohnte Sichtweisen, Begriffe und Zusammenhänge zu hinterfragen. Mit ihrer Antwort nach dem Ursprung ihrer Arbeit, dass sie aus der Zukunft gekommen sind, und dem zentralen Begriff ihres Konzepts „FUTURING“ kehren Eva & Adele auch unser lineares Zeitverständnis um. Sie bringen die Farbe rosa in die Kunstwelt. Doch vor allem spielen sie mit den verschiedenen Rollen und Mustern von uns Menschen und bezeichnen sich selbst als das 3. Geschlecht.

 

Eva & Adele, l'lamour du risque, Installationsansicht, 2018, (c) me Collectors Room Berlin, Foto Bernd Borchardt

Eva & Adele, l’lamour du risque, Installationsansicht, 2018, (c) me Collectors Room Berlin, Foto Bernd Borchardt

 

Vom 27. April bis zum 27. August 2018 kannst Du in die Welt von Eva & Adele eintauchen und Dich vor allem von ihr inspirieren und anregen lassen. Alle Informationen findest Du auf der Website des me Collectors Room, Berlin / Stiftung Olbricht – Auguststraße 68, 10117 Berlin. Es gibt auch ein tolles Begleitprogramm.

Mein Besuch und die Begegnung mit dem überaus sympathischen und ebenfalls aufgeregten Künstlerpaar klingen wunderbar nach und haben mich in vielerlei Hinsicht sehr bereichert und erfüllt. Ich freue mich sehr, dass Susanne und ich gemeinsam dort waren und wir dieses Erlebnis teilen können. Wie Susanne die Ausstellung und den Besuch wiedergibt, kannst Du hier nachlesen: Eva & Adele im Lampenfieber.

 

Susanne Haun (r) und Doreen Trittel (l) bei Eva & Adele in der Ausstellung L'AMOUR DU RISQUE, im me Collectors Room, Berlin 2018, Foto Doreen Trittel

Susanne Haun (r) und Doreen Trittel (l) bei Eva & Adele in der Ausstellung L’AMOUR DU RISQUE, im me Collectors Room, Berlin 2018, Foto Doreen Trittel

 

Nicht nur die Werke des Künstlerpaares sind beeindruckend, sondern auch die Räumlichkeiten, das Gebäude. Einzelne Serien, die Zeichnungen von Pflanzen und die Papierarbeiten mit Totenkopfmotiven, sind in der oberen Etage gekonnt in die Wunderkammer des me Collectors Rooms integriert. Vor Ort können auch die zauberhaften und limitierten Produkte, die unter dem Label von Eva & Adele eigens für diese Ausstellung angefertigt wurden, erworben werden. Im gemütlichen Café kann man die Atmosphäre genießen und den Kunstgenuss wirken lassen.

 

 

Durchblick bei Eva & Adele in der Ausstellung L'AMOUR DU RISQUE, im me Collectors Room, Berlin 2018, Foto Doreen Trittel

Durchblick bei Eva & Adele in der Ausstellung L’AMOUR DU RISQUE, im me Collectors Room, Berlin 2018, Foto Doreen Trittel

 

So klingt dieser Tag wunderbar inspirierend und beflügelnd nach und ich werde sicher noch mehr davon berichten…
Vitrine der Fundstücke 02|18

Vitrine der Fundstücke 02|18

Kurz vor Ostern, dachte ich mir, wird es mal wieder Zeit für ein paar Fundstücke, die ich Dir gern über die Feiertage mit auf den Weg geben möchte. Vielleicht hast Du ja Zeit und Muße für einen Ausstellungsbesuch? Oder Du möchtest gern einen Film sehen? Dich einfach inspirieren lassen? …Am Ende habe ich noch ein Geschenktip – nicht nur für Ostern. Na dann, auf geht’s!

Bei meiner letzten Reise nach München, als ich bei den Mutgestaltern 1.0 zu Gast war, hatte ich die Gelegenheit, das Haus der Kunst zu besuchen. Dort ist noch bis zum 3. Juni 2018 die Ausstellung Procession der großartigen Künstlerin Kiki Smith zu sehen. Ich kann sie sehr empfehlen. Mich haben nicht nur die Figuren sondern insbesondere auch die Wandteppiche fasziniert.

 

Einblick in die Ausstellung "Procession" von Kiki Smith im Haus der Kunst, München, 2018, (c) hehocra

Einblick in die Ausstellung “Procession” von Kiki Smith im Haus der Kunst, München, 2018, (c) hehocra

 

Für Kurzentschlossene habe ich noch folgende zwei Ausstellungstipps, denn sie laufen jeweils nur noch bis zum 8. April 2018. Die FEMINISTISCHE AVANTGARDE der 1970ER-Jahre kann nach verschiedenen Stationen jetzt noch im ZKM, dem Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe besucht werden. Ich hatte die Gelegenheit die Ausstellung in London zu sehen und hier darüber geschrieben. Aber wie mir die Künstlerin Annegret Soltau auf Facebook verraten hat, ist die Ausstellung in Karlsruhe weitaus umfassender. In London waren die Räumlichkeiten für die kraftvollen Werke wahrlich etwas schmal. In der Kestnergesellschaft in Hannover sind zwei spannende Ausstellung auch nur noch bis zum 8. April 2018 zu sehen, die mich kürzlich beeindruckt haben. Da sind zum einen Plakate und Dokumentationen der guerrilla girls | the art of behaving badly. “Die Guerrilla Girls ist eine seit 1985 ursprünglich anonym operierende feministische Künstlerinnengruppe aus New York, deren Ziel es ist Sexismus und Rassismus in der Kunstwelt zu bekämpfen. Die Guerrilla Girls tragen Gorillamasken, um den Fokus auf ihr Handeln und Schaffen zu richten, nicht auf ihre Person als Individuen…” (Zitat aus Wikipedia). Zum anderen sind dort die beeindruckenden Malereien der Künstlerin christa dichgans | kein stillleben, Ihre Spielzeugbilder sind unglaublich faszinierend.

 

Einblick in die Ausstellung "christa dichgans | kein stillleben" in der Kestnergesellschaft, 2018, (c) hehocra

Einblick in die Ausstellung “christa dichgans | kein stillleben” in der Kestnergesellschaft, 2018, (c) hehocra

 

Am 20. April 2018 startet die Ausstellung The Cleaner mit der großen Performance-Künstlerin Marina Abramovic in der Bundeskunsthalle Bonn. Ich habe noch keine Reise planen können, aber ich hoffe, dass sich für mich die Gelegenheit ergeben wird, die Retrospektive besuchen zu können. Die Ausstellung Ulay Life-Sized in der Frankfurter Schirn hatte mich sehr beeindruckt. (Er und Marina Abramovic waren lange Zeit ein Paar und haben viele Aktionen zusammen umgesetzt.)

Falls es über die Ostertage schlechtes Wetter gibt, dann habe ich noch zwei Filmtipps für Dich: Die göttliche Ordnung und Suffragette – Taten statt Worte. Das Frauenwahlrecht wurde in Deutschland vor 100 Jahren eingeführt, 1918. Wie viel Mut es kostete, welche Hinternisse und Widerstände überwunden werden mussten, dazu geben die Filme einen kleinen, aber beeindruckenden Einblick. Wie selbstverständlich erscheint uns dieses Recht heute… Sich den Weg dieses hart erwirkten und erkämpften Rechtes vor Augen zu führen, halte ich gerade in heutigen Zeiten sehr wichtig… #wasfrauenfordern – nicht nur am 8. März

Wenn Du Mut für Deinen Weg gebrauchen kannst, Gleichgesinnte treffen möchtest, kann ich Die Mutgestalter 3.0 – Persönliche Geschichten am 19. April 2018 in München ans Herz legen. Ich blicke gern auf den ersten Abend dieser Reihe zurück, als ich dort meine Geschichte erzählen konnte. Die Inititiatorin und Gastgeberin Katharina Marevic Schmieder schafft mit ihren Gästen eine inspirierende Atmosphäre. Nur Mut!

 

Flyer HEALING, Paulina's friends, 2018, (c) hehocra

Flyer HEALING, Paulina’s friends, 2018, (c) hehocra

 

Seit kurzem bin ich mit mit einer kleinen feinen Auswahl einzelner Werke auf der Website der Concept Gallery Paulina’s friends vertreten: bitte hier entlang. PAULINA’S FRIENDS ist ein Erlebnis faszinierender Vielfalt und der Liebe für’s Außergewöhnliche: Concept Store für extravagante Mode, exklusives Design und zeitgenössische Kunst in Berlin Mitte. Ab der Woche nach Ostern bin ich im Rahmen der Ausstellung “HEALING” bis zum 30. Juni 2018 vor Ort in der Gartenstr. 114, 10115 Berlin mit einem Werk vertreten. Hierzu werde ich noch einen eigenen Blogbeitrag schreiben. Die Eröffnung ist zum Gallery Weekend am 26. April 2018. Wenn Du aber vorher schon mal schauen möchtest: Informationen findest Du in meiner Rubrik Aktuelles und direkt bei Paulina’s friends hier. …und schon mal vormerken: am 2. Juni 2018 gebe ich dort einen Collagen-Workshop.

 

Tulpen vor der Installation "Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen", 2018, (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Tulpen vor der Installation “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen”, 2018, (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Die Tulpen habe ich vor unserer gemeinsamen Installation fotografiert. Susanne hat sich davon inspirieren lassen und einzelne Blüten gezeichnet. Wunderschön: Doreens Tulpen in Rot, der Frühling hält Einzug – Zeichnung von Susanne Haun. Alle Informationen zu unserer Ausstellung findest Du in meinem letzten Blogbeitrag oder unter Aktuelles. Wir freuen uns auf Deinen Besuch. Am 5. April ist die nächste Möglichkeit.

Als Susanne mich beim KunstSalon vorstellte und davon sprach, dass wir uns über das Bloggen kennenlernten, viel mir ein, dass ich im März 2007 mit dem Bloggen begonnen habe. 11 Jahre. Welch eine Zahl. Das bringt mich dazu, wieder über die Zeit nachzudenken… Eine Rückschau mache ich dieses Mal nicht. Mein Beitrag 10 Jahre Bloggerin – 10 Tipps für Dich ist noch nicht lange her, denn meinen zehnten Geburtstag als Bloggerin hatte ich nämlich verschlafen 😉

 

Kinderbuch "Landtiere" vom Eichhörchenverlag mit Susanne Haun, (c) hehocra

Kinderbuch “Landtiere” vom Eichhörchenverlag mit Susanne Haun, (c) hehocra

 

Für kleine, aber auch große Kunstfreunde habe ich nun noch ein Tipp für Ostern oder andere besondere Anlässe oder auch einfach so: Der Eichhörnchenverlag publiziert wunderbare Kunstbücher für Babys und Kleinkinder. Bei diesem hier, “Landtiere” hat Susanne Haun die Bilder gezeichnet und gestaltet. Ich habe mich sehr gefreut, die sympathische Verlegerin Nina Schuchardt nun auch persönlich kennenzulernen. Ich finde ihr Konzept sehr spannend und die Bücher wunderschön.

Ich wünsche Dir wunderschöne Ostertage und

sende Dir sonnige Frühlingsgrüße, Doreen

Wir alle sind mutig!

Wir alle sind mutig!

Ein kühnes Beginnen ist halbes Gewinnen, sagte einst Heinrich Heine. Ich freue mich und danke der wunderbaren Katarina Marevic Schmieder für die Idee der Veranstaltung „Die Mutgestalter 1.0 – Persönliche Geschichten“ und ihren mutigen Schritt, sie mit dem ersten Abend ins Leben zu rufen.

So war es für uns ein ganz besonderer Abend, der erste Abend einer Veranstaltungsreihe, in der noch viele Geschichten erzählt werden. Ähnlich wie Irmgard Brand es auch für sich feststellte, geht es mir. Schon so manche Gelegenheit hat mich dazu gebracht, als Pionierin in verschiedenen Bereichen dabei zu sein. Es hat einen besonderen Reiz und eine eigene Energie, die ich an diesem Abend mit ganz wunderbaren Menschen gemeinsam genießen konnte. Darüber hinaus war es für mich wieder faszinierend, über die Vielfalt der Speakerinnen und Gäste zu staunen und über den Abend hinweg begeistert, Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Folgende Speakerinnen haben an diesem Abend neben mir ihre Geschichte erzählt. Die einzelnen Statements und Zusammenfassungen der Mutmachgeschichten kannst Du hier in der Einladung nachlesen. Katarina Marevic Schmieder, Initiatorin und Veranstalterin der „Mutgestalter 1.0“, hat uns in die Silberfabrik in München eingeladen, unsere Geschichten zu erzählen, um anderen Mut zu machen.

Irmgard Brand – Fotografin
Nina Sadlowsky – Yogalehrerin, Bloggerin, Reise-Liebhaberin
Beatriz Carmen Baldur – Gründerin der Cabea – MyBodyImage Akademie
Susanne Zehntner – Mediaplanerin, “spirituelle” Hochzeitsplanerin, angehende Yogalehrerin

"Mutgestalter 1.0" by Katarina Marevic Schmieder, Foto (c) Marija Krolo (kroloma)

“Mutgestalter 1.0” by Katarina Marevic Schmieder, Foto (c) Marija Krolo (kroloma)

 

Aber was ist das eigentlich Mut?

Das Wort „Mut“ stammt aus indogermanisch mo- = sich mühen, starken Willens sein, heftig nach etwas streben > germanisch moda-, mōþa-, mōþaz, mōda-, mōdaz = Sinn, Mut, Zorn > althochdeutsch muot = Sinn, Seele, Geist, Gemüt, Kraft des Denkens, Empfindens, Wollens. (Quelle: Wikipedia, Feb.’18)

Fällt es Dir auch schwer, hierauf eine eindeutige Antwort zu finden? Mit den Geschichten im Ohr und einem Blick in den langen Artikel des großen Onlinelexikons denke ich, dass sich Mut dadurch auszeichnet, dass man sich traut, dass man dazu fähig ist, etwas zu wagen. Dies kann darin bestehen, etwas zu tun oder auch etwas zu lassen.

Mut ist eine Charaktereigenschaft, die dazu befähigt, sich gegen Widerstand und Gefahren für eine als richtig und notwendig erkannte Sache einzusetzen… Die Eigenschaft Mut und ihre Umsetzung in mutiges Verhalten sind individuell unterschiedlich angelegt und nicht für alle Lebensfelder und Situationen gleichermaßen abrufbar. Beide aber sind erlernbar und als Merkmal einer ausgereiften Persönlichkeit wie für ein selbstbestimmtes Leben erforderlich. (Quelle: Wikipedia, Feb.’18)

Von den anderen Geschichten waren nicht nur die Besucher.innen fasziniert, sondern auch ich selbst. Wir kennen alle die Situationen, in denen wir Angst haben, in denen wir das Gefühl haben, vom Mut verlassen zu sein. Da wirken solche Geschichten wie bestärkende Ermutigungen.

Unter Ermutigung ist Mut machen durch andere zu verstehen (durch Zureden, Gesten, Mimik), aber auch Mut durch eigenes Verhalten bekommen, wenn man den Erfolg erkennt, nachdem man etwas gewagt hat. Letzteres wäre eine Selbstbestätigung (Selbstverstärkung…)… (Quelle: Wikipedia, Feb.’18)

"Mutgestalter 1.0" by Katarina Marevic Schmieder, Foto (c) Marija Krolo (kroloma)

“Mutgestalter 1.0” by Katarina Marevic Schmieder, Foto (c) Marija Krolo (kroloma)

 

Wir sind mutig!

Meistens fühlt man sich ja selbst nicht so mutig in den Momenten, in denen man mutig ist bzw. man denkt nicht darüber nach. Wir hatten alle gemeinsam, dass wir unserem Herzen bzw. unserem inneren Drang gefolgt sind, mal bewusst, mal unbewusst, unseren eigenen Weg zu gehen. Wir hatten keine Angst bzw. haben unsere Ängste überwunden. Auch haben wir uns nicht von eigenen Zweifeln und denen anderer abhalten lassen.

Dankbarkeit

Ich bin dankbar für meinen inneren Drang, meinen persönlichen Antrieb oder wie auch immer man es bezeichnen mag. Irgendetwas hat mich an vielen Stellen meinen Weg gehen lassen, wo mein Verstand bzw. das Bewusstsein noch lange nichts davon ahnten. Das Vertrauen auf den eigenen inneren Antrieb fand sich in jeder Geschichte wieder – auch die Dankbarkeit. Mit Hilfe eines Dankbarkeitstagebuches lässt sich unser Blick bereichernd auf das richten, was wir geschaffen haben, das was wir geleistet haben, das was wir als Glück wahrgenommen haben, das was ist, das was uns fügend begegnet ist. Dazu schreibst Du jeden Abend mindestens fünf Dinge auf, für die Du an diesem Tag dankbar bist.

"Mutgestalter 1.0" by Katarina Marevic Schmieder, Foto (c) Marija Krolo (kroloma)

“Mutgestalter 1.0” by Katarina Marevic Schmieder, Foto (c) Marija Krolo (kroloma)

 

Sich selbst wertschätzen

Es ist ein unglaublich bestärkendes Gefühl, gesehen zu werden, so gesehen zu werden, wie man ist, nicht ausschließlich darüber was man macht, was man nicht macht, sondern so, wie man einfach selbst ist. Beatriz Carmen Baldur hat sehr treffend dabei hervorgehoben, dass es letztendlich drauf ankommt, sich selbst zu lieben, so wie man ist, sich anzunehmen, sich selbst wertzuschätzen.

Wir brauchen Gleichgesinnte

Ganz wichtig war für alle Erzählerinnen in ihrem Leben auch der Austausch mit anderen, mit Gleichgesinnten. Wie hinderlich Menschen sein können, die uns ausbremsen oder aufhalten wollen, haben wir alle erlebt. Da hilft nur eins: Geh hinaus, such Dir Menschen, denen es ähnlich geht, die auch auf dem Weg sind, sich weiterzuentwickeln. Ich habe wunderbare Menschen über die Social Media Kanäle getroffen und viele auch schon persönlich kennengelernt. Ich habe Kurse und Workshops, Mastermind oder andere Gruppen zu verschiedenen Themen besucht. Hierüber habe ich auch Herzensmenschen getroffen, mit denen ich mich wunderbar austauschen kann, wie wir uns gegenseitig unterstützen und einfach durch unser Tun ermutigen.

 

Doreen Trittel bei den "Mutgestaltern 1.0", Foto (c) Marija Krolo (kroloma)

Doreen Trittel bei den “Mutgestaltern 1.0”, Foto (c) Marija Krolo (kroloma)

 

Von kleinen Schritten zu großen

Mein Leben hat mir bisher gezeigt, dass es nicht immer gleich die radikale Veränderung und das Große Hinter-sich-lassen sein muss*, sondern dass auch viele Schritte, einer nach dem anderen vorwärts führen. Ich bin dankbar für meine Geduld und Ausdauer. Hierbei habe ich immer meine Opfer-Täter-Patchworkdecke vor Augen, die ich letztes Jahr für die Ausstellung im ehemaligen Frauengefängnis in Berlin Lichterfelde Stich für Stich, Wort für Wort, Naht für Naht über Monate hinweg gefertigt hatte.  (* Das gab es bei mir auch, aber dies stand für mich an diesem Abend nicht im Mittelpunkt.)

Lachen, ja richtig: Lachen

Bei allen kleinen und großen Schritten dürfen wir aber nicht vergessen, zu lachen, auch mal über uns und skurrile Situationen, in denen wir uns vielleicht gerade befinden, zu lachen, herzhaft zu lachen. Das hat uns an diesem Abend nicht nur Nina Sadlowsky fröhlich vor gemacht.

Mein mir mutmachendes Motto 2018

Zum Abschluss habe ich allen noch mein Motto für 2018 verraten. Du kennst es sicher schon, aber ich nutze einfach mal die Gelegenheit, es mir selbst wieder vor Augen zu führen: „Ich mute meiner Umwelt meine volle Größe zu!*“ …und mir auch!   (* Spruch von der Tasche vom Marie von Mallwitz Verlag)

Mut-Steinchen

Herzerfüllt, beseelt, glücklich, bereichert und dankbar schaue ich auf diese Erfahrung, bei den „Mutgestaltern 1.0“. Dank Susanne Zehntner habe ich nun auch ein Mut-Steinchen in der Tasche. Zum Nachahmen empfohlen.

 

"Mutgestalter 1.0" by Katarina Marevic Schmieder, Foto by hehocra

“Mutgestalter 1.0” by Katarina Marevic Schmieder, Foto by hehocra

 

Die nächsten Veranstaltungen sind schon in der Vorbereitung. Sie finden am 22. März und am 19. April 2018 in der Silberfabrik in München statt. Sobald die Informationen veröffentlicht sind, werde ich sie via Facebook und Twitter teilen.

Dein Tipp

Welche Tipps hast Du für andere, damit sie mutig ihren Weg gehen können? Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn wir hier ein paar Tipps für uns und andere zusammentragen können. Was gibt Dir Kraft und Mut? Wie gehst Du mit Zweifeln und Ängsten um? Wie sprichst Du Dir Mut zu bzw. was tust Du, um mutig sein zu können?

Welch ein Wendepunkt: #10316 Tage

Welch ein Wendepunkt: #10316 Tage

Am 5. Februar 2018 war es. Das war der Tag, an dem die Mauer auf den Tag genau 10316 Tage stand und genauso viele Tage nicht mehr. Zu diesem Ereignis veröffentlichte ich in meinen Social Media Kanälen ein paar Fotografien von der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Diese möchte ich gern auch hier zeigen, verbunden mit Links zu verschiedenen interessanten Artikeln, die in zwei Berliner Zeitungen kürzlich veröffentlicht wurden.

Berliner Mauer 01, (c) Doreen Trittel

 

Ich habe 16 Jahre und ein paar Wochen, Monate mit der Mauer gelebt und empfand es damals als normal. Ich kannte nichts anderes. Ich bin so aufgewachsen. Wie sehr sich die Welt mit dem Fall der Mauer für mich änderte… Dafür bin ich jeden Tag dankbar. Manchmal kommt es mir so vor, als wäre ich in ein gesellschaftspolitisches Experiment hineingeraten, das mich stark geprägt hat und mich auch heute noch beschäftigt…

Berliner Mauer 02, (c) Doreen Trittel

 

In Gesprächen mit Besucher.innen meiner Ausstellungen im vergangenen Jahr habe ich erfahren, dass das Interesse an diesen Geschichten groß ist. Eine in Berlin lebende Französin war sehr neugierig auf mein Erleben und meine Sicht, weil sie noch nie einem Menschen mit ostdeutscher Erfahrung begegnet war. Besucher.innen aus China, der Slowakei und Polen entdeckten Gemeinsamkeiten. Einem Mann war es wichtig, mir zu sagen, wie sehr ihn meine Arbeit bewegte, obwohl er selbst erst in den letzten Tagen der DDR geboren wurde. Ja, und mir wurde erst durch eine Besucherin bewusst: Ich bin eine Zeitzeugin. Eine junge Frau bedankte sich nach einem Gespräch bei mir: „In der Schule haben wir ja vieles über die DDR gelernt, aber das nicht.“ Am stärksten hat mich die zaghafte Offenbarung eines Besuchers berührt, der sich selbst als Stasikind outete. Dieser Austausch bestärkt mich darin, in und mit meiner Kunst von meinen individuellen Erfahrungen und Sichtweisen zu erzählen.

Berliner Mauer 03, (c) Doreen Trittel

 

Auf folgende interessante Artikel aus Anlass dieses Wendepunktes, am 5. Februar 2018, möchte ich Dich noch aufmerksam machen:

Der Tagesspiegel hat verschiedene Artikel zum Thema veröffentlicht: 10316 Tage Berliner Mauer. Unter anderem werden Fotos von damals und heute gegenübergestellt. Auch gehen sie der Frage nach, weshalb die Zeit mit Mauer sich so viel länger anfühlte als die Zeit ohne Mauer.

Interessant ist auch dieser Artikel der Berliner Zeitung. Er gibt einen Überblick über die Dinge, auch Produkte, die die Wende-Zeit überstanden haben: Aschenbrödel, Ampelmännchen – Was vom Osten übrig blieb. Die DDR ist präsenter denn je.

Berliner Mauer 04, (c) Doreen Trittel

Berliner Mauer 04, (c) Doreen Trittel

 

Berliner Mauer 05, (c) Doreen Trittel

Berliner Mauer 05, (c) Doreen Trittel

 

Und dass ich aus diesen Fotografien jetzt im Nachhinein entgegen meiner ursprünglichen Pläne einen Blogbeitrag gemacht habe, zeigt, dass mir dieser Tag, der zunächst unscheinbar daher kam, doch noch in mir nachklang…

Zu Gast bei den “Mutgestaltern 1.0”

Zu Gast bei den “Mutgestaltern 1.0”

Es steigt der Mut mit der Gelegenheit, sagte einst William Shakespeare. Ganz nach diesem Motto bot sich mir in der vergangenen Woche eine Gelegenheit, bei der ich spontan zugesagt habe, mit dabei zu sein. Aber worum geht es, weshalb ist es für mich mutig und für andere auch?

Am 22. Februar 2018 bin ich in München auf einer Veranstaltung mit dem Titel „Mutgestalter 1.0 – Persönliche Geschichten“ von Katarina Marevic Schmieder. Neben anderen werde ich meine Geschichte erzählen. In solch einem Rahmen habe ich das noch nie gemacht, aber ich freue mich drauf und bin gleichzeitig sehr gespannt.

Im letzten Jahr ist mir oft gesagt worden, wie mutig ich bin. Zu Beginn fühlte es sich für mich meist seltsam an, empfand ich mich gar nicht so mutig. Schaute ich eher auf meine Ängste und die Hilflosigkeit, die ich gut kenne. Aber irgendwann kam ich dann ins Nachdenken und reflektieren über meinen Weg, den ich vor allem in den letzten Jahren bisher gegangen bin… Naja, und nun kam diese Gelegenheit und ich hab einfach mal vorher nicht viel nachgedacht…

 

Einzelne Menschen sind es, die Geschichten schreiben und die Welt verändern. Mut ist, mit Zuversicht etwas tun und seinen eigenen Weg gehen.

Ich bin dann mal weg… Alleine die Welt erkunden, Job kündigen um den eigenen Weg zu gehen, eigenes Business starten, tun woran andere nicht glauben, mutige Entscheidungen treffen, einfach mal machen und tun was man wirklich will.

Mutgestalter 1.0 ist die Bühne dafür.

Wir sprechen mit Menschen über Entscheidungen das Leben spontan zu verändern und auf Herz und Bauch zu hören. Menschen die trotz Angst einfach gemacht haben und es die beste Entscheidung Ihres Lebens war. Lasst Euch an diesem Abend von 6 mutigen Menschen und Ihren Geschichten inspirieren, positiv beeinflussen und motivieren. Nutzt auch die Gelegenheit um viele Fragen zu stellen und Euch mit Gleichgesinnten zu verbinden.

Was erwartet Euch beim Event?
INSPIRATION * MOTIVATION * TRANSFORMATION * AKTION * NETZWERKEN

Wer ist dabei?

Veranstalterin von Mutgestalter 1.0 – Katarina Marevic Schmieder…
…ist Unternehmerin, Mutgestalterin, Kreative, Mutter, Ehefrau, Mentorin, Reisende, Macherin, Energiebündel, Tagträumerin, Nachtdenkerin, Optimistin und liebt Geschichten. Mit 46 ist sie seit 20 Jahren Unternehmerin und Mutter eines 4,5-jährigen Mädchens und seit genau 4,5 Jahren mit Mann und Kind als digitale Nomadenfamilie in der Welt unterwegs, jetzt wieder in München zurück um Neues zu beginnen. “Wir werden sesshafter und Mutgestalter ist meine Bühne für Menschen mit Geschichte, die der inneren Stimme folgen und andere Menschen bewegen. Es gibt so viel zu erzählen…”
https://www.facebook.com/katarina.marevic.schmieder
https://www.instagram.com/designfacettenreich

Irmgard Brand (Fotografin)
Vor genau 30 Jahren mit gerade mal 24 trat Irmgard aus Verzweiflung eine spontane Reise durch den 5. Kontinent an, eine Entscheidung der inneren Stimme zu folgen, die Reise Ihres Lebens. Wie diese Reise noch heute ihr Leben bestimmt, was sich dadurch geändert hat und welche Ängste sie überwunden hat, erzählt Sie Euch an diesem Abend.
https://www.facebook.com/irmgard.brand

Nina Sadlowsky (Yogalehrerin, Bloggerin, Reise-Liebhaberin)
Mit zwei Trennungen, einer Reise durch Lateinamerika und der Hingabe zu Yoga begann für sie eine Reise zu ihrem wahren Selbst. Eine Geschichte über Persönlichkeitsentwicklung, Podcasts und platzende Knoten, die Mut macht, mit der Vision mehr Liebe, Offenheit und positive Energie in die Welt zu tragen.
https://www.facebook.com/ninaspinknotes
https://www.instagram.com/ninaspinknotes

Beatriz Carmen Baldur (Gründerin der Cabea – MyBodyImage Akademie)
In der Kindheit Probleme durch Entwurzelung und Mobbing Opfer. Heute als Betroffenen-Expertin und Stilberaterin hat sie sich von Essstörungen, Depressionen und einem verzerrtem Selbstbild geheilt und sich ein starkes positives Leben geschaffen. Sie hilft Frauen, sich nicht mehr abzulehnen und endlich in ihrem Körper wohl zu fühlen, damit Sie alles im Leben erreichen, was sie sich wünschen, so wie sie es damals selbst getan hat.
https://cabea-my-body-image.de/
https://www.facebook.com/cabeamybodyimage

Doreen Trittel (hehocra: Atelier für Erinnerung & Veränderung)
Lebt mit Mann und Tochter in Berlin Charlottenburg. Neben einer Festanstellung als Sachbearbeiterin ist Doreen Trittel als freiberufliche Künstlerin tätig. In Collagen, Installationen und Fotografien setzt sie sich immer wieder mit Erinnerungen auseinander. Dabei steht für sie die Veränderung im Mittelpunkt. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeiten liegt in ihrer Ostdeutschen Herkunft und in ihren Erfahrungen als ‚Stasikind’. Mut brauchte sie, als sie begann, sich auf die Suche nach sich selbst zu machen, ihre Ängsten als Wegweiser zu betrachten und damit ihren eigenen Weg intensiv und Schritt für Schritt zu gehen. Doreen Trittel hat erfahren, dass sich kleine Veränderungen, kleine Schritte zu großen entwicklen können.
www.facebook.com/hehocra
www.instagram.com/hehocra

Rini Pegka (Social Media Expertin)
Rini ist eine 43-jährige fränkische Griechin, die hinaus in die Welt ging um Journalistin zu werden. Sie studierte Biologie und steht jetzt als Social Media Expertin, im Rahmen einer One-Woman-Agency, ihre Frau. Sie erzählt von Marathons, Finanzkrisen, Tinder, Kinderlosigkeit und der Einsicht, dass glücklich sein eine Entscheidung, und kein Ziel ist.
http://www.socialcosmos.net/
https://www.instagram.com/socialcosmos/

Susanne Zehntner  (Mediaplanerin, “spirituelle” Hochzeitsplanerin, angehende Yogalehrerin)
2004 hat sie ihren damaligen Freund mitsamt dem Rohbau hinter sich gelassen, um ihrem Herzen zu folgen und den Schatz im Universum zu finden. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihrer 4 jährigen Tochter und den 4 Sternenkindern, in München, der Stadt, in die es sie 3x verschlagen musste, bis sie dort ihre neue Heimat fand. Wie oft sie in dieser Zeit aus ihrer Komfortzone hinaus katapultiert wurde, um sich und ihren Träumen Stück für Stück näher zu kommen, wird sie euch erzählen.
www.instagram.com/deinehochzeitsplanerei
www.deinehochzeitsplanerei.de

Im Ticketpreis enthalten: Geschichten, die Mut machen * Notizbuch inkl. Schreibmittel * Antworten auf Fragen live und direkt * Getränke & Essen * Netzwerken. Ticketverkauf hier.

Veranstaltungsort ist München. Die genaue Eventlocation wird noch bekannt gegeben. Begrenzte Platzanzahl!

 

sich trauen, Collage, 15x10 cm, 2017, (c) Doreen Trittel

sich trauen, Collage, 15×10 cm, 2017 (c) Doreen Trittel

 

Falls Du in oder bei München wohnst, vielleicht hast Du ja Zeit und Lust dabei zu sein.

 

Wer Mut zeigt, macht Mut.
Adolph Kolping

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